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Die 94er-Helden der Rangers wurden gefeiert

Die Rangers ehrten ihre Stanley Cup Champions von 1994 und werden den Umbau des Kaders konsequent fortsetzen

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Sie schwelgten in der Vergangenheit, ehrten ihre Matadoren, die ihnen den größten Erfolg beschert hatten nach einem halben Jahrhundert des Wartens. Sie skandierten lautstark 'Let's go Rangers'. Keinen Zuschauer hielt es auf den Sitzen, denn sie waren alle am Freitagabend gekommen, die geladenen Helden der Saison 1993/94, um mit ihren Fans das 25-jährige Jubiläum ihres Triumphes zu begehen.

 

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Während der von Sam Rosen und John Davidson vorgetragenen Laudatio betraten sie einzeln aufgerufen, dem auf dem Eis des Madison Square Garden ausgelegten roten Teppich. 23 Champions, und ein freier Platz für den 2011 bei einem Flugzeugabsturz verunglückten Alexander Karpovtsev.

Diese Mannschaft war die Beste, die es Mitte der 90er-Jahre im Eishockeysport gab und vielleicht sogar die stärkste, die das Traditionsfranchise aus Manhattan in seiner 92-jährigen Geschichte jemals hatte. Ihre Namen klingen noch immer in den Ohren wie das who is who des Eishockeysports. Die Bilder ihres Triumphes kennt jeder Eishockeyfan, entweder weil er damals schon alt genug war, um das Unfassbare live mitverfolgen zu können oder eben in der Retrospektive.

Den Stanley Cup zu gewinnen ist das eine, ihn jedoch nach 54 Jahren in den Big Apple zu entführen und damit die Sehnsüchte von Millionen wahr werden zu lassen, ist etwas phantastisches. Mark Messier, Mike Richter, Brian Leetch, Adam Graves... haben das geschafft!

'Es ist etwas Unvorhersehbares geschehen, aber am Ende war es richtig. Ich hoffe du hattest die Zeit deines Lebens', singt Billie Joe Armstrong von Green Day in 'Good Riddance (Ein Glück, dass ich den los bin)'. Welcher Song würde besser auf die Situation der Rangers von damals passen, denen es gelang, den seit 1940 bestehenden Stanley Cup Fluch zu beenden? 

 

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Doch spätestens nach der ausgefallenen Saison 2004/05 und sieben Jahren, in denen sich die Rangers nicht für die Stanley Cup Playoffs qualifizierten, wurde das Begehren ihrer Anhängerschar nach einem Titelgewinn erneut von Jahr zu Jahr größer.

Die Rangers waren schon so nahe dran, ihnen den Wunschtraum zu erfüllen! Zwischen 2012 und 2015 standen sie zweimal im Eastern Conference Finale, 2014 drangen sie sogar bis in das Stanley Cup Finale vor, doch am Ende durften die Chicago Blackhawks jubeln.

Die Blueshirts hatte bis zur Mitte dieses Jahrzehnts ausgezeichnet, dass sie in der Tiefe gut besetzt waren. Seit Marian Gaborik (41 Tore, 35 Assists) in 2011/12 kam keiner ihrer Spieler auf über 70 Scorerpunkte, doch sie hatten in den folgenden drei Jahren bis 2015 mindestens acht im Kader, deren Punkteschnitt pro Spiel größer als 0,50 war. Und sie verfügten mit Henrik Lundqvist über einen Torhüter, der den Vergleich mit Stanley Cup Triumphator Richter nicht scheuen musste.

 

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Im Laufe der vergangenen Saison, als absehbar wurde, dass dieses Team seinen Leistungszenit überschritten hatte, verkündete das Management einen Neuanfang und setzte ihn auch konsequent durch. Rick Nash wurde an die Boston Bruins getradet, Verteidiger Ryan McDonagh an die Tampa Bay Lightning, um nur die namhaftesten Abgänge zu nennen. Der Kader wurde rigoros verjüngt. Das Durchschnittsalter der Rangers im Sturm beträgt in der laufenden Spielzeit gerade einmal 24,8 Jahre. Der jüngste von ihnen ist der tschechische Center Filip Chytil mit 19 Jahren. Er ist einer von sieben Rookies, denen die Rangers in der laufenden Saison eine Chance gaben, ihr Talent zu beweisen.

Auch in diesem Jahr werden die Rangers ihren Kurs des Neuaufbaus fortsetzen, obwohl ihr Rückstand von neun Punkten auf einen Playoffplatz zwar groß ist, aber aufholbar erscheint. Vielleicht könnten sie es sogar noch schaffen, in die Playoffs einzuziehen, doch diese Mannschaft ist noch nicht so weit, das ganz große Ziel zu erreichen.

Eine Vielzahl der Fans verstand ganz genau, was Messier meinte, als er sich bei seiner Ansprache aufmunternd an die jetzigen Spieler der Rangers richtete. "Wir lieben es in welcher Richtung euer Weg geht, wir wünschen uns, dass ihr gewinnt und wir wollen dabei sein, wenn ihr den Stanley Cup in die Höhe hebt."

Eine Hoffnung, die noch nicht in diesem Jahr erfüllt wird, doch die Zeit für die Rangers wird kommen und dann spürt eine neue Generation, was genau 'I hope you had the time of your life' bedeutet.

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