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Torreiche Partien der Oilers keine Seltenheit

Wenn Edmonton antritt, dann gibt es häufig ein Eishockey-Spektakel mit vielen Toren

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

8:2, 3:6, 3:8, 6:2, 4:6, 7:5 und 6:2! Partien unter Beteiligung der Edmonton Oilers bieten Freunden eines torreichen Eishockeyspiels durchaus Unterhaltung, jedoch nicht immer zur Freude der Oilers-Anhänger. Der Tabellenvorletzte in der Western Conference kassierte in sieben seiner vergangenen zwölf Auftritte entweder sechs und mehr Gegentore oder war selbst häufiger als fünfmal im Abschluss erfolgreich.

 

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Mit 6:2 Toren fegten die Oilers in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Bell Centre die Montreal Canadiens vom Eis und bauten ihre Serie an erfolgreich gestalteten Partien in fremden Arenen auf drei Siege hintereinander aus. 17 Mal trafen neun Stürmer und drei Verteidiger der Oilers ins Schwarze und sorgten für missmutige Gesichter bei ihren Gastgebern. Keine halbe Stunde haben die Westkanadier benötigt, um Canadiens-Ausnahmetorhüter Carey Price aus dem Kasten zu schießen. Michael Cammalleri, zweimal Jujhar Khaira sowie Milan Lucic ließen mit ihren Treffern zur 4:0-Führung nach genau 22:24 Minuten Claude Juliens Sorgenfalten größer werden. Montreals Headcoach hatte ein Einsehen mit seinem Schlussmann und entband ihn vorzeitig von seinen Aufgaben.

Sieben Tage zuvor war es im Scotiabank Saddledome Mike Smith, seines Zeichens Torsteher der Calgary Flames, ähnlich ergangen wie Price. Fünfmal musste Smith hinter sich die Scheibe aus dem Netz holen, bevor er zur zweiten Drittelpause durch eine Auswechslung erlöst wurde. Edmonton hatte am Ende den 'Battle of Alberta' mit 7:5 für sich entschieden.

Video: EDM@CGY: Puljujarvi kann Nachschuss nutzen

Das waren sie wieder, die Oilers aus gar nicht so alten Tagen. In der vergangenen Saison hatte die Truppe von Cheftrainer Todd McLellan ihr Torhunger ausgezeichnet. Er verhalf ihr als Tabellenzweiter der Pacific Division zum Einzug in die Playoffs um den Stanley Cup. Mit durchschnittlich 2,96 Treffern pro Spiel stellte Edmonton 2016/17 ligaweit die achtbeste Offensive. Connor McDavid (30 Tore, 70 Assists) und Leon Draisaitl (29 Tore, 48 Assists) trugen dazu bei, dass einerseits die 10-jährige Playoff-Tristesse der Oilers ein Ende fand, andererseits die Ansprüche, die vom Präsidium, den Eigentümern und der Anhängerschar an die Mannschaft gestellt wurden, stiegen.

Ist es jener Druck, der die Oilers im heimischen Rogers Place lähmt? Angesichts ihrer negativen Heimbilanz von 5-9-0 ist eine Bejahung dieser Frage durchaus erlaubt. Von Center Ryan Nugent-Hopkins, geboren am 12. April 1993, bis Rechtsaußen Jesse Puljujarvi, der erst am 7. Mai 2018 seinen 20. Geburtstag begeht, haben elf Spieler, die mehr als zehn Partien für die Oilers in dieser Saison bestritten haben, ihr 25. Lebensjahr noch nicht vollendet.

Ist es nicht verständlich, dass es dieser jungen Garde noch an Konstanz fehlt? Immer wieder lassen McDavid und Draisaitl, der gegen die Canadiens zu seinem 100. NHL-Assist kam, ihr Können aufblitzen und dann führt das eben zu einem Eishockey-Spektakel.

Video: EDM@MTL: Lucic-Draisaitl-Kombination zum PPG

"Das war ein guter Abend für unseren Klub", zog McLellan am Samstag nach der Partie in der frankokanadischen Metropole als Resümee. "Wir haben das Momentum genutzt und nicht aufgegeben. Es war enorm wichtig, dass wir drangeblieben sind. Wir haben vieles richtig gemacht und wenn wir das wiederholen können, dann geht es voran."

Am Sonntagabend wartete auf Edmonton im Air Canada Centre der Toronto Maple Leafs die nächste schwere Aufgabe. Ihr Trainer sprach von "einem echten Bewährungstest".

Edmonton unterlag den Maple Leafs mit 0:1 Toren. Der einzige Treffer in dieser Partie sollte nach 34 Sekunden fallen. Anschließend machten die Oilers kräftig Druck, hatten die größeren Spielanteile und suchten stets den Torabschluss, doch wer sich auch versuchte, bei 41 Schüssen scheiterten sie immer wieder an Torontos Goalie Curtis McElhinney.

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