Skip to main content

Analytik All-Stars nach den ersten 20 Saisonspielen

Diese sechs Spieler machen den Unterschied auf ungewohntem Terrain aus

von Rob Vollman / NHL.com Korrespondent

Ungeachtet dessen, nach welchem Verfahren ein All-Star Team nach einem Viertel der Saison gewählt wird, der Fokus liegt momentan voll und ganz auf den Spielern die 23 Jahre oder jünger sind. Die drei ersten Plätze im Rennen um die Scorerkrone haben Spieler aus dieser Gruppe inne: Connor McDavid, 19, von den Edmonton Oilers, Mark Scheifele, 23, von den Winnipeg Jets und Nikita Kucherov, 23, von den Tampa Bay Lightning.

Dieses Analytik All-Star Team besteht nicht aus den besten sechs Spielern auf der jeweiligen Position, doch die sechs zeigen Qualitäten und führen die Liga auf Gebieten an, die nicht so häufig Berücksichtigung finden, wie z.B. das Ziehen von Strafzeiten, Puckbesitz, Spielzeit wenn es wichtig ist oder anderen Werten, die man aus den NHL Spielstatistiken herauslesen kann.

Linksaußen

Nikolaj Ehlers, Winnipeg Jets

Zu den effektivsten Reihen in der NHL, die mit jungen Spielern besetzt ist, zählt das Topscoring Trio Ehlers, 20, Scheifele, 23, und Patrik Laine, 18. Sie haben zusammen 30 der 65 Jets-Tore erzielt und sie kamen gemeinsam auf 65 Scorerpunkte in Winnipegs ersten 25 Saisonpartien.

Aufgrund des enormen Speeds, dem Talent und der Energie, die diese Reihe an den Tag legt, zog Ehlers den Ligabestwert von 16 Strafzeiten für den Gegner, das sind nur sechs weniger als in seiner Rookie-Saison 2015/16 (wie von Corsica Hockey kumuliert). Ehlers musste fünfmal auf der Strafbank Platz nehmen. Seine Differenz von +11 ist der beste Wert in der NHL.

Nazem Kadri von den Toronto Maple Leafs, der dreimal in den letzten vier Spielzeiten die NHL in dieser Kategorie angeführt hat, zog bis vor dem Spiel vom Mittwoch fünf Strafzeiten und kassierte 14.

Center

Claude Giroux, Philadelphia Flyers

Giroux, 28, hat 287 von 526 Faceoffs gewonnen. Mit seiner Quote von 54,6 Prozent belegt er den 26. Platz unter allen Spielern, die mindestens 100 Mal am Bullypunkt standen. Es gibt aber eine bessere Methode, um festzustellen wie gut ein Spieler am Bullypunkt ist, als die reine Auswertung, wer beim Anspiel zuerst am Puck war.

Beim Anspiel ist es das wichtigste in Puckbesitz zu kommen. Wie erfolgreich ein Anspiel ausgeführt wurde kann auch daran gemessen werden, ob das Team bei einem Bully im Angriffsdrittel innerhalb von zehn Sekunden zu einem Schussversuch kam.

Aus dieser Perspektive betrachtet ist Giroux in dieser Saison einer der effektivsten Spieler am Bullykreis bei 5-gegen-5. Mit ihm kamen die Flyers, im Vergleich zu den durchschnittlichen Werten eines Centers in der Liga, zu 9,8 Schussversuchen mehr im Angriffsdrittel und verhinderten 9,6 Schussversuche mehr im Verteidigungsdrittel.
Addiert man diese Zahlen ergibt das ein Net Shots Post-Faceoff (NSPF) von 19,4 - laut Puckbase der beste Wert in der Liga.

Rechtsaußen

David Pastrnak, Boston Bruins

Die effektivste 2-Wege Reihe in der NHL besteht aus Pastrnak, Patrice Bergeron und Brad Marchand von den Boston Bruins.

Der Repräsentant aus dieser Reihe für das Analytik All-Star Team ist Pastrnak, 20, der mit seinen 13 Treffern in 18 Partien fast 25 Prozent aller 54 Tore von Boston erzielt hat.

