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Ovechkin arbeitet weiter an seinem Vermächtnis

Mit seinem achten Titel als bester Torschütze der Liga setzt Ovechkin erneut ein Ausrufezeichen

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Am Mittwoch versammelte sich die Elite der NHL in Las Vegas zu den NHL Awards, der Vergabe der Trophäen für die herausragenden Akteure der Saison in unterschiedlichen Kategorien. In manchen Kategorien wurden Spieler erstmals ausgezeichnet, in anderen Kategorien gab es keine Überraschung. Letzteres ist der Fall für die Maurice "Rocket" Richard Trophy, mit der der beste Torschütze der Saison ausgezeichnet wird. Zum achten Mal ging der Preis an Alex Ovechkin.

Der 33-jährige Russe erzielte in der abgelaufenen Saison 51 Tore und landete damit einen Treffer vor Leon Draisaitl. Die Frage, wer am Ende der Saison an der Spitze der Torschützenliste steht, erübrigt sich mittlerweile. Der Kapitän der Washington Capitals gewann die Trophäe bereits zum achten Mal, so oft wie kein anderer Spieler. In den vergangenen sieben Jahren verpasste er den Titel des besten Torjägers in der NHL lediglich 2017, als Sidney Croby die Liga mit 44 Toren anführte.

Video: Alex Ovechkin holt die achte "Rocket" Richard Trophy

44 Tore scheinen unter Ovechkins Würde, immerhin kam er bereits zum achten Mal in seinen 14 NHL-Saisons auf mindestens 50 Treffer. Öfter gelang das nur Mike Bossy und Wayne Gretzky. Ovechkin überholte Bossy bereits in der Saison 2017/18 in der ewigen Torschützenliste, in der er aktuell auf Rang 13 liegt. 658 Mal brachte er in der regulären Saison die Torsirene zum erklingen. Sollten ihm nächste Saison erneut 50 Tore oder mehr gelingen, würde er sich mindestens auf Platz sieben verbessern. Angeführt wird die Liste von Wayne Gretzky, der 894 Mal traf. Ein Unterschied von 236 Toren, bei Ovechkins bisherigem Durchschnitt von 47 Toren pro Saison wären das fünf Spielzeiten, um den größten Spieler aller Zeiten zumindest in der Kategorie der Torjäger vom Thron zu stoßen.

Zugegeben, Ovechkin wird nicht jünger und im Alter nimmt die Produktivität eines Spielers für gewöhnlich ab, vor allem die offensive Durchschlagskraft leidet unter dem Zahn der Zeit. An Ovechkin ist jedoch nichts gewöhnlich. Mit seinen 33 Jahren hat er das beste Alter für einen Eishockeyspieler bereits hinter sich gelassen, trotzdem scheint er nicht nachzulassen. Im Gegenteil, in der abgelaufenen Saison erzielte er seine meisten Tore seit 2014/15 und seine meisten Punkte (89) seit 2009/10, als er 109 Zähler sammelte. Trotz der Menge an außergewöhnlichen Spielern wie Sidney Crosby, Connor McDavid, Leon Draisaitl, oder Nikita Kucherov, findet nach wie vor kein Spieler einen Weg Ovechkin zu überbieten.

 

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Die Rocket Richard Trophy ist nach Maurice Richard benannt, dem ersten Spieler, der in einer Saison 50 Tore erzielte. Das gelang ihm in der Saison 1944/45 in 50 Spielen. Richard wurde in Diensten der Montreal Canadiens zum ersten Spieler, der die Marke von 500 Toren knackte und beendete seine Karriere 1960 mit 544 Toren als bis dahin erfolgreichster Torjäger der NHL-Geschichte. Gordie Howe überbot seinen Rekord von 544 Toren zwar bereits 1963, allerdings sollte es nach Richards erster Saison mit 50 Toren 20 Jahre dauern, ehe 1965 mit Bobby Hull zum ersten Mal ein anderer Spieler so oft in einer Saison traf.

Richards Status als Legende ist unumstößlich. Er war ein revolutionärer Spieler und die Trophäe für den besten Torjäger ist vollkommen zurecht nach ihm benannt. Allerdings gibt sich Ovechkin alle Mühe, Argumente für die Umbenennung des prestigeträchtigen Preises zu liefern.

Video: WSH@TBL: Ovechkin schießt 50 Tore zum achten Mal

Ovechkin zeigt Jahr für Jahr, dass er zweifellos einer der besten Torschützen aller Zeiten ist und ein Ende seiner Jagd nach Rekorden und Meilensteinen ist nicht in Sicht. Er ist auf dem besten Weg sich unter einen weiteren elitären Kreis zu spielen, nämlich die Spieler, die nach Beendigung ihrer Karriere umgehend in die Hockey Hall of Fame aufgenommen werden. Normalerweise gilt eine Warteperiode von drei Jahre, auf die in Ausnahmefällen jedoch verzichtet werden kann. Bei Richard war das der Fall, genau wie bei Gretzky und Howe. 

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