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Bruins machen Powerplay zur schlagkräftigen Waffe

Die fünf Lehren aus Spiel 1 des Finales in der Eastern Conference zwischen Boston und Carolina

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Die Boston Bruins haben einen ausgezeichneten Auftakt in der Finalserie der Eastern Conference bei den Stanley Cup Playoffs 2019 hingelegt. In Spiel 1 gegen die Carolina Hurricanes behielten sie am Donnerstag vor eigenem Publikum im TD Garden mit 5:2 die Oberhand. Die Hausherren entschieden die Partie im Schlussdrittel mit vier Toren hintereinander zu ihren Gunsten. Nach 40 Minuten lagen sie noch mit 1:2 zurück. Folgende fünf Lehren sind aus der Begegnung zu ziehen:

1. Das Powerplay der Bruins ist eine schlagkräftige Waffe

Die Hurricanes müssen nicht lange nachdenken, an welchem Punkt das Match gekippt ist. Zu Beginn des letzten Abschnitts handelten sie sich in kurzer Folge zwei Strafzeiten ein. Die Bruins nahmen die Einladung zum Powerplay dankend an und bestraften die Gäste mit zwei Toren. Damit hatten die Hausherren das Spiel binnen 28 Sekunden gedreht. Einmal mehr zeigte sich, dass man sich gegen Boston tunlichst von der Strafbank fernhalten sollte. Denn das Überzahlspiel der Bruins ist eine schlagkräftige Waffe. Mit zwölf Toren und einer Erfolgsquote von 30,0 Prozent im Powerplay rangiert Boston in den Playoffs unangefochten auf Platz 1.

Video: CAR@BOS, Sp1: Bergeron bringt Bruins mit PPG in Front

2. Bostons Stars befinden sich in bestechender Form

Die erste Angriffsformation der Bruins mit Brad Marchand, Patrice Bergeron und David Pastrnak ist derzeit kaum zu stoppen. Marchand leistete bei den Powerplay-Toren von Marcus Johansson und Bergeron die Vorarbeit und setzte sich mit nunmehr 15 Punkten an die Spitze der Scorerwertung. Obwohl Pastrnak beim Auftaktsieg leer ausging, zählte auch er an diesem Abend zu den Aktivposten in der Abteilung Attacke. Als verlässliche Größe erwies sich außerdem Torhüter Tuukka Rask. Gegen die Hurricanes parierte er 29 von 31 Schüssen.

Bostons Trainer Bruce Cassidy weiß, was er an seinem Top-Scorer Marchand hat. "Um ihn muss ich mir keinerlei Sorgen machen. Er hat in den vergangenen Jahren stets bewiesen, dass er in den wichtigen Spielen regelmäßig Höchstleistungen abruft", sagte er.

3. Eine Führung gegen die Bruins nach 40 Minuten heißt noch nichts

Die Hurricanes mussten in der Begegnung am Donnerstag ungewohnte Erfahrung machen. Erstmals in den laufenden Playoffs reichte ihnen eine Führung nach dem zweiten Drittel nicht zum Sieg. Vor dem Auftritt im TD Garden lagen sie in drei Spielen zu diesem Zeitpunkt vorne und gingen jedes Mal als Gewinner vom Eis. In der regulären Saison hatten sie diesbezüglich eine nicht minder eindrucksvolle Bilanz von 34-3-2 vorzuweisen. Doch die Bruins ließen sich von diesen Zahlen nicht beirren und schlugen erfolgreich zurück.

"Bislang waren wir in den Playoffs recht erfolgreich, wenn es galt, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Diesmal haben wir allerdings einen Tritt in den Hintern bekommen", meinte Hurricanes-Kapitän Justin Williams dazu.

 

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4. Die Hurricanes haben berechtigten Grund zur Hoffnung

Trotz der Niederlage am Ende lief bei Weitem nicht alles schlecht im Spiel der Hurricanes. Im zweiten Drittel kontrollierten sie Puck und Gegner über weite Strecken. Mit aggressivem Forechecking setzten sie die Bruins unter Druck und zwangen sie auf diese Weise zu Abspielfehlern. Die Überlegenheit im Mitteldrittel spiegelte sich in der Schussbilanz von 15:10 für Carolina und dem Führungstreffer zum 2:1 von Greg McKegg wider. Wenn es den Hurricanes gelingt, diese Leistung die kompletten 60 Minuten abzurufen, gehen sie keineswegs chancenlos in die nächsten Auseinandersetzungen mit den Bruins.

"Die zweite Periode war wirklich gut von uns", konstatierte Carolinas Coach Rod Brind'Amour. "Leider haben uns die Strafzeiten und die Gegentore am Anfang des letzten Drittels zurückgeworfen. Davon haben wir uns nicht mehr erholt."

Video: CAR@BOS, Sp1: McKegg zieht zum Tor und trifft

5. Torhüter Mrazek ist noch nicht wieder ganz der Alte

Hurricanes-Schlussmann Petr Mrazek kam in Boston erstmals seit seiner Verletzung in Spiel 2 der zweiten Runde gegen die New York Islanders wieder zum Einsatz. Obwohl er keine schlechte Vorstellung bot, merkte man ihm die Pause in einigen Situationen doch an. Seine 23 gehaltenen Schüsse bedeuteten eine für seine Verhältnisse eher mäßige Fangquote von 85,2 Prozent. Dennoch war Mrazek mit seinem Comeback nicht unzufrieden. "Es fühlte sich ganz gut an. Ich kann mich eigentlich nicht beschweren, außer dass ich das Spiel natürlich gerne gewonnen hätte", sagte er.

Spiel 2 der Finalserie in der Eastern Conference zwischen den Bruins und den Hurricanes findet am Sonntag erneut im TD Garden von Boston statt (3:00 p.m. ET; NBC, CBC, SN, TVAS).

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