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Noch viel Arbeit in Buffalo

Analyse der Sabres: Der Neuaufbau des Teams geht mit einer Verjüngungskur einher

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Nachdem die Washington Capitals zum Stanley-Cup-Champion 2017/18 gekrönt wurden, der NHL Draft 2018 und die geschäftige Phase der Free Agency hinter uns liegen, wird NHL.com/de alle 31 Teams zu diesem Zeitpunkt der Offseason bewerten. Von den wichtigsten Ergänzungen bis hin zu den neuen Perspektivspielern und vielem mehr, werden wir den Zustand jeder Organisation analysieren.

Heute: Buffalo Sabres

Wenn ein Team eine Spielzeit als das punktschlechteste der 31-er-Liga abschließt, wie den Buffalo Sabres am Ende der vergangenen Runde geschehen, dann sind die Erwartungen und Hoffnungen in Richtung der folgenden Free Agency und des NHL Drafts natürlich besonders ausgeprägt. Nichtsdestotrotz gilt es für Fans und Verantwortliche in so einem Fall auch nicht zu überdrehen, denn Wunderdinge sind bei einem Tabellenkellerkind über Nacht halt nicht zu erwarten.

So gesehen wähnen sich die Macher der Sabres auf einem ganz guten Weg das im Westen des Staates New York beheimatete Franchise für die Zukunft wieder mit mehr sportlicher Perspektive auszustatten.

General Manager Jason Botterill, seit dem Frühjahr 2017 in Amt und Würden, profitiert vom Glück den schwedischen Verteidiger Rasmus Dahlin im NHL Draft als Top-Pick des Jahrgangs ergattert zu haben.

Tweet from @BuffaloSabres: Rasmus Dahlin putting on the moves, excellent scoring chance.Watch live:https://t.co/GvTkURDMwh �� https://t.co/u9HSEKvH0i Facebook ��https://t.co/ZMtINo9E8W pic.twitter.com/9so3D3086l

Durch die Verpflichtung Dahlins und einige Trades blüht in Buffalo vermehrt der Optimismus auf. Man ist zuversichtlich das Team aus dem Tabellenkeller führen zu können.

Es glaubt im Umfeld der Mannschaft trotz allem niemand daran, dass die Sabres in der neuen Saison schon wieder ein Wörtchen um die Vergabe der Stanley Cup Playoff-Plätze mitreden können.

 

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Nur die allergrößten Optimisten erwarten von dem im Neuaufbau befindlichen, jungen Team, dass es mit den Toronto Maple Leafs, den Boston Bruins oder auch den Florida Panthers im kommenden Jahr mithalten wird. Trotzdem gilt es die entstandene Lücke zu den Konkurrenten, nach zuletzt lediglich 62 Zählern, wieder zu schließen.

Dahlin wird die schwache Defensive des Klubs mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Anhieb aufwerten. Der Nummer 1-Pick wird helfen den auf Rasmus Ristolainen lastenden Druck zu verringern, der mit den hohen Erwartungen, die in ihn gesetzt wurden, nicht wirklich gut klar kam. Auch Marco Scandella hofft von der Veränderung im Defensivbereich zukünftig profitieren zu können, leistungstechnisch wieder an seine Tage bei den Minnesota Wild anknüpfen zu können.

Im Fokus stand ebenfalls der Abgang von Ryan O'Reilly in Richtung der St. Louis Blues. Im Umfeld des Franchise waren viele über den Gegenwert glücklich, den der Trade für sie mitgebracht hat. Vladimir Sobotka ist ein verlässlicher 2-Wege-Spieler, Patrik Berglund bringt Körperlichkeit und Erfahrung in das junge Team, Tage Thompson hat großes Potential und könnte einen deutlichen Leistungssprung machen.

 

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Thompson gab sich in ersten Statements jedenfalls extrem tatendurstig. "Je länger ich über den Wechsel nachgedacht habe, je klarer wurde mir, dass das genau das Richtige für mich ist. Der 20-Jährige will sein Potential an neuem Standort konsequenter abrufen. "Ich möchte dabei helfen hier ein Team von echten Gewinnern aufzubauen. Dazu muss ich meine Ausbeute in der Offensive konsequent ausbauen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das hier hervorragend zusammenpasst."

Zudem wird auch der Zugang von Conor Sheary von den Pittsburgh Penguins sehr positiv eingeschätzt. Seine Erfahrungen aus dem Zusammenspiel mit Sidney Crosby macht ihn für Coach Phil Housley besonders wertvoll. Beobachter schätzen, dass er auf ähnliche Art und Weise mit Jack Eichel harmonieren könnte. Dies bleibt jedoch erst einmal abzuwarten.

Neben dem erhofften neuen Überflieger Dahlin freuen sich Fans und Experten gleichermaßen auf die Auftritte von Casey Mittelstadt, dem Nummer 8-Pick des Jahres 2017, der aufgrund seines immensen Talents hoch gehandelt wird, zusammen mit Dahlin um die Calder Trophy mitzuspielen. Eine lange Anlaufzeit in der Liga zu Recht zu kommen, dürfte er ebenfalls nicht benötigen.

Einen weiteren signifikanten Wechsel gab es in Buffalo bereits auf der Torhüterposition. Während der bisherige stark und heftig kritisierte Stammtorhüter Robin Lehner den Klub verlassen musste, gelang es den Sabres mit Carter Hutton einen der begehrtesten Free Agents auf dieser Position an Land zu ziehen und ihn für die Organisation zu begeistern.

"Sie haben sich intensiv um mich bemüht. Das habe ich sofort so wahrgenommen", erklärte der neue Nr.1-Goalie seine Entscheidung pro Buffalo. "Mir war es sehr wichtig, dass sie mich wollten und mir diese Aufgabe zutrauten."

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Im Vorjahr war Hutton statistisch der beste Torhüter in St. Louis. Andererseits gilt es zu bedenken, dass er noch nie die Position eines Stammtorhüters in der NHL inne hatte. Lediglich in der Spielzeit 2013/14 konnte der 32-jährige Keeper einmal 40 Saisoneinsätze für die Nashville Predators vorweisen. Damals betrug seine Fangquote 91,0 Prozent. Ob er seine Leistungen bei den Blues (93,1%) nun auch mit der größeren Verantwortung bei den Sabres wird untermauern können?

Neben den besonders hohen Erwartungen an die beiden 'Neuen' Hutton und Dahlin, sind viele Sabres im Hinblick auf die fernere Zukunft positiv gestimmt. Während die gerade frisch Hinzugewonnenen das Fundament des Teams weiter verbreiten sollen, befinden sich die Sabres zudem in der glücklichen Lage drei Draft-Picks der ersten Runde für den NHL Draft 2019 in ihren Händen zu halten.

 

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Botterill bietet sich im kommenden Sommer also weiterhin die Möglichkeit den konsequenten Neuaufbau seiner Mannschaft durch eine weitere Verjüngung mit nachrückenden Stars voller Entschlossenheit voranzutreiben. Das ist durchaus Anlass zu einer grundsätzlichen Zufriedenheit mit dem derzeitigen Stand der Dinge bei den Sabres.

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