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18.1. NHL-Spiel-Vorschau: Ovechkins Weg in die Top-10

Ein Treffer trennt den Superstar von Rang zehn in der NHL-Torschützenliste und Patrick Kane steht vor seinem 1000. Punkt

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Freier Autor

Der geborene Torjäger Alex Ovechkin traf auch in seiner 15. Saison mindestens 30 Mal in das gegnerische Tor und steht nun vor dem Sprung unter die besten Torjäger aller Zeiten. Patrick Kane braucht noch zwei Zähler, um eine Schallmauer zu durchbrechen und besonders in der Pacific Division entbrennt ein harter und enger Kampf um die Playoff-Positionen.

Die Spiele am Samstag im Detail:

Ovechkin auf dem Weg in die Top-10

Das Gastspiel der Washington Capitals (32-11-5) bei den New York Islanders (28-14-4) könnte für Alex Ovechkin ein ganz besonderes werden (Sa. 19 Uhr MEZ; NHL.tv, Sport1+, DAZN, Teleclub). Der 34 Jahre alte Angreifer konnte mit seinem 30. Saisontor am Donnerstag als erst zweiter Spieler der NHL-Geschichte in jeder seiner ersten 15 Spielzeiten die 30-Tore-Schallmauer durchbrechen. Mit einem weiteren Treffer gegen die Islanders würde Ovechkin in die Top-10-Scorer der NHL-Historie aufsteigen und Mario Lemieux überholen. "Lemieux war eines meiner Idole als ich aufgewachsen bin. Ich hatte Glück und durfte noch gegen ihn spielen. Das ist großartig", huldigte Ovechkin der Legende. Trotz allem wird der russische Angreifer alles daran setzen Lemieux aus den zehn besten Punktesammlern zu verdrängen. Vielleicht schon gegen die Islanders.

 

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Blackhawks im Aufwind - Kane vor 1000. Punkt

Für die Chicago Blackhawks (22-20-6) gilt es die Aufholjagd in der Central Division fortzusetzen. Das Team um Patrick Kane, der acht Partien in Serie gepunktet hat (vier Tore, neun Vorlagen), gastiert bei den Toronto Maple Leafs (25-16-7) in der Scotiabank Arena (So. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). Mit drei Siegen hintereinander konnten die Blackhawks ihren Abstand auf die Playoff-Ränge verkürzen. Fünf Punkte trennen Sie von den Edmonton Oilers, die den zweiten Wildcard-Platz innehaben. Gegen Toronto wird Chicago wieder auf Superstar Kane angewiesen sein, sollte er zwei Punkte erzielen, würde der Angreifer die magische 1000-Punkte-Marke erreichen und sich einen Platz in den Geschichtsbüchern schon heute sichern.

 

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Enger Kampf in der Pacific Division

Gerade einmal zwei Punkte trennen die Top-Fünf-Teams in der Pacific Division. Im Duell der Arizona Coyotes (26-19-5) mit den Edmonton Oilers (25-18-5) im Rogers Place (Sa. 21 Uhr MEZ; NHL.tv) entbrennt der Kampf um die drei direkten Playoff-Ränge vollständig. "Wenn es so eng ist und so viele Teams beieinander liegen, dann hat man es sich verdient, wenn man in die Playoffs kommt. Man schafft das nicht indem man sich durchmogelt. Man muss es sich erarbeiten, weil so viele Mannschaften in der Verlosung sind", blickte Edmontons Trainer Dave Tippett auf das Spiel voraus. Connor McDavid und Leon Draisaitl werden auch gegen die Coyotes ihre Punkteserien (McDavid fünf Partien, Draisaitl sieben Spiele) fortsetzen müssen, um ihre Oilers an Arizona vorbeizuschieben. Auch die beiden bisherigen Partien der Saison versprechen einen engen Kampf. Jedes Team konnte einmal gewinnen und beide Matches endeten nach 60 Minuten unentschieden. 

