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26.2. NHL-Spiel-Vorschau: Draisaitl vor der 100

Edmontons deutscher Stürmer steht vor dem Gipfeltreffen gegen die Golden Knights bei 99 Scorerpunkten.

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

Am ersten Spieltag nach der Trading Deadline am Montag gaben einige Neuzugänge ein vielversprechendes Debüt. Bei den Edmonton Oilers waren dies Tyler Ennis und Andreas Athanasiou. Heute Abend im Spiel bei den Vegas Golden Knights haben sie erneut Gelegenheit, sich als Verstärkung zu beweisen. Ihrem neuen Teamkollegen Leon Draisaitl fehlt noch ein Scorerpunkt, um die 100 voll zu machen. Die Buffalo Sabres stehen vor einer schwierigen Auswärtsaufgabe bei den Colorado Avalanche und die Pittsburgh Penguins würden gerne mit drei neuen Spielern im Kader in der Partie gegen die Los Angeles Kings ihre Niederlagenserie beenden.

Die Spiele am Mittwoch im Detail:

Schwung mitnehmen und Hoffnungsschimmer

Mit den Buffalo Sabres (29-25-8) und den Colorado Avalanche (36-18-7) treten zwei Teams im Pepsi Center von Denver an, die jüngst ihren Fans einige Freude bereiten konnten (Do. 2 Uhr MEZ; NHL.tv). Die Avalanche beeindruckten vor allem durch ihre kompakt stehende Defensive, obwohl mit Philipp Grubauer ihr Stammtorwart wegen einer Verletzung im unteren Körperbereich nicht zur Verfügung steht.

Bei ihren drei Siegen in Folge gegen die New York Islanders (3:1), Anaheim Ducks (1:0) und Los Angeles Kings (2:1 SO) ließ Grubauer-Ersatz Pavel Francouz in der Summe nur drei Gegentore zu. Mit +46 weisen die Mannen von Coach Jared Bednar zudem das beste Torverhältnis aller Teams in der Western Conference aus. 

 

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Der Rückstand der Avalanche auf die in der Central Division erstplatzierten St. Louis Blues beträgt zwar fünf Punkte, doch der amtierende Stanley Cup Champion hat bereits drei Partien mehr absolviert. Interessanterweise hielten sich die Avalanche am Montag zurück, als die Wechselfrist endete; General Manager Joe Sakic vertraut voll darauf, dass die zur Verfügung stehenden Spieler in der Lage sind, etwas Großes zu schaffen.

Mehr Aktivitäten zeigten die Sabres zur Trade Deadline. Nachdem sie fünf ihrer letzten sechs Spiele gewonnen haben (5-1-0), schöpften sie wieder Hoffnung, sich für die Stanley Cup Playoffs zu qualifizieren. Auf dem beschwerlichen Weg zur Endrundenteilnahme sollen ihnen Wayne Simmonds und Dominik Kahun helfen. 

Buffalo steht in der Eastern Conference zehn Punkte hinter den Columbus Blue Jackets auf dem zweiten Wildcard-Platz, doch die in der Atlantic Division drittplatzierten Toronto Maple Leafs sind nur acht Zähler entfernt und haben bereits zwei Spiele mehr absolviert.

Nun steht den Sabres mit der Partie bei den Avalanche eine Mammutaufgabe bevor. Ihre höchste Niederlage seit dem Jahreswechsel kassierten sie gegen den kommenden Gastgeber. Am 4. Februar mussten sie sich zuhause den Avalanche mit 1:6-Toren beugen. 


Direktes Duell um die Divisions-Führung

Ein Sprung von Platz drei an die Spitze der Pacific Division könnte den Edmonton Oilers (33-22-8) gelingen, sollten sie im Spiel gegen die Vegas Golden Knights (34-22-8) nach 60 Minuten das Eis der T-Mobile Arena als Sieger verlassen (Do. 4:30 Uhr MEZ; NHL.tv). 

