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Christian Ehrhoff beendet wohl NHL Karriere

Der Traum vom Stanley Cup Gewinn bleibt unerfüllt, weil der deutsche Verteidiger in die DEL zurückkehrt

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Was sich nach seinem Abschied aus dem Training Camp der Boston Bruins ohne Vertrag abzeichnete, ist nun Gewissheit. Christian Ehrhoff will sich um ein Engagement in der DEL bewerben und kehrt der NHL den Rücken. Die erfolgreiche Karriere des deutschen Verteidigers in Nordamerika scheint somit nach 789 Spielen in der regulären Saison und weiteren 73 in den Playoffs beendet.

Ehrhoff war für die San Jose Sharks, wo er 2003 seine Laufbahn in der NHL begann, Vancouver Canucks, Buffalo Sabres, Pittsburgh Penguins, Los Angeles Kings und Chicago Blackhawks aktiv und kommt auf 340 Punkte bei 74 Toren und 266 Assists in der regulären Saison, sowie 34 Punkte bei sieben Toren und 27 Assists in den Playoffs.

Sein großer Traum vom Stanley Cup Gewinn platzte im Jahr 2011 ausgerechnet im siebten Spiel des Finales zu Hause gegen die Bruins, als er mit den Canucks 0-4 in diesem entscheidenden Spiel unterlag.

Trotz eines starken Auftritts in der Olympia-Qualifikation mit Deutschland und beim anschließenden World Cup of Hockey konnte sich der gebürtige Moerser nicht für einen neuen Vertrag empfehlen. Boston hätte ihn zwar an sich gebunden, doch ohne die Gewissheit nicht ins Farmteam abgeschoben werden zu können bzw. als siebter Verteidiger auf der Tribüne zu sitzen, wollte Ehrhoff im Alter von 34 Jahren keinen Vertrag mehr eingehen. So scheiterten die Verhandlungen.

Seitdem gab es vermehrt Gerüchten, Teams in ganz Europa würden Ehrhoff jagen. Dieser betonte allerdings, dass sein Heimatklub Krefeld Pinguine erster Ansprechpartner sein werde. Allerdings gab er in einem Gespräch mit der Zeitung Rheinische Post jetzt bekannt, dass er auf jeden Fall in die DEL wechseln werde, aber nicht nach Krefeld.

"In einem persönlichen Gespräch habe ich dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass ich nicht für die Pinguine spielen werde", sagte Ehrhoff der RP. "Meine Entscheidung hat primär keine finanziellen, sondern nur sportliche Gründe. Ich möchte mich für einen Klub entscheiden, bei dem ich mich so optimal wie möglich auf die Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele vorbereiten kann."

Dem Vernehmen nach sind die Eisbären Berlin, der EHC München und die Kölner Haie die heißesten Kandidaten für ein Engagement. Eine Ausstiegsklausel für eine Rückkehr in die beste Liga der Welt will sich Ehrhoff aber vorbehalten.

 

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