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Führungsspieler bringen Tampa den ersten Sieg

Stamkos, Kucherov, Hedman und Vasilevskiy zeigen in Spiel 3 gegen Washington, wie wertvoll sie für die Lightning sind

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Zwei Siege in zwei Auswärtsspielen, dabei ein Torverhältnis von 10:4, bevor es zu Spiel 3 in das eigene Stadion ging. Es sah so aus, als hätten die Washington Capitals das Finale der Eastern Conference gegen die Tampa Bay Lightning fest im Griff und könnten für eine Vorentscheidung sorgen. Doch so sang- und klanglos wollten sich die Lightning nicht aus den Stanley Cup Playoffs verabschieden. Besonders ihre großen Leistungsträger schlugen in der dritten Partie am Dienstag mit ganzer Kraft zu und brachten ihre Mannschaft zurück in die Serie. Nun ist am Donnerstag in der Capital One Arena in Washington sogar der Ausgleich möglich.

Bei dem 4:2-Erfolg, der die Vorentscheidung zu Gunsten der Capitals verhinderte, konnten sich die Lightning auf genau jene Kernspieler verlassen, die sie die gesamte reguläre Saison über, und auch in den bisherigen Playoffs, von Erfolg zu Erfolg führten. Die beiden Stürmer Steven Stamkos und Nikita Kucherov, Abwehrchef Victor Hedman und Torwart Andrei Vasilevskiy, zeigten ihre ganze Qualität und bescherten dem Team den Sieg. Stamkos und Kucherov erzielten je ein Tor und einen Assist, Hedman war mit einem Treffer und zwei Vorlagen der beste Scorer der Partie und Vasilevskiy stoppte 36 Schüsse der Capitals.

Video: TBL@WSH, Sp3: Stamkos per Onetimer zum PPG

"Wir sind in der Position zu punkten und verlangen von uns selbst in jedem Spiel, eine Führungsrolle zu übernehmen", ist sich Hedman seiner Rolle im Team bewusst, doch er verweist auch auf die Gesamtstärke der Mannschaft. "Wir haben eine gute Einheit, jeder kennt seine Rolle, weiß, was von ihm erwartet wird. Es ist ein Mannschaftssport, es geht nicht nur um uns. Es ist einfach unsere Aufgabe, in der Offensive effektiv zu sein. Das hat heute funktioniert. Aber wir dürfen nicht mit diesem einen Spiel zufrieden sein, wir müssen weiterhin arbeiten."

 

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Während Stamkos bereits in den ersten beiden Begegnungen an drei von vier Toren beteiligt war und zwei davon selbst erzielte, konnten Hedman und Kucherov ihre ersten Treffer der Serie feiern. Die beiden legten sich ihre Tore auch noch gegenseitig auf.

Auch die Special Teams der Lightning zeigten sich von ihrer besten Seite. Kucherov und Stamkos trafen auf beinahe identische Weise im Powerplay, jeweils von Hedman vorbereitet und in Unterzahl konnten sie die Capitals in allen drei Fällen in Schach halten.

 

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"Die Special Teams sind natürlich wichtig", bestätigte Hedman. "Wenn man in Überzahl trifft ist das gut. Aber ich bin noch zufriedener mit unserer Unterzahl. Die Capitals haben ein großartiges Überzahlspiel... Heute haben wir zwei Mal in Überzahl getroffen und in Unterzahl nichts zugelassen. Das muss so weitergehen. Wir haben gute Schützen im Powerplay, das hat man heute gesehen."

Die vielleicht größte Steigerung zeigte aber Torwart Vasilevskiy. Der 23-jährige Russe spielte eine überragende Saison und steht im Finale für die Vezina Trophy, die jährlich an den besten Torhüter der Spielzeit vergeben wird. Doch in den ersten beiden Spielen des Conference Finales, musste er ungewöhnlich oft hinter sich greifen. Während er in der regulären Saison im Durchschnitt 2,62 Tore pro Spiel kassierte und 92% aller Schüsse hielt, musste er in gegen die Capitals nun in zwei Spielen 10 Gegentore bei 62 Schüssen hinnehmen. Seine Fangquote betrug damit 83,9%. Am Dienstag bewies er aber wieder sein Potential hielt 36 von 38 Schüssen und brachte Capitals Kapitän Alex Ovechkin und seine Kollegen immer wieder mit starken Aktionen zur Verzweiflung.

Video: TBL@WSH, Sp3: Hedman schließt Kucherovs Pass ab

"Er ist unser bester Spieler", zeigte Verteidiger Anton Stralman seine Anerkennung. "Er ist immer für uns da und wir haben heute gut für ihn gearbeitet. Wenn wir vor ihm gut spielen, gibt es ihm Sicherheit. So muss es sein."

Die Lightning konnten dank ihrer Führungsspieler einen schier unaufholbaren Rückstand verhindern. Stattdessen liegen sie nun nur ein Spiel zurück und können am Donnerstag in der Capital One Arena sogar für den Ausgleich der Serie sorgen. Das wird sicherlich keine leichte Aufgabe gegen die starken Capitals, doch sollten die Stars der Lightning in der Lage sein, den Schwung aus Spiel 3 mitzunehmen und in einen Lauf zu kommen, haben sie eine echte Chance, das Duell gegen die Capitals wieder auf null zu stellen und sich das Heimrecht zurückzuholen.

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