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Avalanche hinken hinterher

Die Colorado Avalanche liegen nach einer Serie von fünf Niederlagen auf dem letzten Platz der NHL

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

1995 gab es einen neuen Namen in der NHL. Die Quebec Nordiques zogen nach Denver und sind seitdem als Colorado Avalanche bekannt. Gleich in ihrer ersten Saison am neuen Standort, gewannen sie den Stanley Cup, sie erreichten in jeder ihrer ersten acht Saisons die Playoffs und holten den Cup 2000-01 erneut. Es war eine mächtige Erfolgsgeschichte die sich in Denver abspielte und aus der auch eine der intensivsten Rivalitäten in der NHL Geschichte, zwischen den Avalanche und den Detroit Red Wings.

Doch in letzter Zeit stecken sie in Schwierigkeiten. In den letzten sechs Jahren schafften sie es nur einmal in die Playoffs und schieden dort in der ersten Runde aus. Auch in der jetzigen Saison scheint es derzeit nicht, als ob sie Kurs auf die Playoffs nehmen würden. Mit lediglich 19 Punkten aus 23 Spielen belegen sie den letzten Platz der NHL, nachdem sie die letzten fünf Spiele verloren haben, zuletzt 3-0 gegen die Dallas Stars. Dabei fallen mehre Schwächen der Avs auf, vor allem in der Offensive.

In 23 Partien erzielten sie nur 49 Treffer, die wenigsten der gesamten Liga. die Hälfte davon wurde von nur vier Spielern geschossen, Rene Bourque, Matt Duchene, Nathan MacKinnon und Gabriel Landeskog. Das restliche Team hat noch Schwierigkeiten den Puck im Netz unterzubringen, auch Jarome Iginla, der eigentlich als echter Torjäger gilt. Die Avs müssen wieder mehr aufs Tor schießen und brauchen mehr Leistung im Angriff von ihren restlichen Spielern. Auch das Powerplay könnte mit 11 Treffern und 15,3% Ausbeute besser sein.

In der Abwehr stehen die Avalanche nicht ganz so schlecht da wie im Angriff, haben aber auch ihre Probleme. Mit 69 kassierten Toren gibt es immerhin zehn Teams in der Liga, die schlechter sind, aber aufgrund der wenigen geschossenen Toren stehen sie nur bei neun Siegen in 23 Spielen. Das Penaltykilling lässt mit 79,1% und 19 kassierten Toren ebenfalls zu Wünschen übrig.

Wollen sie zu den glorreichen Zeiten, die sie mit Joe Sakic, Peter Forsberg und Patrick Roy hatten, zurückkehren, müssen sie schnellstmöglich ihre Probleme im Angriff und den Special Teams in den Griff bekommen. Jarome Iginla könnte dabei eine Schlüsselrolle einnehmen, nicht nur indem er mehr Tore schießt, er könnte als Spieler mit zwei Jahrzehnten NHL Erfahrung auch als Führungsspieler in der Kabine eine Wichtige Rolle einnehmen, um seine Mitspieler mitzureißen.

Noch haben sie Zeit, sich in der Tabelle wieder nach oben zu arbeiten und auf einen Playoffplatz zu kommen. Es ist noch früh in der Saison und der Abstand auf einen Wild Card Platz beträgt nur sieben Punkte. Damit ist die derzeitige Schwächephase noch keine Katastrophe, sollte sich aber nicht allzu lange fortsetzen, denn je länger die Saison wird, desto schwieriger wird es den Abstand aufzuholen.

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