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Heute gibt es ein kurzes Zwischenfazit zur Weihnachtspause.
Das Weihnachtsfest steht ins Haus. Traditionell ist das als eine willkommene Gelegenheit für ein paar Tage der Besinnung und der Ruhe. Das gilt auch für die zwischen Oktober und Juni stetig im Spielbetrieb befindliche NHL.

Die Tage über Weihnachten sind eine seltene Möglichkeit für pieler und Teamverantwortliche mit etwas Abstand auf die Ereignisse der ersten Saisonphase zurückzublicken, diese mit etwas Muße zu reflektieren. Was wurde erreicht? Was wird das am Ende wert sein? Kann sich ein Team oder ein Spieler für das Abgelieferte schon etwas Bleibendem sicher sein? Definitiv nicht. Trotzdem werden an allen 31 NHL-Standorten Zwischenbilanzen gezogen und das Fest am Jahresende mehr oder weniger entspannt begangen werden.
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Besonders zufrieden wird Weihnachten im Umfeld der Tampa Bay Lightning gefeiert werden. Die Pausenbilanz von 28-7-2 ist die Beste der gesamten Liga. 58 Punkte nach 37 Spielen sind eine Ausbeute, wie sie kein anderes Team zustande gebracht hat.
Schwer vorstellbar, dass da in der zweiten Hälfte der Hauptrunde bis April noch so viel schiefgehen kann, dass die Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs noch einmal in Gefahr geraten könnte. Der Haken an der Sache wird allerdings sein, dass selbst für ein Überfliegerteam wie es die Lightning in dieser Spielzeit sind, die Karten in der anstehen KO-Runde noch einmal ganz neu gemischt werden. So manchem Team ist das in der langen Historie der Liga schon zum Verhängnis geworden. Doch das ist Zukunftsmusik und dürfte in Florida aktuell niemanden stören.
In den Reihen der Washington Capitals wird die Weihnachtspause ebenfalls allen Beteiligten ein paar ganz entspannte Tage bescheren. Häufig geht ein Titelverteidiger nach einem ganz großen sportlichen Erfolg zunächst einmal mit einer gewissen Katerstimmung in eine neue Spielzeit, hat ein Team, das den ganz großen Wurf vollenden konnte, den Saisonstart verschlafen. In Washington war das eindeutig nicht der Fall.

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Mit einer Ausbeute von 22-10-3 führt das Team die Metropolitan Division an, rangiert fünf Zähler vor dem großen Erzrivalen, den Pittsburgh Penguins (18-12-6). Auch in diesem Falle heißt das noch nichts, schließlich ist nicht einmal die Hälfte der 82 Vorrundenspiele absolviert, doch dürfte bereits an Weihnachten klar sein, dass mit den Capitals im kommenden Frühjahr einmal mehr zu rechnen sein wird, wenn es im April so richtig ernst wird.
Zufriedene Mienen sieht man bei den Anhängern der Montreal Canadiens (19-13-5) und der New York Islanders (18-13-4). Beide Organisationen haben, nach zuletzt schweren Phasen, in dieser Saison ihre Playoff-Hoffnungen überraschend gut erhalten, liegen im Wildcard-Rennen des Ostens gut im Geschäft.
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Nicht jeder hätte es ihnen im Oktober zugetraut. In beiden Fällen gilt es, bis zum Ende der Hauptrunde um eine Playoff-Teilnahme erbittert zu kämpfen. Jeder Punkt könnte am Ende der Entscheidende sein, daher tut etwas Erholung mit der Familie über die Feiertage besonders gut.
In der Western Conference gibt es die zufriedensten Gesichter bei den Winnipeg Jets.
Mit einer Ausbeute von 24-10-2 sammelte das Team 50 Punkte aus 36 Spielen. Keine Mannschaft im Westen hat mehr vorzuweisen. Das macht Mut, im Frühjahr einen ernsthaften Anlauf in Richtung Titel wagen zu können. In Sicherheit darf sich Winnipeg keinesfalls wiegen.

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In Reihen der Calgary Flames (22-12-3) wird man mit sich und der Welt im Reinen sein. Das Team, das im Vorjahr die Playoffs verpasste, mischt die Western Conference überraschend auf, führt die Pacific Division mit 47 Punkten an. Damit hätten im Oktober sicherlich nur die kühnsten Optimisten gerechnet.
Im Wildcard-Rennen des Westens haben die Edmonton Oilers mit den beiden Deutschen Tobias Rieder und Leon Draisaitl mächtig Boden gutgemacht. Mit einer Ausbeute von 18-15-3 und 39 Zählern aus den ersten 36 Saisoneinsätzen, reichte es für ein Weihnachtsfest auf dem zweiten Wildcard-Platz.
Der Erfolg seit der Trainer-Verpflichtung von Ken Hitchcock hat dem Team neuen Mut verliehen. Doch der Kampf um die Endrunden-Qualifikation wird auch für sie ein harter bleiben.
Viele in den Bestenlisten führenden Spieler sind alte Bekannte. Dass Alex Ovechkin die Torjägerliste mit 29 Toren anführen würde, überrascht nicht. Der erfahrene Russe durchlebt gerade seinen x-ten sportlichen Frühling.
Bei den Scorern ist Mikko Rantanen von den Colorado Avalanche mit 59 Zählern der Top-Mann. Ihm und dem ebenfalls stark aufspielenden Nathan MacKinnon (56) verdanken die Avalanche ihren überzeugenden Saisonverlauf. Ob die Offensivkräfte des Teams aus Denver nach der kleinen Ruhephase weiterhin so produktiv sein werden?
Unter den Torhütern liefert Routinier Pekka Rinne von den Nashville Predators eine ganz starke Saison ab. Sein Gegentorschnitt von 2,15 ist der geringste unter allen Torhütern, die mehr als zehn Spiele bestritten haben. Dass sein erster Verfolger Jaroslav Halak (2,19) von den Boston Bruins ist, überrascht hingegen faustdick. Von den Islanders wurde Halak am Ende der vergangenen Spielzeit aussortiert und durch Robin Lehner ersetzt. Mit 93,0 Prozent weist Halak sogar die beste Fangquote aus.
Es bleibt aus vielerlei Gründen nach der kurzen Spielpause spannend in der NHL. Eine Menge wurde schon erreicht, darauf ausruhen darf sich jedoch niemand.