Für Edmontons Top-Stürmer Leon Draisaitl lockt nicht nur die Tabellenführung, er benötigt auch nur noch einen Scorerpunkt, um im zweiten Jahr hintereinander die 100-Punkte-Marke zu erreichen. Sturmkollege Connor McDavid war in den zwei Spielen nach seiner Verletzungspause an jeweils drei Treffern der Westkanadier beteiligt (1 Tor, 5 Assists). 

Video: EDM@ANA: Draisaitl trifft in Überzahl

Edmontons Neuzugänge Tyler Ennis und Andreas Athanasiou hatten mit jeweils einem Tor und einem Assist bei der 3:4-Overtimeniederlage in Anaheim am Vortag einen Einstand nach Maß. In dieser Begegnung bewiesen die Oilers Comeback-Qualitäten nachdem sie mit 0:2 und 2:3 zweimal in Rückstand geraten waren. Wird ihnen die Aufholjagd von vor 24 Stunden noch in den Knochen stecken?

Die Golden Knights werden zusätzlich versuchen ihre Heimstärke auszuspielen. Im laufenden Monat haben die seit sechs Spielen ungeschlagenen Golden Knights zuhause nur einmal einen Punkt liegen lassen (5-0-1). Pudelwohl in seiner neuen Heimat fühlt sich Verteidiger Alec Martinez. Seit dem Trade am 19. Februar bestritt er drei Partien für die Golden Knights, wobei ihm zwei Tore und zwei Assists gelangen. Seine Saisonausbeute bei den Kings belief sich auf ein Tor und sieben Assists in 41 Spielen.

Angesichts dessen, dass Vegas in seinen neun Begegnungen seit dem 6. Februar 36 Tore erzielte, ist gegen die ebenfalls offensivstarken Oilers ein Torfestival zu erwarten.


Gemeinsame Vergangenheit, unterschiedliche Vorzeichen

Wenn die Pittsburgh Penguins (37-18-6) bei den Los Angeles Kings (22-35-6) im Staples Center gastieren, dann treffen zwei Mannschaften aufeinander, die fünf der vergangenen elf Stanley Cups abgeräumt haben (Do. 4:30 Uhr MEZ; NHL.tv). Doch während die Penguins in der laufenden Saison erneut hohe Ambitionen hegen und zu den fünf stärksten Teams der Liga zählen, befinden sich die Kings im Tabellenkeller der Western Conference an unterster Stelle.

Die Gäste rüsteten ihren Kader mit Conor Sheary auf, einem neuen 'alten' Gesicht in Pittsburgh. Sheary, der 2016 und 2017 den Stanley Cup mit den Penguins gewann, kam zusammen mit Evan Rodrigues im Tausch gegen Dominik Kahun aus Buffalo. Zudem engagierten die Penguins NHL-Veteran Patrick Marleau von den San Jose Sharks.

 

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Zuletzt lief es für das Team von Trainer Mike Sullivan gar nicht nach Wunsch: Sie verloren in den vergangenen sieben Tagen drei Partien in Folge und weisen als Zweiter der Metropolitan Division nur noch einen Vorsprung von einem Zähler gegenüber den Philadelphia Flyers aus.

Für die Kings ist die Saison bereits gelaufen, nachdem sie mit Kyle Clifford und Martinez bis zum Ende der Wechselfrist zwei erfahrene Spieler abgegeben haben, bekommen nun die jungen im Kader Gelegenheit, sich zu beweisen und sich für zukünftige Aufgaben zu empfehlen. Für eine Überraschung waren die Kings zuhause immer wieder gut. Sie bezwangen im Februar die deutlich stärker eingeschätzten Calgary Flames (5:3) sowie die Florida Panthers (5:4) und sie mussten sich den Colorado Avalanche (1:2 SO) erst nach Penaltyschießen geschlagen geben.

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