Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Pittsburgh Penguins und den Winnipeg Jets

Die Winnipeg Jets haben am Montag ihren guten Start in die Saison mit einem 3:2-Auswärtssieg gegen die Pittsburgh Penguins weiter ausgebaut. Dieser ist ihnen gelungen, obwohl sie ohne ihren langjährigen Startorhüter Connor Hellebuyck auskommen müssen. Das lag nicht zuletzt daran, dass die anderen Schlussmänner mit starken Leistungen aufwarteten.

„Wir geben nie auf“, erklärte Torwart Clay Stevenson. Er hatte in Pittsburgh sein erstes Spiel für die Jets bestritten. „Alle ziehen am gleichen Strang und lernen voneinander. Diese Unterstützung ist so wichtig. Alle haben sich in den Pausen gegenseitig Mut gemacht.“

Fast perfekter Start

Nach einer enttäuschenden Saison 2025/26 war fraglich, wo die Reise für die Jets in der neuen Spielzeit hinführen würde. Winnipeg landete mit 82 Punkten (35-35-12) auf Platz sieben der Central Division und ligaweit auf Rang 26. Die Hoffnung ist aber, dass das nur ein Ausrutscher war. Immerhin hatte das Team ein Jahr zuvor mit 116 Zählern (56-22-4) als punktbeste Mannschaft der Liga die Presidents' Trophy gewonnen.

Bisher machen die Ergebnisse in der neuen Spielzeit Mut. Die Jets holten in ihren ersten drei Spielen fünf von sechs möglichen Punkten und führen damit die Central Division an. Zwar endete jedes ihrer Spiele mit nur einem Tor Unterschied, doch Punkte sind Punkte.

WPG@PIT: Perfetti bringt die Jets wieder in Führung

„Wir haben schon am Anfang des Training Camp gesagt, dass wir zuversichtlich sind, dass wir besser sind, als wir letztes Jahr gezeigt haben“, betonte Kapitän Adam Lowry. „Wir wollen schnell spielen, wir wollen kämpfen und wir wollen uns in jedem Spiel eine Chance auf den Sieg geben. Ich glaube, das ist uns gelungen.“

Führung erneut verteidigt

Winnipeg stellte am Montag erneut seine Fähigkeit unter Beweis, mit spätem Druck zurechtzukommen. Das war der Mannschaft bereits einen Tag zuvor gegen die Detroit Red Wings gelungen, als sie nach 26 Minuten mit 3:0 in Führung lagen und am Ende mit 3:2 gewannen.

„Diesmal war es eher ein psychisches als ein körperliches Spiel“, analysierte Trainer Scott Arniel nach Sieg gegen die Penguins. „Wir wussten, dass Pittsburgh ein starkes Umschaltspiel hat. Wir haben den Puck zunächst nicht tief gekriegt. Am Ende haben wir im dritten Drittel einfach einen besseren Job gemacht, waren konzentrierter und strukturierter.“

In Pittsburgh kassierten die Jets nach einem torlosen ersten Drittel das 0:1 durch Ben Kindel (30.). Im Schlussabschnitt ging es dann aber schnell. Alex Iafallo (45.) und Lowry (48.) drehten die Partie. Declan Carlile (49.) glich für die Penguins wieder aus, doch Cole Perfetti (50.) holte die Führung für die Gäste wieder zurück. In den letzten zehn Minuten gaben sich die Penguins alle Mühe, die Jets brachten den knappen Vorsprung allerdings über die Zeit.

„Wir haben im dritten Drittel viel schneller gespielt“, sagte Lowry. Wir haben den Puck laufen lassen. Wir haben ihn tief gespielt und konnten im Forechecking viel Druck machen. Wir haben auch Konterchancen gehabt.“

Besonders beeindruckend sind bisher die Leistungen von Perfetti. Er sammelte in den ersten drei Spielen fünf Punkte (zwei Tore, drei Assists) und führt die teaminterne Scorerliste gemeinsam mit Kyle Connor (drei Tore, zwei Assists) an.

WPG@PIT: Iafallo gleicht im dritten Drittel aus

Kein Hellebuyck, kein Problem

Die größte Sorge der Jets war zum Saisonauftakt, dass sie auf Hellebuyck verzichten müssen. Hellebuyck zählt zu den stärksten Torhütern der Welt, gewann bereits drei Mal die Vezina Trophy als bester Torhüter der Saison und 2025 die Hart Trophy für den wertvollsten Spieler der NHL.

Im Sommer bat der Startorwart die Jets aber um einen Trade zu einem anderen Team. General Manager Kevin Cheveldayoff erhielt jedoch keine zufriedenstellenden Angebote und es kam kein Transfer zu Stande. Daraufhin verhärteten sich die Fronten, Hellebuyck trat vor der Saison nicht zum Training Camp an und wurde deshalb von den Jets ohne Bezahlung suspendiert.

Seine Abwesenheit riss ein gewaltiges Loch in den Kader. Stuart Skinner war als Nummer zwei hinter Hellebuyck eingeplant, musste nun aber die Rolle der Nummer eins übernehmen. Das ist für ihn jedoch keine unbekannte Position, immerhin war er jahrelang der Torhüter der Edmonton Oilers und erreichte mit ihnen zwei Mal das Stanley Cup Finale. Ein größeres Fragezeichen stand hinter Clay Stevenson, der von der dritten Wahl zu Skinners Ersatzmann befördert wurde. Mittlerweile zeigten aber beide Torhüter, was in ihnen steckt.

Skinner stand in den ersten beiden Partien zwischen den Pfosten und kam auf eine äußerst respektable Fangquote von 90,9 Prozent. Noch besser präsentierte sich Stevenson gegen die Penguins. Zuvor hatte er in den beiden vorangegangenen Saisons für die Washington Capitals nur fünf Spiele bestritten.

Dass Stevenson sein Jets-Debüt in Pittsburgh gab, war passend, denn dort fand zwei Jahre zuvor auch sein erstes NHL-Spiel für die Capitals statt. Stevenson war ein wichtiger Faktor beim Sieg am Montag. Er hielt 30 von 32 Schüssen und hatte damit eine Fangquote von 93,8 Prozent vorzuweisen. Gemeinsam kommen die beiden Torhüter auf eine Fangquote von 91,8 Prozent, der achtbeste Wert aller NHL-Teams.

„Er hat heute wichtige Saves gezeigt“, bekam Stevenson Lob von Arniel. „Er war wirklich gut, selbstbewusst und schien sich wohlzufühlen. Er bringt das, was wir von ihm erwartet haben. Mir gefällt seine Haltung.“

Hellebuycks Qualität ist unbestritten, doch bisher scheinen die Jets auch ohne ihn gut zurechtzukommen. Wenn sie am Mittwoch zu ihrem nächsten Spiel zu Hause gegen die Colorado Avalanche antreten (7:30 p.m. ET; Do. 1:30 MEZ), wird voraussichtlich wieder Skinner im Tor stehen.

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