Franz Reindl ist neuer Präsident der International Ice Hockey Federation (IIHF). Der 71-Jährige setzte sich am Freitag beim IIHF Semi-Annual Congress auf Teneriffa gegen seine Mitbewerber durch. Er folgt auf den Franzosen Luc Tardif, der nach einer Amtszeit nicht erneut kandidiert hatte. Nach Günther Sabetzki (1975 bis 1994) ist Reindl erst der zweite Deutsche an der Spitze des internationalen Eishockeyverbands.
Der gebürtige Garmisch-Partenkirchener blickt auf eine lange Karriere im Eishockey zurück. Als Spieler gewann er drei deutsche Meisterschaften und absolvierte 861 Partien, darunter 181 Länderspiele. Reindl nahm an neun Weltmeisterschaften und drei Olympischen Winterspielen teil. 1976 gewann er mit der deutschen Nationalmannschaft in Innsbruck die Olympische Bronzemedaille.
Nach seinem Karriereende 1988 arbeitete Reindl zunächst als Trainer und Manager beim SC Riessersee. 1991 wechselte er zum Deutschen Eishockey-Bund, wo er unter anderem als Sportdirektor, Generalsekretär und Geschäftsführer tätig war. Von 2014 bis 2022 stand er als DEB-Präsident an der Spitze des Verbands. In diese Zeit fiel unter anderem der Gewinn der Olympischen Silbermedaille 2018 in PyeongChang. Zudem war Reindl maßgeblich an der Organisation mehrerer Weltmeisterschaften in Deutschland beteiligt.
Auch beim Weltverband sammelte Reindl bereits umfangreiche Erfahrung. Seit 2016 gehört er dem IIHF Council an und war Vorsitzender verschiedener Komitees. Von 2018 bis 2022 fungierte er zudem als Vizepräsident der Champions Hockey League. Nun übernimmt Reindl das höchste Amt im internationalen Eishockey. Eine besondere Bedeutung dürfte dabei die Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland haben.



















