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6. Powerranking: Führungswechsel

Washington Capitals verdrängen Boston Bruins vom ersten Platz in der Bestenliste von NHL.com/de

von Marc Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wider und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Sonntag auf Montag.

Wochenlang haben die Boston Bruins das Geschehen in der Eastern Conference dominiert. In der vergangenen Woche offenbarten sie jedoch überraschend Schwächen. Die Washington Capitals lauerten in der Verfolgung und nutzten die Gelegenheit. Sie erwischten eine perfekte Woche und sorgten für einen Führungswechsel im Powerranking. 

1. Washington Capitals (13-2-3, Vorwoche: 2.)

Die Washington Capitals nehmen wieder ihren über viele Jahre angestammten Platz an der Spitze des Powerrankings ein. Nach mehreren Wochen, in denen sie konsequent erfolgreiches Eishockey zelebriert haben, stehen sie auch tabellarisch hervorragend da. Mit 29 Zählern aus 18 Saisonspielen sind sie ligaweit das punktbeste Team.

Video: VGK@WSH: Siegenthaler markiert seinen ersten Treffer

Für die Florida Panthers (5:4 nach Verlängerung) und die Vegas Golden Knights (5:2) waren die Capitals eine Nummer zu Groß. Washington drehte seine Offensivmaschinerie voll auf und versprühte Freude am Toreschießen. Nicklas Backstrom (zwei Tore, einen Assist), Tom Wilson (drei Tore) und Alex Ovechkin (zwei Tore, einen Assist) sammelten jeweils drei Punkte. Gar nicht zu stoppen war Evgeny Kuznetsov. Der russische Center war gleich fünf Mal erfolgreich (ein Tor, vier Assists). 

2. Boston Bruins (11-3-3, Vorwoche: 1.)

Zu viel Lob kann gut und gerne auch mal nach hinten losgehen. So erging es in der vergangenen Woche den Boston Bruins. Nach einem Monat, in dem sie die Liga nach Belieben dominiert hatten, zeigten die Bruins, dass sie auch nur eine Eishockeymannschaft mit Höhen und Tiefen sind. Am Mittwoch riss gegen die Montreal Canadiens (2:5-Niederlage) ihre sieben Spiele anhaltende Erfolgsserie.

Zum Wochenausklang folgten weitere Niederlagen gegen die Detroit Red Wings (2:4) und Philadelphia Flyers (2:3 nach Shootout). Grund für diese kleine Niederlagenserie ist auch, dass sich die sonst so überragenden Bruins-Stürmer David Pastrnak und Brad Marchand schwertaten. Marchand kam in den vergangenen drei Spielen auf lediglich einen Treffer und eine Minus-5-Statistik. Pastrnak schoss im gleichen Zeitraum ebenfalls nur ein Tor (Minus-3).

3. Colorado Avalanche (10-5-2, Vorwoche: 3.)

Wirklich gelichtet hat sich das Lazarett der Colorado Avalanche in der vergangenen Woche nicht. Gabriel Landeskog (unterer Körperbereich) und Mikko Rantanen (unterer Körperbereich) stehen weiterhin auf der Verletztenliste. Dennoch haben sich die Avalanche mit ihrer misslichen Lage angefreundet und Lösungen gefunden.

Gegen die Columbus Blue Jackets schüttelten sie ein Ass aus dem Ärmel, welches niemand auf dem Schirm hatte. Der 21-jährige Rookie Cale Makar schoss die Avalanche am Samstag mit zwei wichtigen Toren zum Sieg gegen die Blue Jackets (4:2). Ein offensives Feuerwerk brannten sie auch am Donnerstag gegen die Nashville Predators ab. Nathan MacKinnon erwischte einen Vier-Punkte-Abend und führte die Avalanche zu einem 9:2-Sieg.

4. Edmonton Oilers (12-5-2, Vorwoche: 4.)

Im Powerranking heißt es Stillstand für die Edmonton Oilers. Tatsächlich haben sie sich in der Liga aber auch in der vergangenen Woche Respekt verschafft. Nachdem der Wochenauftakt gegen die Arizona Coyotes (2:3-Niederlage nach Overtime) und St. Louis Blues (2:5-Niederlage) eher unglücklich verlief, fanden die Oilers jedoch wieder in die Erfolgsspur zurück.

Video: EDM@ANA: McDavid führt Oilers mit Hattrick zum Sieg

Weder für die New Jersey Devils (4:0-Sieg) noch für die Anaheim Ducks (6:2-Sieg) gab es was zu holen. Mit Sage und Schreibe 34 Punkten (14 Tore, 20 Assists) aus 19 Saisonspielen ist Leon Draisaitl weiterhin der erfolgreichste Oilers-Offensivspieler. Werte, die ihn auch an die Spitze der Ligastatistik katapultierten.

