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Das Ende der Avs-Siegesserie in der Analyse

Ursachen für die Niederlage von Colorado und ob es ein dauerhafter Rückschlag ist

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Zum siebten Mal in dieser Saison und zum ersten Mal während ihrer zehn Spiele dauernden Siegesserie mussten die Colorado Avalanche am Dienstag Back-to-Back, also an einem zweiten Tag in Folge, antreten. 24 Stunden nach ihrem 4:2-Sieg bei den Toronto Maple Leafs liefen die Männer aus Denver bei den Montreal Canadiens auf.

Wer sich vorher den Spielplan der Avalanche angeschaut hatte, vermutete bereits, dass es wohl kein gutes Ende für Colorado nehmen und die Siegesserie Geschichte werden könnte. Von den sieben Back-to-Backs in dieser Saison konnten sie erst einmal am zweiten Tag gewinnen, am 28. Oktober zu Hause gegen die Chicago Blackhawks (6:3). Allerdings waren sie zuvor bei den Vegas Golden Knights deutlich mit 7:0 unterlegen gewesen.

Gerade diese Partien innerhalb 24 Stunden haben es für viele Mannschaften in sich, erst recht, wenn noch Reisestrapazen dazu kommen und der Gegner ausgeruht ist, wie es bei den Canadiens der Fall war, die zuvor zwei Tage Pause hatten.

 

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"Er war großartig", sagte Trainer Jared Bednar über Torhüter Jonathan Bernier. "Er war der einzige Junge, der nicht müde aussah."

Bernier, für den eine persönliche Serie nach neun Siegen in Folge endete, verbuchte 36 Saves. Er konnte in seiner Karriere noch nie in Montreal gewinnen (0-7-2) und erst einmal in insgesamt 14 Auftritten gegen die Canadiens (1-10-3).

Der Torhüter, machte es dem Team gleich und stellte die zweitlängste Erfolgsserie der Franchise-Geschichte auf. Die Avalanche lagen während ihres Lauf in der Summe nur 94 Sekunden im Rückstand. Beeindruckend!. Ihr Torverhältnis in den zehn Spielen lautete 41:16.

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Doch was folgt nach der Niederlage vom Dienstagabend? Sind die Avalanche gereift, um im Kampf um die Playoff-Plätze noch ein gehöriges Wörtchen mitreden zu können? Eine Möglichkeit, die ihnen nach der Katastrophen-Saison im vergangenen Jahr (22-56-4; 48 Punkte) kaum jemand zugetraut hatte. Derzeit belegen sie mit 57 Punkten (27-17-3) nach 47 Spielen den zweiten Wildcard-Platz in der Western Conference.

"Es war ein guter Lauf, er ist vorbei, wir müssen weitergehen", betonte Bednar nach dem Spiel in Montreal. "Ich weiß es nicht, aber es hat heute so ausgesehen, dass wir etwas platt waren. Den Eindruck bekam, so wie wir gespielt haben. Sie waren zielgerichteter, sie waren physischer, sie gewannen die Zweikämpfe und waren in jeder Kategorie des Spiels doppelt so gut."

 

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Das, was Bednar mit seinem Statement ausdrücken will, darauf hoffen die Fans der Avalanche. Die Niederlage in Montreal war dem Spielplan sowie der Belastung geschuldet. Bereits am Donnerstag im wichtigen Divisionsduell bei den St. Louis Blues werden wir wieder ein anderes Auftreten des Teams sehen.

Unabhängig davon, wie es beim Stanley Cup Sieger von 1996 und 2001 weitergeht, ist anzumerken, dass ein Sieger in dieser Saison in Person von General Manager Joe Sakic feststeht. Sakic hat nicht nur im turbulenten Sommer 2016, als sein Freund und Ex-Teamkollege Patrick Roy im August das Traineramt hinschmiss, die Ruhe bewahrt, sondern auch beim Matt Duchene Trade mit den Ottawa Senators sehr überlegt, geduldig und souverän gehandelt. Ein größeres Risiko lag aber darin, im Sommer 2017, trotz des bodenlosen Abschneidens, an Bednar als Trainer festzuhalten.

Unter dieser Führung dürfte der Neuaufbau, das in der Vergangenheit so erfolgreiche Franchise, auf einem guten Weg sein. Das Erreichen der Stanley Cup Playoffs in diesem Jahr wäre ein vorzeitiges Geschenk für den eingeschlagenen Kurs.

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