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Rask und Halak bilden hervorragendes Tandem

Die Analyse der Torhüter der Bostons Bruins vor dem Stanley Cup Finale 2019

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Der Countdown bis zum Stanley Cup Finale 2019 läuft. Am Montag, 27. Mai (Ortszeit), stehen sich die Boston Bruins und die St. Louis Blues im TD Garden von Boston zum ersten Finalspiel gegenüber. NHL.com/de wirft in einer Serie einen detaillierten Blick auf die Mannschaftsteile der beiden Kontrahenten.

In dieser Ausgabe die Torhüter der Bruins:

Rask - Halak

Auf der Torhüterposition setzen die Bruins auf die Dienste von zwei Routiniers. Der 32 Jahre alte Tuukka Rask, die unumstrittene Nummer 1 zwischen den Pfosten, bestreitet mittlerweile seine zwölfte NHL-Saison. Sein Backup, der 34-jährige Jaroslav Halak, hat sogar noch eine Spielzeit mehr auf dem Buckel. Rask steht zum dritten Mal mit Boston in einem Stanley Cup Finale. 2011 gewann er als Stellvertreter von Goalie Tim Thomas den Titel in der Serie gegen die Vancouver Canucks. 2013 zog er als Stammkeeper seines Teams nach sechs Duellen gegen die Chicago Blackhawks den Kürzeren. Halak hat erstmals in seiner Karriere die Endspiele um den Cup erreicht. 2010 verpasste er sie nur knapp. Mit den Montreal Canadiens verlor er das Conference Finale gegen die Pittsburgh Penguins.

Rask hat mit seinen starken Leistungen im Verlauf der Stanley Cup Playoffs 2019 großen Anteil daran, dass die Bruins ab Montag gegen die St. Louis Blues um ihre siebte Meisterschaft kämpfen. Er kam in allen 17 Begegnungen der Postseason zum Einsatz. Zwölf Siege und fünf Niederlagen stehen für ihn zu Buche. Sein Gegentorschnitt liegt bei 1,84 pro Spiel und seine Fangquote beträgt 94,2 Prozent. Besonders herausragend waren seine Auftritte in den Begegnungen, in denen die Bruins jeweils den Einzug in die nächste Runde perfekt machten. Lediglich einmal musste er in diesen Partien hinter sich greifen. Das war beim 5:1 in Spiel 7 der ersten Runde gegen die Toronto Maple Leafs. Sowohl beim 3:0 gegen die Columbus Blue Jackets in Spiel 6 in Runde zwei als auch beim 4:0 in Spiel 4 des Conference Finales gegen die Carolina Hurricanes hielt er seinen Kasten sauber.

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Wenn es Rask gelingt, seine Top-Form zu halten, dürften die Bruins im Stanley Cup Finale schwer zu schlagen sein. Neben dem Triumph im Stanley Cup winkt dem Schlussmann zudem die Conn Smythe Trophy für den wertvollsten Spieler in den Playoffs.

Als Stärke von Rask gelten seine innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Man sollte sich von dem ganzen Drumherum nicht verrückt machen lassen, sagte er dazu in einem Gespräch mit der Zeitung Boston Herald. "Ich denke nicht jeden Tag an Hockey. Das würde einem nicht guttun. Sobald der Puck fällt, bin ich dann voll konzentriert, egal ob im Training oder im Match. Das reicht", lautet sein Credo. Der Erfolg gibt ihm recht.

 

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Während der Finne in den Playoffs durchweg Weltklasse-Vorstellungen bot, lief in der regulären Saison nicht immer alles optimal. Mit 2,48 Gegentoren im Schnitt pro Match und einer Fangquote von 91,2 waren seine Werte deutlich schwächer, wenngleich sie immer noch auf einem guten Niveau lagen. Insgesamt stand Rask in 46 Hauptrundenspielen auf dem Eis, davon 45 Mal von Beginn an. Dabei verzeichnete er eine Bilanz von 27 Siegen, 13 Niederlagen nach regulärer Spielzeit und fünf Niederlagen in der Overtime. Hinzu kamen vier Shutouts.

Mit Halak verfügen die Bruins über eine exzellente Nummer 2. Seine Leistungsnachweise in der regulären Saison waren denen von Rask teilweise sogar mehr als ebenbürtig. Er verzeichnete 37 Starts bei 40 Einsätzen und eine Bilanz von 22-11-4. Bei seinen Auftritten kassierte er zusammengerechnet 90 Gegentreffer, was einem Durchschnitt von 2,34 pro Begegnung entsprach. In fünf Spielen war er nicht zu bezwingen. Die Fangquote betrug 92,2 Prozent.

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Die Verpflichtung des Slowaken bei der Free Agency im Sommer 2018 hat sich für die Bruins in jeder Hinsicht ausgezahlt. Mit ihm als Backup brauchen sie sich für die bevorstehende Finalserie gegen die Blues keine Sorgen machen. Er ist jederzeit in der Lage, für Rask in die Bresche zu springen, falls dies aus irgendeinem Grund erforderlich wäre.

Das erste Spiel des Stanley Cup Finales zwischen den Bruins und den Blues findet am Montag im TD Garden von Boston statt (8:00 p.m. ET; NBC, CBC, SN, TVAS, NHL-TV; Di. 2 Uhr MESZ).

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