5. Tampa Bay Lightning (8-5-2, Vorwoche: 6.)

In Stockholm ging es für die Tampa Bay Lightning bei der NHL Global Series nicht nur um wichtige Punkte, sondern auch darum, die eher glücklosen Auftritte der vergangenen Wochen aus den Köpfen zu bekommen. Aufgaben, die die Lightning bravourös meisterten.

Gegen die Buffalo Sabres fuhren sie im Ericsson Globe zwei Siege ein. Die Lightning können wahrlich auf eine erfolgreiche Reise zurückblicken. Jetzt gilt es für sie, das wiederentdeckte Selbstvertrauen und den Optimismus mit in die kommenden Aufgaben zu nehmen und die langersehnte Serie zu starten. 

6. St. Louis Blues (12-3-3, Vorwoche: 8.)

Die St. Louis Blues sind so etwas wie die Aufsteiger der Woche. Vom achten Platz ging es für sie auf Rang Nummer sechs und damit mitten rein in die umkämpfte Riege der aktuellen Topteams. Seit sieben Spielen sind die amtierenden Stanley Cup Champions ungeschlagen. 

Auswärtssiege gegen die Vancouver Canucks (2:1 nach Overtime), Oilers (5:2) und Calgary Flames (3:2) ließen die Herzen der Blues-Fans in der vergangenen Woche höherschlagen. Brayden Schenn (10 Tore) und David Perron (8 Tore) führen die interne Torjägerliste an.

7. Pittsburgh Penguins (10-6-1, Vorwoche: 7.)

Am Ende zählt nicht das "Wie" sondern das "Was", dachten sich die Pittsburgh Penguins und holten sich gegen die New York Islanders und Chicago Blackhawks jeweils doppelte Punkte nach der Verlängerung bzw. dem Penaltyschießen. Die Auftritte der Penguins waren vielleicht keine Demonstrationen ihrer Stärke aber immerhin effektiv.

Video: CHI@PIT: McCann ist per Penalty erfolgreich

Federn ließ Pittsburgh lediglich am Montag gegen die Bruins (4:6-Niederlage). Trotzdem stehen sie tabellarisch passabel da (erster Wildcard-Platz der Eastern Conference). Fragezeichen kreisen lediglich über Kapitän Sidney Crosby. Nachdem er von einem Schuss getroffen wurde, verließ er gegen die Blackhawks das Eis. Ob ihm womöglich eine längere Verletzungspause bevorsteht, ist noch ungeklärt.

8. New York Islanders (12-3-1, Vorwoche: 10.)

Die New York Islanders gingen mit einer überragenden Siegesserie von neun Spielen in die Woche. Dass eine solche Serie einmal reißen muss, war klar. Dass sie danach jedoch weiterhin unbeirrt erfolgreiches Eishockey spielen, war so nicht abzusehen. Nachdem die Islanders am Dienstag gegen die Ottawa Senators (4:1-Sieg) ihre Siegesserie auf zehn Spiele ausgebaut hatten, folgte am Donnerstag gegen Pittsburgh (3:4-Niederlage nach Overtime) der Dämpfer.

Trotzdem dachten die New Yorker nicht daran, zurückzustecken. Angeführt von Torhüter Thomas Greiss, der seit Wochen nahezu alles abfängt, was auf ihn zukommt, ergatterten sie sich am Samstag gegen die Panthers (2:1-Sieg) wieder zwei Punkte. Ihre seit zwölf Spielen anhaltende Punkteserie ist die längste der Liga. 

9. Buffalo Sabres (9-6-2, Vorwoche: 4.)

Das Team von Trainer Ralph Krueger scheint in den vergangenen Wochen vollkommen aus der Bahn geraten zu sein. Nach einem überragenden Saisonstart finden sich die Buffalo Sabres in einem Abwärtsstrudel wieder. Dieser fand auch in der abgelaufenen Woche noch nicht den Boden.

Gegen die Lightning kassierten die Sabres zwei Niederlagen (3:5 und 2:3) bei der NHL Global Series 2019 in Stockholm. Sam Reinhart war der wohl einzige Lichtblick bei den Sabres in der vergangenen Woche. Der Center erzielte vier Punkte (drei Tore, einen Assist) bei den zwei Niederlagen gegen die Lightning.

10. Nashville Predators (9-5-3, Vorwoche: 11.)

Eine ausgeglichene Bilanz von einem Sieg, einer Niederlage nach regulärer Spielzeit und einer Niederlage nach Penaltyschießen fuhren die Nashville Predators in der vergangenen Woche ein. Ausschließlich auswärts musste Nashville ran. Nachdem sie am Montag mit 6:0 gegen die Detroit Red Wings gewonnen hatten, kassierten sie in Colorado eine deftige 4:9-Schlappe. Am Samstag kamen die Predators bei den San Jose Sharks nicht über eine 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen hinaus. 

