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Sven Andrighetto sehnt sein Comeback herbei

Der Avalanche-Stürmer will nächste Woche das Business-Outfit gegen die Spielkleidung tauschen

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Jeden Donnerstag im Laufe der Saison 2017/18 widmet NHL.com/de einem deutschsprachigen Spieler einen speziellen Bericht. Dabei stellen wir sowohl junge Spieler, die sich einen Namen machen wollen, als auch etablierte Akteure und Teamleader ins Rampenlicht.

In dieser Ausgabe: Sven Andrighetto (Colorado Avalanche)

Bei seinem jüngsten Aufenthalt im Bell Centre in Montreal wäre Sven Andrighetto gut als ein Schweizer Investmentbanker durchgegangen. Mit weißem Hemd, Krawatte und elegantem Mantel schritt er am Dienstag durch die Arena und suchte das Gespräch mit alten Bekannten. Zweieinhalb Jahre stand er in Diensten der Canadiens, bevor er im März vorigen Jahres den Arbeitgeber wechselte und sich den Colorado Avalanche anschloss. Die Wahl des Business-Outfits statt der sportlichen Variante hatte einen wenig erfreulichen Hintergrund. Andrighetto macht noch immer eine Verletzung zu schaffen, die er sich an Silvester im Match gegen die New York Islanders bei einem Crash in die Bande zugezogen hatte. Deshalb konnte er im Januar noch kein einziges Spiel bestreiten. Doch ein Ende der Leidenszeit scheint in Sicht. Der 24-Jährige Züricher hofft auf sein Comeback in der kommenden Woche.

Gerne hätte Andrighetto bei der Rückkehr an die frühere Wirkungsstätte auf dem Eis mitgewirkt. Aber ein Einsatz gegen die Canadiens wäre nach seinen Worten zu früh gekommen. "Das ist natürlich schade. Aber die Gesundheit geht vor. Ich spüre die Verletzung nach wie vor und brauche noch ein paar Tage", sagte er dem Online-Portal der Schweizer Tageszeitung Blick. So musste der Stürmer in Montreal von der Tribüne aus mit ansehen, wie die stolze Serie der Avalanche von zehn Siegen am Stück endete. Dennoch stand der zweimalige Stanley-Cup-Champion aus Denver auch nach der Niederlage weiter auf dem zweiten Wildcard-Platz für die Stanley Cup Playoffs in der Western Conference. Die Voraussetzungen für eine Endrundenteilnahme seines Teams sieht Andrighetto in diesem Jahr als gegeben. "Wir haben ein ganz anderes Team als im Vorjahr, vor allem sind wir jünger und schneller geworden. Das hat man zuletzt deutlich gesehen", analysierte er. Dennoch seien die Playoffs kein Selbstläufer. "Wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen und von Spiel zu Spiel denken. Das Ziel sollte sein, immer noch ein wenig besser zu werden", betonte der Flügelstürmer.

 

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Die Canadiens hatten den Schweizer beim NHL Draft 2013 in der dritten Runde an Gesamtposition 86 ausgewählt. Ein Jahr später feierte er sein Debüt beim Traditionsklub aus dem Osten Kanadas. In der Zeit in Montreal deutete er mehrfach sein großes Potenzial an, stand jedoch nicht durchgängig im NHL-Kader. Ganz anders in Colorado. Seit dem Wechsel im Rahmen der Trade-Deadline zählt Andrighetto unumstritten zum Stammpersonal. Vom Start weg belebte er das Angriffsspiel der Avalanche. Bis zum Ende der Hauptrunde 2016/17 bestritt er 19 Begegnungen und verbuchte dabei 16 Scorerpunkte (5 Tore, 11 Vorlagen). Das waren exakt doppelt so viele, wie bei 27 Auftritten zuvor im Canadiens-Trikot.

Video: COL@ARI: Andrighetto erzielt die Führung per PPG

In der laufenden Spielzeit knüpfte er nahtlos an die überzeugenden Darbietungen in den letzten zwei Monaten der Vorsaison an. Nach 37 Auftritten hat er 18 Zähler (6 Tore, 12 Assists) auf dem Konto. In sieben Begegnungen punktete er sogar doppelt. Sollte er in Kürze wieder ins Geschehen eingreifen können und von weiteren verletzungsbedingten Ausfällen verschont bleiben, dürfte er seine bisherige persönliche Bestleitung von 24 Scorerpunkten aus der vergangenen Serie problemlos übertreffen.

Nach dem Gastspiel vom Donnerstagabend bei den St. Louis Blues steht für Colorado in der nächsten Woche ein drei Spiele umfassender Auswärtstrip nach Kanada auf dem Programm. Gegner sind die Vancouver Canucks, die Edmonton Oilers und die Winnipeg Jets. Wenn es nach Andrighetto geht, soll er an den Abenden dieser Dienstreise ganz eindeutig als Eishockey-Spieler identifizierbar sein.

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