Boston Bruins v Washington Capitals

Die San Jose Sharks wollen zurück in die Stanley Cup Playoffs. Darnell Nurse und Jacob Trouba sollen der Verteidigung die nötige Stabilität dafür geben. Die Florida Panthers (Jacob Markstrom, Akira Schmid), Winnipeg Jets (Stuart Skinner) und Toronto Maple Leafs (Sergei Bobrovsky) hoffen, dass ihre neuen Keeper einschlagen. Dem Deutschen JJ Peterka winkt bei den Boston Bruins ein Job in der ersten Sturmreihe an der Seite von David Pastrnak. Und Pavel Dorofeyev soll nun das Publikum im Madison Square Garden mit seinen Torjägerqualitäten verzücken. 

NHL.com/de wirft einen Blick auf die zehn spektakulärsten Neuverpflichtungen der Offseason. 

Darnell Nurse (San Jose Sharks)

Die San Jose Sharks haben schon in der vergangenen Saison nur knapp die Playoffs verpasst. Ein Grund dafür war die schwache Verteidigung. 292 Gegentore konnte dann selbst die gute Offensive mit Macklin Celebrini an der Spitze nicht kompensieren. Folglich haben die Verantwortlichen im Sommer ihr Augenmerk auf die Verteidigung gelegt. Von den Edmonton Oilers lotsten die Sharks Darnell Nurse nach Kalifornien im Tausch für Shakir Mukhamadullin und die Rechte an Zachary Sharp. Nurse erzielte in der vergangenen Saison in 82 Spielen der regulären Saison für die Oilers 24 Punkte (sieben Tore, 17 Vorlagen) und blieb in sechs Spielen der Stanley Cup Playoffs ohne Punkt. Nurse hat noch vier Spielzeiten aus einem Achtjahresvertrag über 74 Millionen US-Dollar (durchschnittlicher Jahreswert: 9,25 Millionen Dollar) zu absolvieren. Da Celebrinis Einstiegsvertrag noch läuft, ist Nurse aktuell der Top-Verdiener bei den Sharks. Die hoffen, dass er der Verteidigung die notwendige Stabilität gibt auf dem Weg zurück in die Playoffs. Die dafür notwendige Erfahrung hat er zweifellos. In 100 Playoff-Spielen erzielte er 29 Punkte (sieben Tore, 22 Vorlagen). 2024 und 2025 stand er jeweils mit den Oilers im Stanley Cup Finale, unterlag aber in beiden Jahren den Florida Panthers. 

JJ Peterka (Boston Bruins)

Dass der Münchner JJ Peterka in der NHL bestehen und ein solider Torjäger sein kann, hat er in den vergangenen vier Jahren hinlänglich bewiesen. Nach einem Jahr bei den Utah Mammoth wurde er jetzt zu den Boston Bruins getradet. Dort trifft er mit Lukas Reichel auf einen weiteren deutschen Spieler und hat mit Marco Sturm auch noch einen deutschen Coach. In der vergangenen Saison schoss er für Utah 25 Tore und bereitete 22 Treffer vor. Damit war er zwar 21 Punkte von seiner persönlichen Bestleistung aus der Saison 24/25 mit den Buffalo Sabres entfernt. Allerdings stehen für ihn die Chancen gut, bei entsprechenden Leistungen in der Preseason und wenn die Chemie stimmt einen Platz in der ersten Sturmreihe der Bruins mit dem Tschechen David Pastrnak zu ergattern. Da sollte seine Produktion automatisch nach oben gehen.

Die Top-5-Tore von JJ Peterka in der Saison 2025/26

Sergei Bobrovsky (Toronto Maple Leafs)

Auf keine Position schauen die Fans der Toronto Maple Leafs so kritisch wie auf die des Torwarts. Diesen Druck sollte Sergey Bobrovsky aushalten. Der Russe hat schon zweimal mit den Florida Panthers den Stanley Cup gewonnen und hat einen Vertrag über drei Jahre in Toronto unterschrieben. Bobrovsky, der schon langsam auf die 40 Jahre zugeht, kam in der vergangenen Saison in Florida auf eine Bilanz von 27-23-1 bei 3,07 Gegentoren pro Spiel, 87,7 Prozent Fangquote und vier Shutouts in 52 Spielen. Die Maple Leafs hoffen, dass er noch mal zurückkommt und dem Team die dringend benötigte Sicherheit zwischen den Pfosten gibt und auch mal Spiele im Alleingang gewinnt. Dann könnte sich dieser Move tatsächlich bezahlt machen. 