Die dahinterstehende Analytik zeigt, dass die Bruins ein Torschussverhältnis von 304-188 ausweisen, wenn Pastrnak bei 5-gegen-5 auf dem Eis stand. Mit seinem SAT von +116 belegt er den zweiten Rang hinter Marchand mit +137.

Verteidiger

Erik Karlsson, Ottawa Senators

Karlsson, 26, ist bekannt für seine Offensivqualitäten. Er erzielte 19 Punkte (vier Tore, 15 Assists) in 23 Saisonpartien und führt die Scorerwertung der Senators an.

Er hat sich auch einen Namen als Ottawas Arbeitstier gemacht. Im Durchschnitt steht Karlsson 27:12 Minuten pro Spiel auf dem Eis, 4:30 Minuten mehr als der zweitbeste Senator. In der NHL belegt er damit den dritten Platz.

Weniger bekannt ist, dass Karlsson die Liga mit 70 geblockten Schüssen anführt und dass er zwei spielentscheidende Treffer im Shootout erzielt hat - zusammen mit Giroux die meisten in der NHL. Karlssons Shootout-Bilanz lautet 2-von-2. Alle anderen NHL-Verteidiger kommen zusammen auf neun Tore im Penaltyschießen.

Verteidiger

Rasmus Ristolainen, Buffalo Sabres  

Wenn es darauf ankommt schwierige Situationen zu überstehen, dann ist Ristolainen gefragt. Er bekommt eine Menge Eiszeit, wenn das Spiel im Verteidgungsdrittel angespielt wird und/oder bei Unterzahl.

Ristolainen, 22, ist einer von 13 Verteidigern, die einen Zone Start Prozentsatz von unter 40 Prozent vorweisen (Minimum 10 Spiele). Bei 5-gegen-5 stand er bei 116 Offensivbullys und bei 170 Defensivbullys auf dem Eis, was einen Zone Start Prozentsatz von 40,6 ergibt.

Er ist mit 3:16 Minuten einer von 20 Verteidigern, die im Schnitt pro Spiel mindestens drei Minuten bei Unterzahl auf dem Eis standen (Minimum 10 Spiele). Deryk Engelland von den Calgary Flames ist der einzige Verteidiger, der ebenfalls auf beiden Listen steht.

Ristolainen kommt im Durchschnitt auf 26:18 Minuten Eiszeit. Er ist damit Sechster in der NHL und liegt 3:43 Minuten vor dem Spieler der Sabres, der die zweitmeiste Eiszeit bekommen hat. Ristolainen stand in den letzten zwei Spielzeiten insgesamt 2.651:39 Minuten auf dem Eis, das sind 649:24 Minuten mehr als sein Verteidigungspartner Josh Gorges, der bei den Sabres den zweiten Rang inne hat.

Torhüter

Devan Dubnyk, Minnesota Wild

Carey Price von den Montreal Canadiens wird als bester Torhüter in dieser Saison viel gepriesen, doch die Zahlen von Dubnyk, 30, sind fast identisch.

Price kommt auf eine Fangquote von 94,7 Prozent, Dubnyk auf 94,6%. Dubnyk hat einen leicht besseren Gegentrefferschnitt (1,66) als Price (1.68). Bei der Erfolgsbilanz gibt es zwischen beide Torhüter einen deutlichen Unterschied. Price kommt auf 13-2-1 und Dubnyk auf 9-6-2. Doch es wäre nicht fair, wenn man die Bilanz zu Ungunsten von Dubnyk auslegen würde, da er weniger Unterstützung erhielt als Price.

Es gibt zwei Statistiken, bei denen Dubnyks Zahlen besser sind als die von Price. Dubnyk ist der einzige Torhüter mit vier Shutouts und er hatte 15 Quality Starts in 17 Partien. Laut Hockey Reference führt er die Liga mit einem Quality Start Prozentsatz von 88,2 an. Price kam zu zwei Shutouts und weist einen Quality Start Prozentsatz von 75,0 (12 von 16) aus.

Mehr anzeigen