Florida zieht Lehren aus der Vorsaison
Immerhin haben die Panthers aus dieser Spielzeit gelernt und fühlen sich nun besser vorbereitet. „Wir haben letzte Saison extrem unter Verletzungen gelitten“, so Trainer Maurice. „Erst erwischte es unsere Stammspieler, dann die Spieler aus der zweiten Reihe, und schließlich mussten wir auf die dritte Ebene zurückgreifen. Wir haben aber hervorragende Arbeit bei der Kaderbreite geleistet, sodass wir gute Spieler haben, die einspringen und helfen können.“
Bereits jetzt würde sich zeigen, dass der Kader mehr Tiefe hat. „Man muss Bill Zito (General Manager, Anm. d. Red.) und unserer Scouting-Abteilung Anerkennung dafür aussprechen, welche Spieler sie verpflichtet haben. Lars Eller (37 Jahre, kam von den Ottawa Senators) war bislang unglaublich wichtig für uns. Er hatte einen großen Anteil daran, dass wir die doppelte Unterzahl überstanden haben, und stand auch am Ende der Partie auf dem Eis. Auch Garnet Hathaway (34, von den Philadelphia Flyers) und seine gesamte Reihe haben mir besonders zu Beginn des Spiels gefallen“, lobte der Trainer.
Panthers lehnen Opfermentalität ab
Es ist zweifellos ein Rückschlag, wenn eine Mannschaft nach vier Saisonspielen bereits zwei absolute Top-Spieler verloren hat und mit längeren Ausfallzeiten rechnen muss. Doch die Aussagen von Spieler und Trainer zeigen, dass niemand nach Alibis sucht. „Jede Mannschaft wird von Verletzungen getroffen“, stellte Verteidiger Seth Jones klar. „Wir werden deshalb keine Opfermentalität entwickeln. Bei uns gilt: Der nächste Spieler ist an der Reihe. Das war schon immer unsere Einstellung. Wir dürfen nicht ständig an die Vergangenheit und die Verletzungen der vergangenen Saison denken. Verletzungen passieren. Meiner Meinung nach besitzen wir einen extrem tief besetzten Kader. Jeder spielt auf die gleiche Art und Weise, und genau das macht uns so stark.“
Auch die Zuversicht von Trainer Maurice ist ungebrochen: „Natürlich gibt es für jede Mannschaft eine Grenze, ab der sie die Anzahl der Verletzungen nicht mehr auffangen kann. Diese Grenze hatten wir in der vergangenen Saison schon früh überschritten. Aber wir haben jetzt auf unserer Auswärtsreise große Widerstandsfähigkeit gezeigt. Unsere Energiereserven sind momentan noch gut gefüllt. Wir hatten einen langen Sommer und sind körperlich stark.“
Sechs Punkte aus vier Auswärtsspielen
Tatsächlich haben die Panthers trotz der Verletzungsausfälle einen starken Saisonstart hingelegt. In vier Auswärtsspielen wurden sechs von acht möglichen Punkten geholt. Abgesehen von dem gestrigen Duell mit den Kings sind die restlichen drei Spiele erst in der Overtime entschieden worden. „Das war eine wirklich sehr gute Auswärtsreise“, fasste Maurice zusammen.