Potenzielle Stars rücken in die Liga nach

NHL.com/de präsentiert in der Rubrik Rookie Watch aktuelle Themen rund um die diesjährigen Rookies. In dieser Ausgabe: Ein erster Überblick.

Nach einem langen Sommer ist die neue Saison endlich da. Die NHL begrüßt damit auch wieder einen neuen Jahrgang von Rookies, die ihre Karriere in der höchsten Spielklasse Nordamerikas beginnen. 2026/27 kommen viele Talente in die Liga, die für einige Highlights sorgen dürften.

Teams im Neuaufbau erhalten Verstärkung

Mannschaften in verschiedenen Stadien des Neuaufbaus bringen die nächste Welle von Nachwuchsspielern in ihre Kader. Bei den Chicago Blackhawks sollte man Anton Frondell und Roman Kantserov im Auge behalten. Frondell zeigte schon vergangene Saison mit neun Punkten (drei Tore, sechs Assists) in zwölf Spielen, dass er bereit für die NHL ist. Kantserov überzeugte in der KHL mit 64 Punkten (36 Tore, 28 Assists) in 63 Spielen als Torjäger.

Die San Jose Sharks verfügen bereits mit Spielern wie Macklin Celebrini, Will Smith und Michael Misa über herausragende Nachwuchsleute, die das Team vergangene Saison beinahe in die Stanley Cup Playoffs gebracht hätten. Nun kommt mit Stürmer Ivar Stenberg und Verteidiger Luca Cagnoni weitere Verstärkung hinzu. Stenberg war der zweite Pick im NHL Draft 2026. Cagnoni erwischte im ersten Saisonspiel einen perfekten Start und steuerte sofort ein Tor und einen Assist zum 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen die Florida Panthers bei. Sein Treffer war zugleich das Siegtor.

Porter Martone und Alex Bump sind die neuen Namen in den Reihen der Philadelphia Flyers. Beide Stürmer machten gegen Ende der abgelaufenen Saison einen guten Eindruck. Bump gelangen in 19 Spielen neun Punkte (fünf Tore, vier Assists) und weitere zwei Treffer in sechs Playoff-Spielen. Martone war noch besser und lieferte in nur elf Partien zehn Punkte (vier Tore, sechs Assists) sowie fünf Punkte (zwei Tore, drei Assists) in zehn Playoff-Spielen.

Porter Martone #94 of the Philadelphia Flyers during the game against the New Jersey Devils on October 1, 2026, at the Prudential Center in Newark, New Jersey. (Photo by Rich Graessle/NHLI via Getty Images)

Vom Draft direkt in die NHL

Vier Spieler, die erst vor wenigen Monaten gedraftet wurden, stehen zum Saisonbeginn in der Aufstellung ihrer NHL-Mannschaften. Bei den Toronto Maple Leafs bestritt Gavin McKenna, der Pick Nummer eins, seine ersten beiden Spiele. Er wartet noch auf seinen ersten Punkt. Nach einem wackligen Debüt hinterließ er im zweiten Spiel einen wesentlich besseren Eindruck.

Neben McKenna und Stenberg absolvierte auch Alberts Smits seine ersten Spiele. Der lettische Verteidiger kommt in drei Begegnungen auf durchschnittlich 14:10 Minuten Eiszeit, fünf Checks und zwei geblockte Schüsse.

Für die Winnipeg Jets feierte Center Viggo Bjorck am Montag bei einer 3:4-Niederlage nach Verlängerung seine Premiere. Die Jets setzen große Hoffnungen in den jungen Spielmacher, der als Center in der zweiten Reihe aufläuft.

Viggo Björck #61 of the Winnipeg Jets battles skates the puck away from Pavel Zacha #18 of the Boston Bruins in overtime at Canada Life Centre on October 2, 2026 in Winnipeg, Canada. (Photo by Cameron Bartlett/Getty Images)

Viel Talent an der Ostküste

Neben den genannten Spielern tummeln sich im Osten der Liga weitere potenzielle Kandidaten für die Calder Trophy. Die Washington Capitals bauen auf einen bekannten Namen: Cole Hutson. Der jüngere Bruder von Lane Hutson stellte sich in der Vorsaison mit zehn Punkten (drei Tore, sieben Assists) in 14 Spielen vor. Der Verteidiger erwischte auch einen guten Start in die neue Spielzeit und traf gleich in der ersten Begegnung.

Ähnlich erging es Stürmer James Hagens bei den Boston Bruins. Er bejubelte in seinem zweiten Saisonspiel sein erstes NHL-Tor. Hagens wird ebenfalls als Kandidat für den Titel als bester Rookie gehandelt – genau wie Konsta Helenius von den Buffalo Sabres. Der finnische Stürmer verbuchte vergangene Saison ein Tor und drei Assists in neun Spielen. Ihm gelang ebenfalls ein Treffer zum Saisonauftakt.

Torhüter im Fokus

Eine Bilanz von 9-6-2, 2,43 Gegentore pro Spiel und 90,8 Prozent Fangquote hatte Jacob Fowler vorige Saison zwischen den Pfosten der Montreal Canadiens vorzuweisen. Er ist einer der talentiertesten jungen Torhüter der Liga. Diese Saison sollte er einen weiteren Schritt machen und erneut viel Aufmerksamkeit bekommen. Allerdings ist er nicht der einzige Rookie-Torwart, der das Potenzial hat, einige Teams zur Verzweiflung zu bringen.

Jacob Fowler (32) of the Montréal Canadiens tends net during the second period of the Preseason NHL game between the Ottawa Senators and the Montreal Canadiens on September 26, 2026, at the Bell Centre in Montreal, QC (Photo by Vincent Ethier/Icon Sportswire via Getty Images)

Die New York Rangers haben mit Igor Shesterkin ohnehin einen absoluten Spitzentorwart. Was für ein Talent als Nummer zwei hinter ihm wartet, mussten die Detroit Red Wings in ihrem ersten Saisonspiel feststellen. Gegen sie stand Dylan Garland im Tor und feierte mit 22 Saves seinen ersten Shutout in der NHL. Ganz unerwartet kam dieser nicht. Bei seinen drei Einsätzen 2025/26 hatte er eine eindrucksvolle Matchbilanz von 2-0-1, 1,62 Gegentore pro Spiel und eine sensationelle Fangquote von 94,8 Prozent zu verzeichnen.

Samanski und Reinbacher hoffen auf Eiszeit

Der Österreicher David Reinbacher und der Deutsche Josh Samanski kämpfen diese Saison um Einsätze. Samanski steht bei den Edmonton Oilers im Moment im Kader, da sie mit einer Flut an Verletzungen zu kämpfen haben. Vergangene Saison bestritt er 24 Spiele für die Oilers, in denen er zwei Tore und zwei Assists erzielte. Reinbacher schaffte bei den Canadiens nicht den Sprung in den Kader, sollte aber im Laufe der Saison eine Chance bekommen.

Josh Samanski 10012026

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