Skip to main content

Nach den Awards 2019 kommt der Blick auf 2020

Am Mittwoch wurden die besten Spieler in sämtlichen Kategorien ausgezeichnet und mancher Favorit für nächste Saison steht schon fest

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Mit den NHL Awards 2019 fand am Mittwoch das erste wichtige Ereignis der Sommerpause statt. Die besten Spieler der Liga wurden in unterschiedlichen Kategorien ausgezeichnet, vom besten Torhüter, über den Spieler, der den größten Sportsgeist zeigt, bis hin zum erfolgreichsten Torschützen. Es gab einige erstmalige Preisträger, aber auch bekannte Größen, die ihre Sammlung erweiterten. Die großen Gewinner waren Nikita Kucherov und Andrei Vasilevskiy von den Tampa Bay Lightning, sowie Alex Ovechkin als bester Torjäger. Wer hat wohl im kommenden Jahr besonders gute Chancen?

Bei einigen Trophäen lässt sich kaum beurteilen, wer in Frage kommt. Die Bill Masterton Trophy etwa, die diese Saison an Robin Lehner ging, zeichnet Spieler mit besonderer Hingabe zum Eishockey aus. Dabei geht es meist um Comebacks nach schweren Verletzungen oder Krankheiten. Daher ist es kaum möglich vorherzusagen, welche Spieler überhaupt in eine Situation kommen, die sie für den Preis qualifiziert.

 

[Ähnliches: Die Preisträger der Saison 2018/19 wurden gefeiert]

 

Etwas leichter wird es schon bei der Calder Trophy für den besten Rookie der Saison. Zwar kommt es hier auch zu Überraschungen, man geht jedoch kein großes Risiko ein, wenn man auf Kaapo Kakko und Jack Hughes als Finalisten tippt. Die beiden werden als sichere Picks Nummer eins und zwei gehandelt und sollten in der Lage sein, um die Auszeichnung zu kämpfen.

Spannend könnte der Kampf um die Vezina Trophy werden. Diese Saison ging die Auszeichnung für den besten Torhüter an Andrei Vasilevskiy von den Tampa Bay Lightning. Im Finale stand auch der Torhüter der Dallas Stars, Ben Bishop, der bereits zum dritten Mal nominiert wurde. Er wäre einer von mehreren Kandidaten, die in Frage kämen. Pekka Rinne und Tuukka Rask gewannen beide bereits einmal, Marc-Andre Fleury ist einer von mehreren Torhütern, die noch auf diesen Erfolg warten und mit Jordan Binnington, der am Mittwoch im Finale stand, und Carter Hart hat die abgelaufene Saison vielversprechende junge Torhüter gesehen.

Video: CEN@PAC: Fleury beraubt Scheifele durch Reaktion

Am anderen Ende der Eisfläche kann man davon ausgehen, dass Alex Ovechkin wieder der Favorit für die "Rocket" Richard Trophy ist. Der Kapitän der Washington Capitals bekam die Trophäe diese Saison zum sechsten Mal in sieben Jahren überreicht. Diese Saison machte immerhin Leon Draisaitl Hoffnung auf Abwechslung. Bei den Edmonton Oilers erzielte er 50 Tore und lag damit nur einen Treffer hinter Ovechkin.

Vom besten Torschützen ist der Weg zum besten Scorer nicht weit, der mit der Art Ross Trophy belohnt wird. Diese Saison ging sie an Nikita Kucherov, der für die Tampa Bay Lightning 128 Punkte sammelte, davor sicherte sich Connor McDavid den Preis zweimal in Folge. Seit McDavid 2015 in die NHL kam, sammelte er dennoch nicht die meisten Punkte, ebenso wenig Kucherov, der knapp vor ihm auf Rang drei liegt. Wer auf Sidney Crosby setzt, liegt ebenfalls falsch, der belegt den vierten Platz. Am konstantesten liefert Patrick Kane Punkte ab. Er kommt auf 381 Punkte in 327 Spielen, verpasste also auch nur ein Spiel in vier Saisons. Er könnte kommende Saison durchaus ein Zeichen setzen und beweisen, dass er, mit dann 31 Jahren, noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Nicht ganz so spektakulär, aber kaum weniger umkämpft, sind die Frank J. Selke Trophy für den defensivstärksten Stürmer und die James Norris Trophy für den besten Verteidiger. Mark Giordano wurde dieses Jahr zum besten Abwehrspieler gekürt und setzte damit den abwechslungsreichen Trend der vergangenen Jahre fort. Zu den Favoriten zählen sicherlich Brent Burns und Erik Karlsson von den San Jose Sharks, sowie Victor Hedman von den Lightning, der vor einem Jahr ausgezeichnet wurden. Allerdings drängten sich diese Saison weitere Spieler in die engere Auswahl, wie etwa Morgan Rielly, oder Ovechkins Mitspieler John Carlsson.

Video: VGK@WSH, Sp4: Carlson zieht im PP direkt ab

Bei der Selke Trophy gibt es eine klare Dominanz zweier Spieler. In den vergangenen acht Jahren gewann sie Patrice Bergeron von den Boston Bruins viermal, Anze Kopitar von den Los Angeles Kings zweimal. Ein Finale ohne wenigstens einen der beiden scheint kaum vorstellbar. Jonathan Toews, Ryan Kessler und Mikko Koivu waren in den vergangenen Jahren oft in der engeren Auswahl, allerdings sind Koivu und Kessler nicht mehr die jüngsten und beide leiden unter Verletzungsproblemen. Toews scheint noch die wahrscheinlichste Option, um sich in das Duell zwischen Kopitar und Bergeron einzumischen.

Die beiden vielleicht begehrtesten Preise sind der Ted Lindsay Award und die Hart Trophy. Mit der Hart Trophy wird der wertvollste Spieler ausgezeichnet, beim Ted Lindsay Award wählt die Spielergewerkschaft NHLPA den herausragendsten Spieler. Kucherov holte diese Saison beide Trophäen ab. Das der beste Scorer mit einer oder beiden dieser Trophäen ausgezeichnet wird, ist keine Seltenheit, wie auch McDavid aus der Saison 2016/17 weiß. Er dürfte sich erneut im Favoritenkreis bewegen, genau wie Crosby, der den Ted Lindsey Award bereits dreimal gewann und die Hart Trophy zweimal. Kane holte 2015/16 das Triple und könnte durch eine weitere Saison mit über 100 Punkten die Wiederholung schaffen.

Die Sommerpause hat gerade begonnen und es dauert lange bis zur nächsten Saison, die viele Fans bereits jetzt herbeisehnen. Doch umso größer kann dann die Freude auf die neue Spielzeit sein, in der die besten Spieler der Welt sich messen und untereinander ausmachen, wer der beste Spieler in seiner Disziplin ist und wer am Ende eine Trophäe in Händen hält.

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.