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Für die Flames könnte es nicht besser laufen

Calgary punktet wie am Fließband und steht souverän an der Spitze der Western Conference

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Für die Calgary Flames könnte es momentan nicht viel besser laufen. Am Dienstag verabschiedete sich das Team mit einem 3:2-Sieg n. V. gegen die Carolina Hurricanes als souveräner Spitzenreiter der Western Conference in die Spielpause rund um das All-Star Game. Es war der achte Erfolg in den vergangenen neun Partien. Mit 71 Punkten liegen die Flames im Westen sechs Zähler vor den San Jose Sharks und sieben vor den Winnipeg Jets.

Lange auf die Folter spannte die Mannschaft ihre Fans gegen die Hurricanes in der Extraschicht nicht. Gerade einmal 15 Sekunden waren verstrichen, als Mikael Backlund an der blauen Linie einen Pass von TJ Brodie aufnahm, sich den Puck von der Rückhand auf die Vorhand zurechtlegte und ihn mit einem beherzten Schuss in Carolines Gehäuse versenkte. "Es hat sich ohne Frage gut angefühlt. Der Sieg war wichtig und außerdem macht es in unserem Geschäft am meisten Spaß, wenn man gewinnt", sagte der Schütze des entscheidenden Tores im Anschluss an die Partie im Scotiabank Saddledome.

Dass die Flames nach 51 Begegnungen mit einem satten Vorsprung die Conference-Tabelle anführen würden, hätte zu Saisonbeginn kaum jemand erwartet. Nur einmal in ihrer Klubgeschichte erreichten sie die 70-Punkte-Marke früher als in dieser Spielzeit. Das war in der Saison 1988/89, als ihnen am Ende der bislang einzige Triumph im Stanley Cup gelang. Nicht wenige im Umfeld sehen darin ein gutes Omen für den weiteren Verlauf dieser Saison.

Video: CAR@CGY: Backlund aus dem Handgelenk zum OT-Sieg

Manche Spieler warnen jedoch vor einer übertriebenen Erwartungshaltung und allzu kühnen Prognosen. Zu ihnen gehört Mark Jankowski, der gegen die Hurricanes ebenfalls einen Treffer markierte. "Wir sind stolz auf das, was wir zu diesem Zeitpunkt erreicht haben. Aber wir sind noch längst nicht am Ziel unserer Träume", betonte er. "Die Saison dauert noch eine ganze Weile. In den restlichen 31 Spielen steht uns noch ein hartes Stück Arbeit bevor. Nach der Spielpause müssen wir dort weitermachen, wo wir jetzt aufgehört haben."

Prunkstück der Flames ist die Offensive. 190 Tore erzielten sie seit Oktober. Ligaweit produktiver war nur die Abteilung Attacke der Tampa Bay Lightning mit 199 Treffern. Vor allem die erste Angriffsformation mit Linksaußen Johnny Gaudreau. Center Sean Monahan und Rechtsaußen Elias Lindholm heizte den Kontrahenten mächtig ein.

Folgerichtig führt das Trio auch die teaminterne Scorerwertung an. Gaudreau hat 73 Punkte (29 Tore, 44 Vorlagen) auf dem Konto, Monahan kommt auf 61 Zähler (27 Tore, 34 Assists) und Lindholm verzeichnet 58 Punkte (21 Tore, 37 Vorlagen). Mit Matthew Tkachuk gesellt sich ein vierter Spieler hinzu, der ebenfalls schon die Grenze von 20 Treffern hinter sich gelassen hat. Für ihn stehen 24 Tore, 33 Vorlagen und 57 Punkte zu Buche.

 

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Zum Aufschwung beigetragen haben darüber hinaus die starken Torwartleistungen von David Rittich. Er löste Routinier Mike Smith als Nummer eins ab. Im Match gegen die Hurricanes parierte er 33 Schüsse und hielt sein Team damit bis kurz vor Schluss der regulären Spielzeit auf Siegeskurs. Gegen den Ausgleichstreffer von Sebastian Aho 44 Sekunden vor dem Ende war er allerdings machtlos. Doch dann kam Backlund und sicherte Rittich den vierten Overtime-Sieg in dieser Saison. Hinzu kommen 19 gewonnene Spiele nach 60 Minuten. Rittichs Fangquote in seinen 30 Einsätzen, davon 27 von Beginn an, beträgt 91,8 Prozent.

 

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Beeindruckend ist ferner die mentale und physische Stärke der Mannschaft aus Calgary. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie bis zum Ende in der Lage ist, dem Spiel eine Wendung zu geben. Sieben Siege verbuchten die Flames in der laufenden Runde, nachdem sie zur zweiten Pause im Hintertreffen lagen. Unangefochten an der Spitze liegen die Flames zudem in der Wertung, welche die Gesamtzahl eigener Treffer im letzten Abschnitt ausweist. 80 Mal versenkten sie den Puck zwischen der 40. und 60. Spielminute im gegnerischen Tor.

Trainer Bill Peters freute sich, dass seine Mannschaft mit einem Erfolgserlebnis in die spielfreien Tage geht. "Das ist wichtig für die Stimmung. Mir hat sehr gefallen, wie wir zuletzt aufgetreten sind. Alle Reihen haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass wir so gut dastehen", sagte er.

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