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Central-Division-Duell

Nach einem 3:0-Erfolg über die San Jose Sharks empfangen die Colorado Avalanche (26-15-6) den amtierenden Stanley Cup Champion, die St. Louis Blues (30-10-8), und wollen die vermutlich letzte Chance wahren, einen Angriff auf den ersten Rang der Central Division zu starten (Sa. 21 Uhr MEZ; NHL.tv, Sport1+, DAZN). Nach vier Niederlagen in Serie (0-2-2) profitierten die Avalanche gegen San Jose von einem herausragend aufgelegten Phillip Grubauer, der ohne Gegentor blieb. Gegen die Blues müssen alle Akteure Colorados eine Top-Leistung abliefern, wollen sie den auf zehn Punkte enteilten Kontrahenten noch unter Druck setzen. Das bislang letzte Aufeinandertreffen beider Teams gewannen die Avalanche am 3. Januar mit 7:3. Seitdem konnten die Blues eine Bilanz von 4-0-2 vorweisen und somit immer punkten.

Video: SJS@COL: Grubauer spielt zu Null bei Avalanche-Sieg

Vegas will erneut unter DeBoer siegen

Im heimischen Bell Centre treffen die Montreal Canadiens (21-21-7) auf die Vegas Golden Knights (25-19-6) und wollen ihre Formkurve in die richtige Richtung drehen (So. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). Für die Golden Knights gilt es auch in der zweiten Partie unter ihrem neuen Trainer Peter DeBoer zu siegen. Bei den Ottawa Senators gewann Vegas mit 4:2 und bescherte DeBoer damit am Donnerstag einen Einstand nach Maß. Gegen angeschlagene Canadiens (3-6-1 aus den vergangenen zehn Partien) müssen die Golden Knights ihrem Coach beweisen, dass er mit seiner ersten Analyse richtig lag. "Wir haben hier ein gutes Team. Es gibt ein paar Dinge, die wir ausräumen müssen, aber es ist mehr positiv als negativ", sagte er nach dem Sieg gegen Ottawa.

 

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Columbus arbeitet an Siegesserie

Kein Team konnte seit dem 9. Dezember mehr Punkte sammeln, als die Columbus Blue Jackets (24-16-8). Zuhause im Spiel gegen die New Jersey Devils (17-23-7) wollen die Blue Jackets ihren 30 Punkten aus dieser Zeitspanne weitere hinzufügen (So. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). "Ich glaube wir sind selbstbewusst, wir sind sogar sehr selbstbewusst", freute sich Columbus Stürmer Nick Foligno über die vier Spiele andauernde Siegesserie und die starken Leistungen seit Anfang Dezember. Gegen die Carolina Hurricanes lieferten die Blue Jackets am Donnerstag nicht ihre beste Leistung ab und waren mit der Partie, abgesehen vom 3:2-Endstand, nicht zufrieden. "Es gibt immer Dinge, die du daraus mitnehmen kannst", sagte Foligno. Ob es Columbus gelungen ist, die Lehren zu ziehen wird sich gegen New Jersey zeigen.

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Flyers brauchen Motivationsschub auch gegen Underdogs

Mit Siegen gegen St. Louis, Washington und Bosten zeigten die Philadelphia Flyers (24-17-6) zu welchen Leistungen sie in der Lage sind, doch gerade gegen Teams aus dem Tabellenkeller scheint es aktuell zu hapern. Im Duell mit den Los Angeles Kings (18-26-5) im Wells Fargo Center (So. 1 Uhr MEZ; NHL.tv) können die Flyers beweisen, dass die 1:4-Niederlage gegen die Canadiens am Donnerstag ein Ausrutscher war. Flyers-Trainer Alain Vigneault ist die enge Tabellensituation bekannt, und er freut sich über die Siege in den Partien gegen die Top-Teams. "Aus emotionaler Sicht verstehe ich es", gab er sich über die Niederlage gegen die Canadiens verständnisvoll. "Die Punkte sind aber die gleichen. Dieses Spiel war zwei wert. Man muss dafür alles geben. Man muss bereit sein." Gegen die Kings können seine Spieler beweisen, dass sie die mahnenden Worte verstanden haben.

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Nashvilles Gewöhnungsphase an Hynes

John Hynes wird in der Heimpartie gegen die Buffalo Sabres (22-19-7) sein sechstes Spiel als Trainer der Nashville Predators (21-18-7) absolvieren (So. 2 Uhr MEZ; NHL.tv). Nach fünf Partien kann er zwei Erfolge und drei Niederlagen vorweisen und es zeigt sich, dass die Anpassungsphase des Teams an den neuen Trainer noch nicht abgeschlossen ist. Nach über fünf Spielzeiten unter Peter Laviolette müssen sich die Spieler noch an den neuen Coach mit neuem System gewöhnen. Das mangelnde Selbstvertrauen nach einer schwachen Saison ist hierbei nicht hilfreich, wie sich in den zwei Niederlagen aus den vergangenen beiden Partien zeigte. "Niemand wird uns Selbstbewusstsein schenken. Es kommt durch Vorbereitung, dadurch wie man spielt, indem man die richtigen Dinge tut", stellte Hynes klar. Die Sabres haben genau dieses Vertrauen in sich selbst, nachdem sie die vergangenen drei Partien gewonnen haben. Ein großer Prüfstein für Hynes und die Predators.

