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Aufarbeitung ist in Tampa Bay angesagt

Trotz einer schwachen Vorstellung gegen Washington zum Conference Finale Auftakt bleiben die Lightning gelassen

von Bernd Rösch @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Kurz und bündig brachte es ein verständlich wenig Begeisterung über den Auftritt seiner Mannschaft versprühender Trainer Jon Cooper auf den Punkt: "Sie haben ein Eastern Conference Finale bestritten und wir sind aufgetreten wie in einem Spiel 38 [in der regulären Saison]. Das ist im Grunde das, was wir gesehen haben."

Die Tampa Bay Lightning verloren in der Nacht von Freitag auf Samstag Spiel 1 des Eastern Conference Finales der Stanley Cup Playoffs gegen die Washington Capitals mit 2:4 und liegen damit, wie schon in der Runde zuvor gegen die Boston Bruins, zunächst einmal mit 0:1 im Hintertreffen.

 

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Die Erfahrung aus der Zweitrundenserie ist einer von mehreren Gründen, warum Tampa Bay zu diesem frühen Zeitpunkt keinesfalls in Panik verfallen muss, angesichts des Rückstands.

Lightning Teamkapitän Steven Stamkos begann umgehend nach dem enttäuschenden Heimauftritt mit der Analyse: "Warum auch immer, sie waren stets schneller am Puck, sie waren in ihrer Struktur disziplinierter und sie waren besser bei den Special Teams. Das ist ein ziemlich gutes Rezept, um ein Spiel zu gewinnen. Wir wissen, dass wir uns steigern müssen. Wir werden beim Training darauf zurückkommen und antworten."

Video: WSH@TBL, Sp1: Kucherov bedient Stamkos im PP

In der regulären Saison 2017/18 lagen die Lightning nur in einer Hauptkategorie hinter ihrem jetzigen Finalgegner. Im Penalty Killing belegten sie mit 76,1 Prozent auf dem ligaweit 28. Platz, während Washington mit 80,3 Prozent den dritten Rang einnahm. Es gibt jedoch ein ganz klassisches Mittel, um dieses Manko zu beheben: Einfach keine Strafen kassieren. Sowohl bei den Punkten, den geschossenen Toren, bei den Gegentreffern und in der Überzahleffektivität lag Tampa im Endklassement vor den Mannen aus der US-Hauptstadt.

Nach den heutigen Übungseinheiten ging Stamkos gegenüber nhl.com/de noch mehr ins Detail: "Wir müssen Achtung davor haben, wo wir jetzt stehen, doch du darfst niemals ängstlich sein. Man kennt die Situation, in der man sich befindet und man muss vor dem Gegner Respekt zeigen, doch niemals darf man Angst vor ihm haben. Wir müssen nun die passende Antwort finden, die Angelegenheit mit dem entsprechenden Ernst angehen und die Serie ausgleichen. Die Playoffs sind die Zeit, in der man sich nur kurz an das Geschehene erinnern sollte. In den Playoffs gibt es immer Hoch und Tiefs. Ob du hoch verlierst oder in der dritten Overtime mit 0:1 - eine Niederlage ist eine Niederlage, du musst einfach rausgehen und das nächste Spiel gewinnen."

Die Aufarbeitung der Heimpleite hat bei den Lightning mit Videoanalysen und Gesprächen bereits begonnen, verriet Verteidiger Victor Hedman. 

Hedmans Defensivkollege Ryan McDonagh erläuterte im Detail welche Fehler begangen wurden: "Wir haben ihnen zu viele Konterchancen gelassen, so kannst du kein wichtiges Spiel gewinnen. Wir müssen mental bereit sein und ein einfaches Eishockey spielen. Pucks tief bringen, Forechecken und Hits austeilen. Wir haben das alles untereinander diskutiert. Wir als Gruppe sind eng zusammengerückt und jeder von uns hat verstanden, wo wir in Spiel 2 anzusetzen haben und was wir verbessern müssen."

 

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Man darf gespannt darauf sein, wie die Lightning ihr Versprochenes gegen einen enorm auftrumpfenden Kontrahenten, der in der zweiten Runde immerhin den amtierenden Champion aus dem Rennen um den Stanley Cup geworfen hat, einlösen können.

Spiel 2 des Eastern Conference Finales findet am Sonntag (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, SN, TVAS) in der Amalie Arena statt.

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