Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den New York Rangers und den Utah Mammoth

Die New York Rangers haben ihren guten Start in die NHL-Saison 2026/27 fortgesetzt. Das Team aus Manhattan setzte sich am Sonntag im heimischen Madison Square Garden mit 4:2 gegen die Utah Mammoth durch und feierte damit bereits den dritten Sieg in Folge. Besonders im Mittelpunkt stand dabei erneut Torhüter Igor Shesterkin, der nicht nur 28 Schüsse abwehrte, sondern auch seinen zweiten Scorerpunkt in ebenso vielen Spielen sammelte.

Nach der Auftaktniederlage bei den Boston Bruins (0:3) am Dienstag haben die Rangers damit eindrucksvoll die Kurve bekommen. Vor allem vor heimischem Publikum läuft es bislang deutlich besser als in der vergangenen Saison. New York gewann seine ersten beiden Heimspiele (zuvor 5:1 gegen die Tampa Bay Lightning) und steht nach vier Begegnungen (dazu kam noch ein 2:0 bei den Detroit Red Wings) bei einer Bilanz von 3:1. Zum Vergleich: In der vergangenen Spielzeit verloren die Rangers ihre ersten sieben Heimspiele. Den zweiten Heimsieg gab es damals erst am 24. November.

„Es fühlt sich gerade so gut an, vor unseren Fans gut zu spielen“, befand dann auch J.T. Miller nach dem Erfolg gegen Utah.

Shesterkin plötzlich auch als Torjäger gefragt

Für besondere Unterhaltung sorgt derzeit Torhüter Shesterkin. Der 30-Jährige hatte bereits beim Erfolg gegen die Lightning am Donnerstag für eine außergewöhnliche Szene gesorgt und das erste NHL-Tor seiner Karriere erzielt. Gegen Utah wäre ihm beinahe direkt der nächste Treffer gelungen.

Im ersten Drittel versuchte Shesterkin erneut, den Puck über das gesamte Eis im gegnerischen Tor unterzubringen. Verteidiger Mikhail Sergachev konnte allerdings rechtzeitig zurückeilen und den Treffer verhindern. „Ich fand es ziemlich lustig, als die Fans im ersten Drittel ‚Schieß!‘ gerufen haben, sobald sie den Torwart im gegnerischen Tor gesehen haben“, erzählte Rangers-Stürmer Will Cuylle.

Shesterkin musste sich schließlich mit einem Assist begnügen. Beim Empty-Net-Treffer von Eeli Tolvanen 1:15 Minuten vor dem Ende hätte der Torhüter durchaus selbst auf das leere Tor schießen können. Stattdessen spielte er den Puck klug weiter. „Er hat beim Empty-Net-Tor einen großartigen Spielzug gemacht. Er wollte nicht selbst auf das Tor gehen, sondern hat zu mir gepasst“, lobte Cuylle. „Er ist offensichtlich ein schlauer Typ. Er kann Paraden machen und auch ein bisschen Offensive spielen.“

UTA@NYR: Tolvanen mit dem Tor nach einer Vorlage von Cuylle und  Shesterkin

Damit hat Shesterkin nun in zwei aufeinanderfolgenden Einsätzen gepunktet. Das war zuletzt Torhüterkollege Connor Ingram für Utah im Februar 2025 gelungen. Drei Spiele in Serie mit mindestens einem Punkt schafften in der NHL-Geschichte bislang nur Henrik Lundqvist, Ed Belfour und Tom Barrasso.

Rangers entscheiden das Spiel im Schlussdrittel

Lange war die Partie gegen Utah allerdings alles andere als eine klare Angelegenheit. Vladislav Gavrikov brachte New York nach 17:18 Minuten im ersten Drittel mit 1:0 in Führung. Die Mammoth antworteten im zweiten Abschnitt durch Nick Schmaltz im Powerplay (35.).

Im Schlussdrittel legten die Rangers dann allerdings einen Gang zu. Gabe Perreault erzielte nach 3:15 Minuten das 2:1 (44.). Vorausgegangen war ein Angriff über Mika Zibanejad und Alexis Lafreniere. Vejmelka konnte Lafrenieres Schuss zunächst abwehren, doch der Puck sprang direkt zu Perreault zurück. Der junge Stürmer ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen.

