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Willkommene Abwechslung bei den NHL Awards

Die Preisverleihung nach der Saison ist eine Gelegenheit für die Spieler, eine gelungene Saison ohne Konkurrenzkampf zu genießen

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Bei aller Fairness und Sportlichkeit ist und bleibt die NHL doch ein hartes Geschäft. Die Spieler sind Konkurrenten, die sich meist harte Kämpfe um jeden Millimeter Eis liefern. Das lässt sich während der Saison selbst bei Terminen wie dem All-Star-Spiel, bei dem die Spieler sich ausnahmsweise nicht im direkten Wettkampf gegenüber stehen, nur schwer vergessen.

Nach einer anstrengenden Saison sind die NHL Awards das vielleicht einzige Ereignis, bei dem sich die besten Spieler treffen, ohne im direkten Wettkampf zu stehen, die einzige Möglichkeit, bei der sie wirklich bei entspannter Atmosphäre aufeinander treffen. Am Mittwoch werden in Las Vegas die Trophäen für die besten Spieler verliehen, zuvor traf sich die Elite der Liga bereits und hatte die Chance, sich ausnahmsweise ohne den Druck des Wettkampfes auszutauschen.

"Man trifft die anderen Spieler, kann mal hallo sagen und ein wenig Zeit miteinander verbringen", genoss Mark Giordano den Event ganz offensichtlich. Der Kapitän der Calgary Flames steht neben Brent Burns und Victor Hedman im Finale um die Norris Trophy als bester Verteidiger der NHL und geht gegen genau die Spieler, auf die er hier traf, für gewöhnlich in die harten Zweikämpfe. "Auf dem Eis ist alles sehr ernst, da herrscht hier eine ganz andere Atmosphäre. Es ist schön sich einfach mal normal miteinander zu unterhalten."

Bei den Awards treffen altgediente Recken wie Giordano und Burns auch auf extrem junge Spieler, die gerade ihre erste Saison hinter sich haben. Für die Jungen ist das eine Chance, die etablierten Größen der Liga, die nicht im eigenen Team spielen, ein wenig kennenzulernen.

"Es ist wirklich cool die ganzen Spieler hier zu sehen", freute sich Rasmus Dahlin. Der 19-jährige Verteidiger der Buffalo Sabres ist neben seinem schwedischen Landsmann Elias Pettersson und Jordan Binnington für die Calder Trophy als bester Rookie nominiert. "Einige davon sind meine Idole seit ich ein kleines Kind bin. Das ist manchmal ein bisschen komisch, macht aber unglaublich Spaß."

Eine ganz andere Perspektive als der Neuling aus Lidköping hat Patrice Bergeron, einer der Veteranen, die schon oft an dieser Stelle standen. Die Veteranen, zu denen Bergeron längst gehört, kennen sich. Auf dem Eis ist er ein anstrengender Gegner, bei den Awards scheint das jedoch vergessen zu sein.

 "Es ist schön mal wieder entspannt miteinander zu reden", gab Bergeron zu. "Manche Spieler sieht man während der Saison kaum. Ich bin jetzt schon seit 15 Jahren in der Liga und habe viele Spieler getroffen, da ist es schön, wenn man sich mal wieder so sieht."

Trotz aller Erfahrung ist es immer noch ein besonderes Ereignis und eine besondere Ehre bei der Veranstaltung als potenzieller Preisträger geladen zu sein. Bergeron ist bei weitem nicht der Einzige, der bereits zum wiederholten Male anwesend ist. Connor McDavid etwa, ist selbst in jungen Jahren längst ein alter Hase bei der Preisverleihung und heimste schon einige Trophäen ein. Verteidiger Hedman gewann erst vergangenes Jahr seine erste Trophäe. Er wurde als bester Verteidiger ausgezeichnet, genau die Kategorie, in der er erneut zur Wahl steht. Er verlor wenig Worte über seine eigene Nominierung, sondern freute sich vor allem für die jungen Spieler, speziell die anderen Schweden.

"Es macht immer Spaß hier zu sein. Es ist ein Privileg, ich bin zum dritten Mal in Folge hier. Ich habe andere Spieler getroffen, die genauso oft hier waren, aber es gibt auch neue Gesichter", sprach er Dahlin und Pettersson an. "Zwei junge Schweden sind hier, es macht Spaß mit ihnen hier zu sein. Es ist immer schön hier zu sein und die Lightning zu repräsentieren."

Es ist für die Spieler eines der letzten Ereignisse der Sommerpause, bei der Eishockey im Vordergrund steht und mancher Spieler scheint seinen Job bereits im Juni zu vermissen. Patrick Kane von den Chicago Blackhawks, genießt zwar die Sommerpause und die Awards, kann anscheinend die nächste Saison jedoch kaum erwarten. Für ihn scheint das Ereignis in Las Vegas ein willkommener Schritt zurück zum Eishockey zu sein.

 


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"Viele von uns, besonders die, die nicht in den Playoffs waren, sind schon eine Zeit lang raus", gab er zu bedenken. "Es ist schön wieder etwas in das Geschäft zu kommen und wieder über Eishockey nachzudenken."

Die Liebe zum Spiel verbindet alle geladenen Gäste in Vegas. Ob alt, jung, Schwede, Kanadier, Torhüter, oder Stürmer, hier treffen sich die Besten der Besten ausnahmsweise ohne große Konkurrenzgedanken, für die meisten eine willkommene Abwechslung, ehe es in der kommenden Saison wieder in den Kampf um die Punkte und die großen Preise geht.

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