Brady Tkachuk (Florida Panthers)

Der Wechsel von Brady Tkachuk von den Ottawa Senators zu den Florida Panthers im Juni war ebenfalls einer der spektakulärsten Trades dieses NHL-Sommers. Der 26-jährige Power Forward verließ die Senators nach acht Jahren und schloss sich den Panthers, den Stanley Cup Champions der Jahre 2024 und 2025, an. Dort trifft er erstmals in der NHL auf seinen Bruder Matthew. Sportlich gewinnt Florida damit einen körperbetonten, offensivstarken Anführer, der perfekt zum aggressiven Spielstil der Panthers passt. Zugleich unterstreicht der Transfer Floridas Ambitionen, den Titel erneut zu erobern. Ottawa erhielt im Gegenzug drei Erstrunden-Picks und weitere Draft-Rechte. Der Trade veränderte damit nicht nur die Kräfteverhältnisse, sondern könnte auch für die Zukunft beider Teams richtungsweisend sein.

CAR@FLA: Tkachuk bringt die Panthers im ersten Drittel mit einem
Powerplaytor auf die Anzeigetafel

Jacob Markstrom (Florida Panthers)

Nach dem Abgang von Sergei Bobrovsky war die Stelle als Nummer eins zwischen den Pfosten bei den Panthers vakant. Die Verantwortlichen entschieden sich, die Stelle mit dem Schweden Jacob Markstrom zu besetzen. Dessen NHL-Karriere begann passenderweise 2010 bei den Panthers. Mittlerweile hat er 578 Partien bestritten (264-231-64). In der vergangenen Saison kam er bei den New Jersey Devils auf eine Bilanz von 23-19-1 mit einem Shutout in 44 Partien. In Sunrise muss er jetzt beweisen, dass er die Panthers nicht nur in die Playoffs tragen, sondern in diesen auch Spiele gewinnen kann. 

Akira Schmid (Florida Panthers)

Apropos Florida Panthers und Torhüter: Da besserte der Stanley Cup Sieger von 2024 und 2025 gleich doppelt nach. Neben Markstrom lotsten die Panthers auch Akira Schmid nach Florida. Der Schweizer begann seine NHL-Karriere bei den New Jersey Devils. Vergangene Saison lief er für die Vegas Golden Knights auf und war mit diesen nur zwei Siege vom Stanley Cup Sieg entfernt. 16-10-6 lautete seine Bilanz bei 34 Auftritten (29 Starts) in der regulären Saison. In Florida ist der Berner prädestiniert dafür, dem designierten Starter Markstrom als Backup den Rücken freizuhalten, aber auch dem Schweden im Training Druck zu machen, was sich leistungsfördernd auf beide auswirken soll. Und sollte Markstrom schwächeln oder sich verletzen, könnte Schmids Stunde als Nummer eins schlagen.

UTA@VGK: Schmid blockt den Schuss am oberen Kreis und stürzt zurück, um auch gegen Durzi zu parieren

Stuart Skinner (Winnipeg Jets)

