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Ovechkin unangefochten die Nummer 1

Am Russen kommt keiner vorbei. NHL.com/de wirft einen Blick auf die derzeit zehn Besten auf dem linken Flügel

von Christian Treptow @NHLde / NHL.com/de Autor

In der NHL trifft die Eishockey-Elite der Welt aufeinander. NHL.com/de präsentiert eine Auswahl der besten Spieler auf ihrer Position. In der heutigen Ausgabe geht es um die besten Linksaußen der Liga.

Mit genauen Positionsangaben ist es bei so einer schnellen Sportart wie Eishockey nicht ganz einfach. Doch im Ernstfall sieht man ganz genau, wer sich auf welcher Position am wohlsten fühlt. Alex Ovechkin ist dann in der Regel auf der linken Seite des Eises zu finden. Wenig überraschend: Der Russe führt die Liste der zehn besten Spieler auf dem linken Flügel von NHL.com/de an. Dahinter ist eine bunte Mischung aus Spielern, die mal mehr, mal weniger erfahren sind und nicht immer nur durch die Anzahl ihrer Scorerpunkte überzeugen. 

 

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10. Jonathan Huberdeau - Florida Panthers

Es herrscht Aufbruchstimmung in Florida. Die liegt hauptsächlich begründet im neuen Headcoach Joel Quenneville und dem neuen Keeper Sergei Bobrovsky. Ein Teil der Mannschaft, der gemeinsam mit den Neuen wieder für bessere Zeiten im Sunshine State sorgen soll, ist schon vorhanden. Dazu gehört Jonathan Huberdeau. Die Panthers haben ihn im NHL Draft 2011 in der ersten Runde an dritter Stelle gezogen. Und seitdem sammelt er fleißig Scorerpunkte. In der vergangenen Saison kam er zum ersten Mal in seiner Karriere auf 30 Tore. Aber auch auf das Vorbereiten versteht sich der 26-Jährige. In 467 Spielen der regulären Saison sammelte er 234 Assists. Gute Hände und eine ausgezeichnete Übersicht zeichnen ihn aus und bringen ihm Platz neun in dieser Rangliste ein.

9. Alex DeBrincat - Chicago Blackhawks

Gerade mal zwei komplette Spielzeiten in der NHL hat DeBrincat vorzuweisen. Und doch schafft es der 21-Jährige unter die zehn Besten auf dem linken Flügel. Zugegeben, da ist auch viel Vorschusslorbeer dabei. Doch was der US-Amerikaner bislang gezeigt hat, ist aller Ehren wert. In 164 Spielen hat er es auf 69 Tore gebracht. 41 davon hat er in der abgelaufenen Runde geschossen. Dabei profitiert DeBrincat selbstverständlich auch davon, dass er in der zweiten Reihe mit Dylan Strome als Center, vor allem aber mit Superstar Patrick Kane auf dem rechten Flügel aufläuft. DeBrincats Leistung ist umso erstaunlicher, da er mit 1,70 Meter und knapp 75 Kilogramm nicht gerade über Gardemaß verfügt. Stoppen kann ihn das bislang nicht. Man darf gespannt sein, was er in den kommenden Jahren noch zeigt.

Video: CHI@SJS: DeBrincat trifft zu seinem 40. Tor

8. Jamie Benn - Dallas Stars

Er ist der Leader der Dallas Stars: Benn ist regelmäßig für 30 bis 40 Treffer pro Saison gut. 2014/15 reichten 87 Scorerpunkte (32 Tore, 55 Assists) für den Gewinn der Art Ross Trophäe als bester Scorer der Hauptrunde. Ein Jahr später war er mit 89 Punkten sogar nochmal besser. Es war sein bislang bestes Jahr, in dem er mit 41 Toren auch gleichzeitig seinen Karrierebestwert aufstellte. Was Benn ausmacht: Nach einer etwas schwächeren Runde ist er bislang immer wieder gestärkt zurückgekommen. Mit Joe Pavelski bekommt Benn höchstwahrscheinlich einen neuen Sturmpartner auf dem rechten Flügel in der ersten Reihe, wenn die Saison 2019/20 beginnt. Benns Punkteproduktion sollte darunter nicht leiden.