„Ich hatte das komplette Tor vor mir“, sagte Perreault anschließend.

Miller erhöhte in der 53. Minute auf 3:1. Gavrikovs Schuss von der blauen Linie wurde vor dem Tor von Miller mit dem Schlittschuh entscheidend abgefälscht. Ein typisches Tor, das die neue Widerstandsfähigkeit der Rangers symbolisieren könnte.

„Wenn man das zehnmal pro Spiel macht, geht irgendwann einer vom Fuß rein“, erklärte Miller. „So schlägt man Mannschaften. Wenn man später in der Saison gewinnen will, sind das die Tore, die man erzielt. Nicht immer die schönen.“

UTA@NYR: Millers Schlittschuh fälscht die Scheibe von Gavrikov ab

Andrew Peeke brachte Utah knapp fünf Minuten vor dem Ende noch einmal auf 2:3 (55.) heran. Für die Wende reichte es jedoch nicht mehr. Tolvanen sorgte mit seinem dritten Treffer in drei Spielen für die Entscheidung (59., en).

Sullivan sieht Fortschritte im Spiel der Rangers

Trainer Mike Sullivan konnte vor allem mit dem Verhalten seiner Mannschaft in den entscheidenden Minuten zufrieden sein. In den vergangenen drei Spielen haben die Rangers ihre Gegner im Schlussdrittel mit 5:1 dominiert. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung, nachdem New York beim Saisonauftakt in Boston innerhalb weniger Minuten drei Gegentore im letzten Abschnitt kassiert und die Partie mit 0:3 verloren hatte.

„Ich denke, das ist ein Zeichen dafür, wie unsere Einstellung gerade ist“, sagte Sullivan. „Wir versuchen, als Mannschaft zu spielen. Wir sprechen regelmäßig darüber, dass wir nicht vorauseilen, im Moment bleiben und uns auf den nächsten Spielzug oder den nächsten Wechsel konzentrieren – unabhängig davon, was gerade passiert.“

Genau diese mentale Stabilität habe seine Mannschaft zuletzt ausgezeichnet. „Ein wichtiger Teil davon, Spiele zu Ende zu bringen, ist die Fähigkeit, im Moment zu bleiben und sich nicht von den Umständen überwältigen zu lassen“, erklärte der Trainer.

Auch die Stimmung auf der Bank habe sich verändert. „Man kann die Energie auf der Bank hören“, sagte Sullivan. „Und auch die Gespräche darüber, wie wir in bestimmten Situationen spielen wollen, zeigen, dass die Mannschaft gerade viel Vertrauen entwickelt.“

Trocheck erlebt besondere Rückkehr

Für Vincent Trocheck war die Partie eine besondere. Der Stürmer kehrte erstmals nach seinem Wechsel nach Utah an seine frühere Wirkungsstätte zurück. Trocheck hatte vier Jahre für die Rangers gespielt, ehe er am 1. Juli im Rahmen eines Trades zu den Mammoth wechselte.

Die Niederlage konnte er nicht verhindern. Mit dem Einsatz seiner Mannschaft war er dennoch zufrieden. „Ich habe unseren Einsatz geliebt. Bei der Ausführung hat es heute einfach nicht gereicht“, sagte Trocheck. „Aber über unseren Einsatz und darüber, wie wir füreinander eingestanden sind, kann man definitiv nichts Schlechtes sagen.“

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Auf Seiten der Rangers bleibt neben der positiven Entwicklung allerdings eine kleine Sorge. Center Joe Veleno musste die Partie im ersten Drittel wegen einer Unterkörperverletzung vorzeitig beenden. Sullivan kündigte an, dass es am Montag voraussichtlich weitere Informationen geben werde.

Ansonsten aber scheint in New York nach einem schwierigen Vorjahr derzeit vieles in die richtige Richtung zu laufen. Drei Siege in Serie, zwei erfolgreiche Heimauftritte und ein Torhüter, der plötzlich auch offensiv für Schlagzeilen sorgt: Der Saisonstart der Rangers macht jedenfalls Lust auf mehr.

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