Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den New Jersey Devils und den Philadelphia Flyers

Er war einfach nicht zu stoppen! Das Spiel zwischen den New Jersey Devils und den Philadelphia Flyers befand sich in der Overtime, als Jack Hughes hinter dem eigenen Tor den Puck gewann. Er sprintete über die gesamte Eisfläche, spielte im gegnerischen Drittel einen schnellen Doppelpass mit Jesper Bratt und knallte die Scheibe aus kurzer Distanz ins Netz. Großer Jubel brach im Prudential Center aus. Mit dem Treffer zum 3:2 war der Sieg der Devils zum Saisonauftakt am Donnerstag perfekt.

Hughes warf Schläger ins Publikum

„So etwas haben wir schon oft gemacht. Dieser direkte Doppelpass, da denke ich an das Tor zu Hause gegen Montreal letzte Saison. Aber er hat den Puck wirklich großartig verarbeitet“, sagte der Torschütze und lobte dabei Vorlagengeber Bratt. „Mein Pass zu ihm war ziemlich schwer zu kontrollieren. Er hat ihn super angenommen und zu mir zurückgespielt, und ich hatte das offene Tor vor mir.“

Hughes warf vor lauter Freude den Schläger ins Publikum – und tat das nicht zum ersten Mal. „Das entwickelt sich bei ihm wohl langsam zu einer Art Markenzeichen“, scherzte Trainer Sheldon Keefe. Er hat großen Respekt davor, was für ein Kraftakt die beiden Torbeteiligten nach über 63 Minuten Spielzeit aufgebracht haben. „Es war ein großartiges Tor. Zu Beginn des Angriffs war nicht ganz klar, ob Jack und Jesper noch genügend Kraft und Geschwindigkeit haben würden, um sich entscheidend abzusetzen und eine Torchance zu kreieren. Sie sind aus unserer eigenen Zone über das gesamte Eis gelaufen und haben den Angriff hervorragend abgeschlossen.“

PHI@NJD: Hughes trifft nach einem Doppelpass und entscheidet die Partie in der Verlängerung.

Olympia-Erinnerungen

Hughes ist der Spieler für die entscheidenden Tore. Während er im Februar bei den Olympischen Winterspielen 2026 den entscheidenden Treffer für die USA erzielt hatte, gelang ihm im Trikot von New Jersey in der letzten Saison nur ein einziges Siegtor in der Verlängerung. Umso schöner für ihn, diesmal gleich zum Saisonauftakt den Overtime-Winner erzielt zu haben und dies mit dem Schlägerwurf zelebrieren zu können. „Das letzte Mal ist schon lange her, oder? Es hat Spaß gemacht, es wieder zu tun“, sagte Hughes über die Jubel-Szene.

Der Auftakt-Sieg für die Devils war auch deshalb ein Kraftakt, weil sie gleich zweimal einen Rückstand aufholen mussten. Rasmus Ristolainen hatte die Flyers in der 11. Minute in Führung gebracht. Dougie Hamilton gelang zwei Minuten vor Ende des Mitteldrittels der Ausgleich. Im Schlussdrittel traf Travis Sanheim (46.) zur erneuten Führung der Flyers, ehe Luke Hughes vier Minuten später wiederum für den Ausgleich sorgte.

Verteidiger beendeten den Frust

Mit einem Torschussverhältnis von 44:25 hätten die Devils schon früher das Spiel für sich entscheiden können. Doch die mangelnde Chancenverwertung und ein überragender Flyers-Torwart Joseph Woll wussten dies zu verhindern. „Die Jungs sind drangeblieben. Sie wussten, dass wir gut gespielt und die Partie kontrolliert haben. Natürlich müssen wir Wege finden, Tore zu erzielen. Das wurde in diesem Spiel deutlich“, sagte Keefe. „Als Trainer oder Zuschauer kann man schnell ein Gefühl dafür bekommen, dass sich der Frust immer weiter aufbaut. Unsere Spieler waren aber davon überzeugt, dass sie ihre Chancen bekommen würden, wenn sie so weiterspielen.“

Eine Besonderheit lag darin, dass in der regulären Spielzeit nur Verteidiger für die Devils trafen. Stürmer wie Nico Hischier und Timo Meier blieben diesmal ohne Torbeteiligung. Hughes lobte die defensiven Mitspieler: „Das war enorm wichtig. Luke und Dougie sind die beiden, die von hinten die Offensive antreiben müssen. Dass beide gleich im ersten Spiel treffen, ist ein Signal an unsere Mannschaft: Sie werden sich vorne einschalten, eine starke Saison anstreben und die gesamte Verteidigung mitziehen.“

Devils beweisen Widerstandsfähigkeit

Nach Spielende richtete Keefe in der Kabine noch einige lobende Worte an die Mannschaft. „Es war eine tolle Leistung, für die wir uns belohnt haben, Leute. Wir haben viel Arbeit in dieses Eishockeyspiel gesteckt. Wir wurden anfangs nicht belohnt, mussten dranbleiben und zweimal einen Rückstand aufholen. Aber wir haben uns als widerstandsfähig erwiesen. Genau das wollen wir doch sein, oder?“, sagte er und fügte hinzu: „Egal, wie lange es dauert, wir finden unseren Weg.“

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