7. Jake Guentzel - Pittsburgh Penguins

Erster Wechsel, erster Schuss, erstes NHL-Tor - so sah Guentzels Debüt im Dress der Pittsburgh Penguins am 16. November 2016 im Spiel gegen die New York Rangers aus. Mitte Januar 2017 gehörte er fest zum Kader der Penguins. Höhepunkt seiner Premierensaison war der Gewinn des Stanley Cups. Auch in den Playoffs scorte der heute 24-Jährige zuverlässig und hatte so wesentlichen Anteil am Gewinn. Hilfreich dabei: In der Regel ist Guentzel zusammen mit Center Sidney Crosby auf dem Eis. In der abgelaufenen Spielzeit brachte es Guentzel zum ersten Mal in seiner Karriere auf 40 Tore in einer Saison. Kann er das in den kommenden Jahren bestätigen, wird er auch in diesem Ranking klettern. 

 

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6. Gabriel Landeskog - Colorado Avalanche

Der 26 Jahre alte Schwede ist ein ausgezeichneter Zwei-Wege-Spieler. Der Gewinner der Calder Trophäe als bester Liga-Neuling der Saison 2011/12 weiß, wo das gegnerische Tor steht, kann aber auch austeilen. Den Beweis dafür lieferte er gleich in seiner ersten Spielzeit, als er 20 Tore, aber auch 200 Hits verbuchte. Landeskog war nach Dion Phaneuf 2005/06 erst der zweite Rookie der NHL, dem das gelang. Beim Team aus Denver war man schon früh von den Leader-Qualitäten Landeskogs überzeugt. Mit 19 Jahren und 286 Tagen bekam er das C des Kapitäns auf die Brust. Damit ist er nach Connor McDavid, der 20 Tage früher ins Amt kam, der jüngste Kapitän in der NHL-Geschichte. 34 Tore in der Saison 2018/19 sind Karrierebestwert. In der ersten Reihe der Avs an der Seite von Nathan MacKinnon sollten auch in Zukunft 20 bis 30 Tore drin sein. 

5. Jeff Skinner - Buffalo Sabres

Die Eishockeyfans in Buffalo hatten in den vergangenen Spielzeiten nicht viel Grund zur Freude. Die Tore von Skinner gehörten aber dazu. 40-mal ließ der 27-Jährige 2018/19 das rote Lämpchen hinter dem Tor aufleuchten. 2010 drafteten die Carolina Hurricanes Skinner an siebter Stelle in der ersten Runde. Seine Ausbeute bei den Hurricanes war auch gut - etwa 20 bis 30 Tore gelangen ihm pro Saison. Doch erst mit dem Wechsel nach Buffalo waren es erstmals 40 Treffer in der Karriere des Kanadiers. Mit Jack Eichel und Sam Reinhart als Sturmpartner sollte Skinner diese Marke auch in den kommenden Jahren ins Visier nehmen können. Und vielleicht reicht es dann auch fürs Treppchen bei den besten Stürmern auf dem linken Flügel - und noch mehr Jubel bei den Fans in Buffalo.

Video: NYR@BUF: Skinner mit seinem zweiten Treffer im Spiel

4. Johnny Gaudreau - Calgary Flames

Dass die besten Spieler eines Draft-Jahrgangs nicht immer zwangsläufig in der ersten Runde zu finden sind, beweist der Fall Johnny Gaudreau. Der heute 25-Jährige wurde 2011 von den Calgary Flames erst in der vierten Runde als 104. Pick insgesamt gezogen. Sein NHL-Debüt feierte "Johnny Hockey" am letzten Spieltag der Saison 2013/14. Beim 1:5 gegen die Vancouver Canucks gelang ihm sein erstes Tor. Seitdem ist er aus dem Kader der Flames nicht mehr wegzudenken. 99 Punkte in der Saison 2018/19 sind bislang der beste Wert, den Gaudreau aufgestellt hat. Der fünfmalige Allstar ist das Versprechen für eine rosige Zukunft des Teams aus Alberta. Gaudreau hat einen ausgeprägten Torriecher. Nach 36 Treffern in der abgelaufenen Spielzeit scheinen 40 Tore nicht unrealistisch. Aber auch als Vorbereiter versteht sich der US-Amerikaner. Weshalb wohl auch bald die erste 100-Punkte-Saison in der Vita Gaudreaus auftauchen dürfte. 

