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Unerwartete Helden glänzen für Tampa Bay gegen die Penguins

Als es gegen Pittsburgh darauf ankam, überzeugten die Lightning mit ihrer Kadertiefe

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Hedmans Führungstor im Powerplay

PIT@TBL: Hedman mit späten Führungstor im Powerplay

Victor Hedman zieht vom Punkt ab und trifft im Powerplay zur 3:2-Führung der Lightning spät im 3. Drittel

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Dass sie insbesondere in Sachen Offensive aus weit mehr bestehen als der erfolgserprobten Kombination Steven Stamkos (4-6-10), Brayden Point (3-2-5) und Nikita Kucherov (3-6-9), das haben die Tampa Bay Lightning am Mittwoch bewiesen. Die gefeierten Helden beim 3:2-Erfolg gegen die Pittsburgh Penguins in der Amalie Arena waren eher unerwartete.

Im Vorfeld des Spiels konzentrierten sich viele Blicke auf das mit Spannung erwartete Duell der Superstars Stamkos und Sidney Crosby. Im Nachhinein wurde dann vermehrt über andere Akteure gesprochen.

Victor Hedman (2-6-8) war es, der mit seinem in der Endabrechnung entscheidenden Treffer zum 3:2 in der Schlussminute für den Sieg hauptverantwortlich zeichnete. Zudem glänzte Torhüter Andrei Vasilevskiy auf Seiten der Hausherren mit spektakulären Paraden beim finalen Sturmlauf der Penguins.

In den 59 Minuten zuvor zeigen jedoch auch zuletzt eher wenig beachtete Akteure wie Alex Killorn (1-4-5) und Cedric Paquette (1-0-1), wie wertvoll ihre Dienste für Tampa Bay sind und wie sehr sie die Offensive ihrer Mannschaft bereichern können, wenn sie die Chance dazu bekommen.

Die finalen Sekunden des Spiels waren keine Angelegenheit für Fans mit einer Herzschwäche. Pittsburgh drängte trotz der wenigen Sekunden auf der Uhr mit Macht auf den erneuten Ausgleich, doch Vasilevskiy rettete zwei Mal spektakulär.

Zunächst war er 14 Sekunden vor dem Ende gegen Justin Schultz zur Stelle, der es mit einem mächtigen Schlagschuss versuchte. Dann rettete der Torhüter gegen Jake Guentzel zwei Sekunden vor der Schlusssirene. Vasilevskiy tauchte dabei gekonnt ins Eck und schnappte sich die Scheibe mit dem Handschuh, so dass die zwei Punkte in Tampa Bay blieben und die Lightning ihren dritten Sieg aus den vergangenen vier Spielen bejubeln konnten.

Video: Situation Room: Kein Tor für Penguins steht

"Da war am Ende ein großes Durcheinander vor dem Tor. Ich habe nur versucht, irgendwie den Überblick zu behalten und den unteren Teil des Tores bestmöglich abzudecken. Der Schuss kam dann quasi genau in meinen Handschuh", gab sich Vasilevskiy im Nachhinein bescheiden.

Zweifel der Penguins, ob der Puck nicht vielleicht doch die Torlinie überschritten hatte, zerstreute offiziell der durchgeführte Videobeweis. Crosby überzeugte das nicht: "Vielleicht ist da nur der Wunsch der Vater des Gedankens, doch es gibt da ja immer unterschiedliche Perspektiven, die wir nicht alle zu sehen bekommen. Für mich sah es so aus, als habe der Puck die Torlinie kurz überschritten."

Was für die Lightning am Ende neben der zwei Zähler von diesem Abend bleibt, das ist die Erkenntnis, dass die jeweils ersten Saisontore von Killorn und Paquette die Grundlage für diesen Erfolg gelegt haben.

Killorn markierte in der Startphase das 1:0 für die Hausherren (10.), Paquette gelang mit seinem Tor zum 2:2 in der 48. Minute der wichtige Ausgleich.

"Es war für uns nicht einfach, mit dem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand vor dem Schlussdrittel richtig umzugehen. Aber wir sind eine verschworene Truppe, die immer versucht einen Weg zum Sieg zu finden", betonte Hedman. "Heute war unser Powerplay mitentscheidend dafür, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten."

 

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Paquette feierte den Torerfolg in seinem ersten Saisoneinsatz. Er hatte in den ersten acht Spielen aufgrund einer im Preseason-Finale erlittenen Verletzung der oberen Körperhälfte gefehlt.

"Er (Paquette) ist ein extrem wichtiger Spieler für uns", erklärte Lightning-Trainer Jon Cooper. "Dass er so eindrucksvoll zurückgekommen ist, das zeigt wie wichtig er für uns ist."

Stamkos meinte im Hinblick auf den Rückkehrer: "Er ist einer der Spieler, deren Bedeutung man erst so richtig zu schätzen weiß, wenn er einmal nicht mit dabei ist. Es ist klasse, dass er nicht nur direkt einen Treffer markiert hat, sondern unserem Spiel gleich einen anderen Anstrich geben konnte und seiner Reihe (mit Luke Witkowski und Pat Maroon) ein frisches Element zu bringen vermochte. Er ist sehr stark bei den Bullys, in der Defensivarbeit und im Unterzahlspiel. Immer wieder hat er in der Vergangenheit wichtige Tore für uns erzielt. So auch heute."

Und der Rückkehrer selber? Der gab sich demütig und bescheiden: "Tore zu schießen ist ja eigentlich nicht meine Kernaufgabe. Aber natürlich ist es toll, wenn es gelingt. Wir sind diesbezüglich im Kader alle auf einer Wellenlänge, versuchen immer das Maximum herauszuholen. Wir haben schon in der Preseason sehr körperbetont gespielt. Das wird sich nicht ändern."

Doch nicht nur Paquette wurde mit viel Sonderlob überschüttet. Stamkos richtete seinen Blick insbesondere auf die spektakulären Rettungstaten seines Torhüters und auf die gute Moral der Mannschaft: "Vasilevskiy hat uns mit seinen Paraden am Ende gerettet. Ich denke, wir haben es als gesamtes Team verdient gehabt, diesen Sieg einzufahren. Wir sind trotz des Rückstandes im Spiel geblieben und haben das Comeback geschafft."

Die kommende Aufgabe ist für die Lightning nicht minder anspruchsvoll. Am Samstag empfängt das Team aus dem Westen Floridas auf heimischem Eis die Nashville Predators (So. 1 Uhr MESZ, NHL.tv). Ein erneuter Anlauf zu zeigen, wie gut und tief besetzt der Kader der Lightning ist.

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