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Winnipeg will mit Erfahrung den nächsten Schritt

31 in 31: Die Jets vertrauen weiterhin auf ihren Kern der letzten Saison mit dem Erfolg Conference Finale im Rücken

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Die NHL-Saison 2018/19 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Vor dem Start der Trainingslager analysiert NHL.com/de ab dem 5. August die 31 Teams der Liga in 31 Tagen. Zu jeder Mannschaft gibt es in der Serie "31 in 31" zwei Berichte mit interessanten Fakten, Einschätzungen und Einblicken.

In dieser Folge: Winnipeg Jets

Bilanz 2017/18: 52-20-10, 2. in der Central Division
Playoffs 2018: 4:1-Niederlage im Western Conference Finale gegen die Vegas Golden Knights
Trainer: Paul Maurice, seit dem 12. Januar 2014

Neuzugänge: Laurent Brossoit (Free Agent, Edmonton Oilers), Dennis Everberg (Free Agent, KHL), Seth Griffith (Free Agent, Buffalo Sabres), Nicolas Kerdiles (Anaheim Ducks),

Abgänge: Chase De Leo (Anaheim Ducks), Steve Mason, Joel Armia (beide Montreal Canadiens), Toby Enstrom (Schweden), Matt Hendricks (Minnesota Wild), Michael Hutchinson (Florida Panthers), Paul Stastny (Vegas Golden Knights), Julian Melchiori (Florida Panthers) Buddy Robinson (Calgary Flames), Michael Sgarbossa (Washington Capitals), Jan Kostalek (Tschechien), Jamie Phillips (AHL)

 

[Lies noch mehr 31 in 31 Saison-Vorschauen von NHL.com/de]

 

Die Winnipeg Jets erlebten in der Spielzeit 2017/18 eine historische Saison. Nach enttäuschenden 78 Punkten 2015/16, mit denen sie die Stanley Cup Playoffs klar verpasst hatten und 87 Punkten 2016/17, die den neunten Platz in der Western Conference und damit das erneute Aus bedeuteten, zeigten sie sich so stark wie nie zuvor.

Mit beeindruckenden 114 Zählern eroberten sie nicht nur Platz zwei in der Central Division, sie sammelten sogar die zweitmeisten Punkte der gesamten NHL, nur übertroffen von den 117 Punkten der Nashville Predators.

Dennoch reichte es nicht für das Stanley Cup Finale. Nach Siegen gegen die Minnesota Wild in fünf Spielen und gegen die Predators in sieben Spielen, scheiterten sie im Conference-Finale in fünf Partien an den Vegas Golden Knights.

Video: WPG@VGK, Sp3: Scheifele versenkt den Zweiten

"Das Conference-Finale zu erreichen war eine unglaubliche Errungenschaft, aber am Ende bringt es uns nichts und wir haben nichts erreicht", steckte Center Mark Scheifele bereits höhere Ziele für die kommende Saison. "Wir haben alle diesen Hunger in uns, wir wollen alle mehr."

"Nichts erreicht", ist trotzdem stark untertrieben. Die Jets gewannen erstmals in ihrer Franchise-Geschichte ein Playoff-Spiel, sammelten die meisten Punkte in der Franchise-Geschichte, die meisten Siege, die zweitmeisten Tore (273) und die zweitwenigsten Gegentore (216) in einer vollen NHL-Saison (204 in der Saison 2014/15, 141 in 48 Spielen in der Lockout-Saison 2012/13).

Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Jets in ihrem Kader auch in der kommenden Saison größtenteils auf den gleichen Kern vertrauen. Zu den wenigen namhaften Abgängen zählen Center Paul Stastny und Matt Hendricks, Außenstürmer Joel Armia, Verteidiger Toby Enstrom und Torwart Steve Mason.

Stastny kam erst zur Trade Deadline von den St. Louis Blues, bewies mit 13 Punkten (vier Tore, neun Assists) in 19 Spielen der regulären Saison und 15 Punkten (sechs Tore, neun Assists) in 17 Playoff-Partien seinen Wert. Ihn zu ersetzen wird die größte Aufgabe in der Offensive sein. Veteran Bryan Little ist einer der aussichtsreichsten Kandidaten für den Posten als Center der zweiten Reihe. Er spielte bereits auf der Position, bevor Stastny zu den Jets kam.

Im Angriff liegt ohnehin die größte Stärke der Jets. Mit einer gesunden Mischung aus erfahrenen Spielern, wie Blake Wheeler, Little und Matthieu Perrault und jungen, talentierten Torjägern wie Patrik Laine, Nikolaj Ehlers und Kyle Connor, stellen die Jets eine der gefährlichsten Offensiven der gesamten Liga.

 Video: WPG@PHI: Laine schießt sein 40. Saisontor

"Sie sind jung, sie sind hungrig", erwartet auch General Manager Kevin Cheveldayoff ein entschlossenes Auftreten von seinen Spielern. "Wir haben einen guten Kern aus Veteranen als Anführer, einen guten Motor aus Spielern im mittleren Alter und einige wirklich sehr gute junge Spieler, die Erfahrung gesammelt haben."

Einer dieser jungen Spieler, der sich als Stütze von unschätzbarem Wert für das Team erwies, fand sich auch am anderen Ende der Eisfläche. Der mit 25 Jahren für seine Position noch relativ junge Torwart Connor Hellebuyck überraschte die gesamte Liga mit überragenden Leistungen. Seine 92,4 Prozent Fangquote, sein Gegentorschnitt von 2,36 und seine sechs Shutouts in 67 Spielen brachten ihm einen Platz im Finale um die Vezina Trophy für den besten Torwart der Saison ein.

 

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Mit einem jungen und gefährlichen Angriff, einem der besten Torhüter der Liga und einer stabilen Abwehr rund um Veteran Dustin Byfuglien, sind die Jets bestens für die kommende Saison gerüstet und haben den Respekt ihrer Gegner. Die gesammelten Erfahrungen dürften das Team nur noch stärker machen, so dass Winnipeg eine ernstzunehmende Chance hat, nicht nur im Rennen um die Playoffs ein ernstes Wort mitzureden, sondern auch in der Runde der letzten 16 einer der letzten Kontrahenten sein dürfte, auf den die anderen Teams treffen wollen.

"So hart es auch ist, vielleicht haben wir diese Feuertaufe gebraucht", sieht auch Kapitän Blake Wheeler, der seinen auslaufenden Vertrag am Dienstag um weitere fünf Jahre verlängerte, die vergangenen Playoffs als wertvolle Lektion. "Wir hatten viele Spieler, die noch nicht viel Erfahrung in den Playoffs, oder generell in dieser Liga hatten. Ich denke, unser Team hat jetzt gelernt, wie die Dinge laufen."

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