Video: NSH@DET: Duchene trifft in Überzahl im Nachfassen

Nashville zeigt in der laufenden Saison viele Gesichter. Eines das sie jedoch noch nicht für sich gefunden haben, trägt den Schriftzug "Konstanz" auf der Stirn. Ehe es wieder in Richtung Heimat geht, muss das Team am Dienstag noch auswärts gegen die Canucks ran.

11. Florida Panthers (8-4-5, Vorwoche: 12.)

Den Florida Panthers erging es in der vergangenen Woche fast genauso wie den Predators. Auch sie konnten nur ein Mal gewinnen und kassierten darüber hinaus eine Niederlage nach regulärer Spielzeit und eine weitere nach Overtime.

Auch wenn es am Ende nicht für einen doppelten Punktgewinn reichte, kann der Punktgewinn gegen die starken Capitals am Donnerstag (4:5-Niederlage nach Overtime) als Erfolg gewertet werden. 

12. Toronto Maple Leafs (9-6-4, Vorwoche: 13.)

Die Toronto Maple Leafs sind noch nicht ganz auf dem Level angekommen, das sie erreichen wollen. In der Momentaufnahme stehen sie jedoch hinter Boston auf dem zweiten Platz der Atlantic Division und damit auf einem Playoffplatz.

Ihre unbestritten vorhandene Klasse ließen die Maple Leafs in der vergangenen Woche nur phasenweise aufblitzen. Letztendlich kosten sie jedoch die Niederlagen gegen die Philadelphia Flyers (2:3 nach Shootout) und Blackhawks (4:5) wichtige Punkte.

13. Carolina Hurricanes (9-7-1, Vorwoche: 9.)

Den Carolina Hurricanes scheint nach dem überzeugenden Saisonstart so langsam etwas die Luft auszugehen. In der vergangenen Woche sprang für sie nichts Zählbares heraus. Gegen vermeintlich schlagbare Gegner aus Philadelphia (1:4-Niederlage), New York [Rangers] (2:4-Niederlage) und Ottawa (1:4-Niederlage) setzte es überraschend deutliche Niederlagen.

Wo es hapert zeigt auch, dass mit Dougie Hamilton (sieben Tore, elf Assists) ein Verteidiger punktbester Spieler des Teams von Coach Rod Brind'Amour ist.

14. Calgary Flames (10-7-3, Vorwoche: 16.)

Die Calgary Flames können durchaus zufrieden auf die vergangene Woche zurückblicken. Gegen die Arizona Coyotes (4:3-Sieg nach Overtime) und Devils (5:2-Sieg) gaben sich die Flames keine Blöße. Dass sie am Samstag gegen favorisierte Blues den Sack nicht zumachen konnten und nach der Verlängerung mit 2:3 verloren, schmälert den Gesamteindruck nicht.

Video: NJD@CGY: Gaudreau per Rückhand über den Innenpfosten

Calgary hat spitze Pfeile im Köcher und kann seinen Gegnern jederzeit wichtige Punkte abknöpfen. Hierfür sorgen nicht zuletzt die beiden Stürmer Matthew Tkachuk und Elias Lindholm, die die interne Torjägerliste mit jeweils zehn Treffern anführen.

15. Philadelphia Flyers (10-5-2, Vorwoche: -)

Für die Philadelphia Flyers ging es in der vergangenen Woche fast schon von Null auf Hundert. Den krönenden Abschluss einer durchaus erfolgreichen Woche mit vier Siegen stellte das Duell mit den Bruins am Samstag dar.

Im TD Garden fügten sie den Führenden der Atlantic Division eine schmerzhafte 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen zu. Probleme könnte es für Philadelphia geben, wenn sie weiterhin so nachlässig mit ihren Führungen umgehen. Gegen Boston, Montreal und Toronto verspielten sie jeweils Zwei-Tore-Führungen, hatten dann jedoch das glücklichere Händchen für sich. 

16. Montreal Canadiens (9-5-3, Vorwoche: -)

Auch die Montreal Canadiens zeichneten sich als fleißige Punktesammler aus. Angefeuert von einem 5:4-Erfolg gegen die Bruins am Dienstag wollten sie auch gegen Philadelphia und die Los Angeles Kings nichts verschenken. Zwar ging ihnen gegen die Flyers in der Overtime die Puste aus (2:3-Niederlage), gegen die Kalifornier machten sie es jedoch besser.

Verteidiger Shea Weber (fünf Tore, acht Assists) übernahm Verantwortung und schoss seine Canadiens am Samstag mit zwei Toren zu einem 3:2-Sieg gegen die Kings. 

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