War es weise Voraussicht? Oder einfach nur eine Aktion aus der Rubrik „Glück gehabt“? Es wird den Winnipeg Jets am Ende egal sein. Star-Torwart Connor Hellebuyck wird wohl auf absehbare Zeit nicht mehr für die Jets auflaufen. Er verlangte einen Trade. Doch bislang kam offenbar kein adäquates Angebot in Winnipeg an. Die Jets sind allerdings auch in einer relativ komfortablen Situation. Denn sie verpflichteten schon zu Beginn der Free-Agent-Periode Stuart Skinner als Keeper. Zunächst mal für zwei Jahre mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 3,75 Millionen US-Dollar. In der Saison 2025/26 bestritt er 50 Spiele für die Pittsburgh Penguins und die Edmonton Oilers und brachte es dabei auf eine Bilanz von 23-17-9 mit zwei Shutouts, einem Gegentorschnitt von 2,92 und einer Fangquote von 88,8 Prozent. Er bestritt außerdem drei Playoff-Partien für die Penguins und kam dabei auf eine Bilanz von 0-3 bei einem Gegentorschnitt von 3,08 und einer Fangquote von 87,3 Prozent. Mit Edmonton war er zweimal in Folge – 2024 und 2025 – im Stanley Cup Finale. Dort unterlagen die Oilers allerdings jeweils den Panthers. Gut möglich, dass ihn die Jets ursprünglich als kompetenten Backup für Hellebuyck verpflichtet haben. Doch Skinner kann auch ohne Probleme in die Rolle der Nummer eins schlüpfen.  

Jacob Trouba (San Jose Sharks)

Auf dem Weg, die Verteidigung zu festigen, haben die Sharks neben Nurse noch einen zweiten Veteranen verpflichtet. Jacob Trouba lief in der vergangenen Saison noch ein paar Hundert Meilen südlicher für die Anaheim Ducks auf und kam auf zehn Tore und 25 Vorlagen in 81 Spielen. Die wohl wichtigere Statistik für die Verantwortlichen in San Jose wird aber gewesen sein, dass er mit 149 geblockten Schüssen die meisten der Ducks-Verteidiger hatte. Bei den Checks (143) lag er auf Platz zwei im Team. Dieses zusätzliche physische Element lassen sich die Sharks in den kommenden vier Jahren jeweils 8,25 Millionen US-Dollar kosten. Ähnlich wie Nurse, hat auch Trouba schon viel Playofferfahrung gesammelt. In 85 Partien in der K.o.-Runde kam Trouba auf fünf Tore und 15 Vorlagen. 

Darren Raddysh (Toronto Maple Leafs)

Stabilität in der Abwehr sucht auch der Letzte der Atlantic Division der vergangenen Saison, die Toronto Maple Leafs. Mit Bobrovsky haben sie auf der Torwartposition schon kräftig nachgelegt. Und auch in der Abwehr ließen sie sich nicht lumpen. Darren Raddysh hat zwar relativ spät den Sprung in die NHL geschafft. In den vergangenen Jahren hat er sich aber zu einer festen Größe in der Hintermannschaft der Tampa Bay Lightning entwickelt. In der vergangenen Saison hat er zudem offensiv aufgedreht mit 22 Toren und 48 Vorlagen in 73 Spielen. In Toronto hat Raddysh einen Vertrag über acht Jahre unterschrieben. Klar würden sie diese Unterstützung für den Angriff gerne auch nehmen, die große Hoffnung ist allerdings, dass der Neue vor allem vor dem eigenen Tor aufräumt. 

Pavel Dorofeyev (New York Rangers)

General Manager Chris Drury war im Sommer ganz schön umtriebig. Ob seine Verpflichtungen allerdings genügen, um in die Playoffs einzuziehen? Die Fans in Manhattan werden sich wohl eher noch ein bisschen gedulden müssen, ehe im Madison Square Garden wieder vom Titel gesprochen werden kann. Immerhin: Im Sommer wurde ein neuer Torjäger verpflichtet. Pavel Dorofeyev hat in den vergangenen beiden Jahren bei den Vegas Golden Knights überzeugt. Erst schoss er 35, dann 37 Tore. 40 Tore in einer Spielzeit sind für den Russen folglich keine Utopie, sondern eher eine Frage des Wann. Der Russe wird in der bevorstehenden Saison einer der Gründe sein, warum die Fans, die ins Stadion der Rangers kommen, auf bessere Zeiten hoffen dürfen.

VGK@CAR: Dorofeyev schießt den Puck an Bussi vorbei

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