3. Brad Marchand - Boston Bruins

Wie kein Zweiter in dieser Liste dürfte Brad Marchand polarisieren. Die einen stehen auf seine spektakulären Tore, die anderen lehnen ihn ab, weil er auch die eine oder andere Aktion in seinem Repertoire hat, die nicht immer ganz astrein ist. Mit 20 Spielen in der Saison 2009/10 gab er seine erste Duftmarke in der NHL ab. Ein Assist aus diesen Partien deuteten damals aber noch nicht darauf hin, dass Marchand einer der besten Scorer im Trikot der Bruins werden könnte. Gleich in seiner ersten vollen Spielzeit feierte er mit Boston den Gewinn des Stanley Cups. Im Finale der vergangenen Spielzeit unterlagen die Bruins in sieben Spielen den St. Louis Blues. Die reguläre Saison war für den 31-Jährigen allerdings die persönlich Beste seiner bisherigen Laufbahn. Zum ersten Mal wurde es mit 100 Punkten dreistellig. Doch sein Wert für die Mannschaft beschränkt sich nicht nur auf Tore und Vorlagen. Er ist einer der Anführer der Bruins und versteht es, seine Teamkameraden immer wieder mitzureißen. Auch wenn die Art und Weise bei den Gegnern nicht immer gut ankommen.

2. Artemi Panarin - New York Rangers

Er war einer der am heißesten gehandelten Free Agents des Sommers. Am Ende landete Artemi Panarin bei den New York Rangers. Zwei Jahre spielte der Russe im Trikot der Columbus Blues Jackets. In 160 Partien gelangen ihm 169 Scorerpunkte (55 Tore, 114 Assists). Die 87 Scorerpunkte der abgelaufenen Spielzeit sind Franchiserekord beim Team in Ohio. Bei solchen Statistiken ist es kaum zu glauben, dass kein NHL-Verein Panarin gedraftet hat. Am 1. Mai 2015 unterschrieb der heute 27-Jährige einen Vertrag bei den Chicago Blackhawks, nachdem er in den Jahren davor in der Kontinental Hockey League für Furore gesorgt hatte. In Chicago schlug er auch gleich ein, brachte in einer Reihe mit Artem Anisimov und Patrick Kane die gegnerischen Verteidigungsreihen zur Verzweiflung. Der Lohn für 30 Tore und 77 Scorerpunkte in seiner ersten NHL-Saison 2015/16 war die Calder Trophy für den besten Neuling der Liga. Am 23. Juni 2017 schickten die Blackhawks Panarin nach Ohio zu den Blue Jackets. Auch dort ließ seine offensive Produktion nicht nach. Mit seinen Leistungen hatte er wesentlichen Anteil daran, dass Columbus zweimal in Folge in die Playoffs kam. Er ist ohne Zweifel ein Spieler, der in den entscheidenden Momenten den Unterschied machen kann und auch Lücken für seine Mitspieler reißt, weshalb Panarin auf Platz zwei der besten Flügelspieler auf der linken Seite kommt.

Video: CBJ@NYR: Panarin zieht in die Mitte und trifft

1. Alex Ovechkin - Washington Capitals

Das war einfach: Bester Stürmer auf dem linken Flügel ist ganz klar Alex Ovechkin. Der 33 Jahre alte Russe hat sich seit seiner Rookie-Saison 2005/2006 als wahre Scoring-Maschine erwiesen und treibt den gegnerischen Verteidigern regelmäßig den Angstschweiß auf die Stirn. Acht Mal sicherte er sich schon die Maurice Richard Trophäe als bester Scorer der NHL, siebenmal wurde er ins All-Star-Team berufen. Die Aufnahme in die Hall of Fame in Toronto sollte für den Kapitän der Washington Capitals durch den Gewinn des Stanley Cups 2018 nach seinem Karriereende nur noch Formsache sein. Gefürchtet und respektiert ist Ovechkin vor allem für seine Direktabnahmen aus dem linken Bullykreis im gegnerischen Drittel, der deshalb auch "Ovi's Office" genannt wird. Obwohl das Schema bekannt ist, gelingt es den Gegnern einfach nicht, diesen Spielzug zu vereiteln. Außerdem ist der Russe trotz seines fortgeschrittenen Alters immer noch pfeilschnell und entwischt so seinen Gegnern. So werden zu den bis hierhin 658 Toren in der regulären Saison wohl noch etliche hinzukommen und womöglich ist sogar Wayne Gretzkys Rekord für die Ewigkeit mit 894 Toren in Gefahr. 

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