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Tabellenführung im Blick

Nach dem Ertönen der Schlusssirene werden die Calgary Flames (26-18-5), zu Gast bei den Ottawa Senators (16-23-8) (Sa. 22 Uhr MEZ; NHL.tv), für zehn Tage spielfrei sein. Aktuell rangieren die Flames auf dem ersten Platz der Pacific Division, punktgleich mit den Arizona Coyotes, zwei Punkte vor dem fünften Rang. "Natürlich wollen wir die letzte Partie vor der Pause gewinnen", setzte Calgary-Trainer D.J. Smith die Zielstellung fest. Die zwei Punkte sind wichtig, damit die Flames in den zehn freien Tagen nicht plötzlich in der Tabelle der Pacific Division abstürzen. Das bislang einzige Duell der beiden Teams in dieser Saison gewannen die Flames am 1. Dezember mit 3:1. 

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Florida auf Auswärtstour

Sechs Spiele in der Fremde stehen für die Florida Panthers (25-16-5) hintereinander an, nur unterbrochen vom All-Star Game. Bei den Detroit Red Wings (12-32-4) beginnt die Tour durch die USA und Kanada (So. 1 Uhr MEZ; NHL.tv), die erst am 4. Februar in Columbus enden wird. "Das werden wichtige Spiele für uns", ist sich Panthers-Trainer Joel Quenneville bewusst. "Wir müssen, zumindest die meiste Zeit, so spielen, wie am Ende unserer Heimserie. Jedes Spiel ist wichtig und diese Punkte sind für uns wertvoll." Sollte Florida auch in der Fremde die Drei-Spiele-Siegesserie und die gute 7-3-0 Bilanz fortsetzen, so könnten sie im Osten noch an den Playoff-Rängen schnuppern.

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Canucks-Heimsieg-Serie auf dem Prüfstand

Eine Reise zu den Vancouver Canucks (26-18-4) ist derzeit für kein NHL-Team ein Vergnügen. Die Serie von sieben Heimsiegen der Canucks in Folge wollen die San Jose Sharks (21-24-4) durchbrechen (So. 4 Uhr MEZ; NHL.tv). "Eigentlich will man ein Team sein, das daheim und auswärts gut spielt, aber wir sind hier wirklich verdammt gut", lobte Vancouvers Trainer Travis Green seine Mannschaft. Nach einem unbefriedigendem Fünf-Spiele-Auswärts-Trip mit nur zwei Siegen konnten die Canucks am Donnerstag in der Rogers Arena gegen die Arizona Coyotes siegen. Die Heimbilanz (15-5-3) ist herausragend und für die in der Fremde schwachen Sharks (8-13-3) eine echte Herkulesaufgabe. Ob die mit zwei Niederlagen nach Kanada reisenden Sharks die Serie der Canucks beenden können, ist zumindest fraglich.

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Dallas auf Playoffkurs

Mit einer 7-3-0-Bilanz aus den vergangenen Spielen konnten sich die Dallas Stars (27-16-4) den dritten Rang in der Central Division sichern. Bei den Minnesota Wild (21-20-6) geht es nun darum den hart erkämpften Platz zu verteidigen (So. 3 Uhr MEZ; NHL.tv). Besonders die Defensive der Stars beeindruckte in den vergangenen zehn Partien. Nur den Chicago Blackhawks gelang es am Donnerstag mehr als zwei Tore gegen die beste Defensive der Liga zu erzielen. Dallas ist das Team, das nach Rückständen die meisten Partien in der Liga gedreht hat (8), doch nicht immer gelingen die Aufholjagden nach einem verpatzten Start. "Man wird in dieser Liga nicht jedes Match mit einem Comeback gewinnen", sagt Stars-Trainer Rick Bowness und gibt damit die Marschrichtung gegen Minnesota vor.

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