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Es gibt keine Sommerpause für die Macher hinter den Kulissen in der NHL

Vor dem NHL Draft und der Free Agency steigt das Stresslevel der Verantwortlichen

von Marc Rösch @NHLde / NHL.com/de Autor

Die NHL Free Agency beginnt am 1. Juli. NHL.com/de bietet dazu eine umfassende Berichterstattung über diese spannende Phase des Jahres. In dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf die Arbeit der General Manager.

Wenn der Spielbetrieb in der NHL Fahrt aufnimmt und alles gut läuft, treten sie im Regelfall nicht auf den Plan. Die Rede ist von den General Managern, die sich im Winter gerne zurückhalten.

Sobald sich die Aktiven aber in den wohlverdienten Sommerurlaub verabschieden, ist ihre Zeit gekommen. Die Sommerpause ist die wichtigste Phase der GMs. Vom Juni bis zum Oktober, wenn die neue Saison anfängt, laufen die Drähte ihrer Telefonkabel heiß, ihre Kalender und Notizblöcke sind prall gefüllt. Doch was machen sie eigentlich genau und welche Zeit ist für sie stressiger? Die vor dem NHL Draft oder die Free Agency?

 

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Klar ist: Niemand kann die Frage besser beantworten als die Manager selber. Für Steve Yzerman, der im April als neuer Vice President und GM der Detroit Red Wings vorgestellt wurde, ist die Antwort zumindest hinsichtlich der Prioritätensetzung klar: 

"Der Draft ist so wichtig", führte er im Interview mit NHL.com aus. "Du musst die Talente irgendwie verpflichten. Wenn du dich da ausschließlich auf die Free Agency verlässt, wirst du kein Team aufbauen können. Zumindest denke ich, dass es so nicht geht. Du musst junge Talente verpflichten und sie entwickeln. Ich denke, da sind wir sehr gut aufgestellt. Wir haben das Glück, eine kleine Gruppe von [Dylan] Larkins, [Anthony] Manthas und [Tyler] Bertuzzis zu haben. Das ist die Basis und darauf müssen wir aufbauen. Sie sind alle gute junge Spieler."

Video: Red Wings draften Verteidiger Moritz Seider als Nr. 6

Es sind die Spieler wie Moritz Seider, den Yzerman beim NHL Draft 2019 in der ersten Runde (Nummer 6) ausgewählt hat, die den Klub seiner Meinung nach nach vorne bringen sollen. Andere Wechselspielchen und vor allem die Free Agency sieht er skeptisch:

"Ich habe die Free Agency noch nie für den ganz großen Fang benutzt", erzählte Yzerman. "Das ist nicht das, was ich beabsichtige. Ich versuche ein gutes Team aufzubauen und ich denke nicht, dass man ein gutes Team in der Free Agency aufbaut. Aber man kann sein Team natürlich selektiv verbessern."

Doch auch wenn Yzerman nicht so viel Wert auf Free-Agent-Verpflichtungen legt, das Hausaufgabenheft der Manager ist in der entscheidenden Phase meistens mehrere Seiten dick. 

So auch das von Bostons Strippenzieher Don Sweeney. Mit Charlie McAvoy, Brandon Carlo und Danton Heinen hat er drei wichtige Spieler, deren Verträge mit den Boston Bruins auslaufen und die restricted Free Agents werden können. Sein Stresslevel dürfte in den vergangenen Wochen rapide angestiegen sein.

"Wir machen das, was die anderen Teams auch machen", erklärte Sweeney. "Wir führen Gespräche mit den Verantwortlichen, äußern unsere Interessen und versuchen die Löcher zu stopfen, von denen wir denken, dass sie gestopft werden müssen. Darüber hinaus müssen wir uns bewusst sein, dass wir Lösungen für unsere RFA-Spieler finden."

Im Gegensatz zu Yzerman verantwortet Sweeney eine Mannschaft, die in den zurückliegenden Jahren äußerst erfolgreich war. Er muss ein ausgezeichnetes Team zusammenhalten und punktuell verstärken, damit es den hohen Erwartungen gerecht werden kann.  

 

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"Wie ich schon sagte, ich habe mir keine konkrete Zeitvorgabe gegeben aber sie können noch bis zum 1. Dezember für uns spielen", beschrieb Sweeney seinen Plan für die restricted Free Agents. "Das ist für mich die einzig echte Deadline. Aber wir sind an der Sache dran, so wie wir schon seit einiger Zeit dran sind."

"Es gibt einige Bereiche in denen du versuchen kannst, dein Team sinnvoll zu verstärken. Die RFA gehören natürlich zu unserem Plan und sind uns sehr wichtig. Darum werden wir uns bei Verpflichtungen nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen. Außer wir sind uns ganz sicher, dass es einfach perfekt passt."

Manager wie Sweeney müssen bei ihren Gedankenspielen immer den Salary Cap im Auge behalten. Für Manager eine schier nervtötende Erfindung. Er erklärte zwar bereits, dass er auch mit den unrestricted Free Agents wie Noel Acciari oder Marcus Johansson verlängern will, aber der Gehaltsdeckel beschränkt seine Handlungsfähigkeit enorm. 

"Es ist zu dieser Zeit einfach furchtbar schwer, Gespräche zu führen", sagte Sweeney.

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