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Die Penguins liefern, wenn es darauf ankommt

Pittsburgh konnte in dieser Saison nicht immer überzeugen, doch gegen Tampa Bay zeigten die großen Namen ihr Können

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Nach einer in den ersten gut drei Monaten durchwachsen absolvierten Saison 2018/19 nahmen die Zweifel an der großen Klasse der Pittsburgh Penguins zu. 

Beim Heimspiel gegen die Tampa Bay Lightning, dem punktbesten Team der Liga, bewiesen am Mittwoch vor allem die Führungsspieler der Penguins, dass mit der Mannschaft unverändert zu rechnen ist, wenn es wirklich darauf ankommt.

Die Penguins bezwangen mit 4:2-Toren ihre Gäste aus Florida in der PPG Paints Arena. Durch diesen Erfolg setzte Pittsburgh ein deutliches Zeichen in Richtung aller Kritiker, dass die nicht gerade schmeichelhaft ausgefallene Bilanz von 1-4-0 aus den vergangenen fünf Spielen, nicht überinterpretiert werden sollte.

Torhüter Matt Murray durfte sich beim Sieg über den Ligaprimus über eine beeindruckende Zahl von 33 Rettungstaten freuen. Seine persönliche Bilanz verbesserte sich auf elf Siege aus seinen vergangenen 13 Einsätzen. Davor hatte der Torsteher neun Spiele aufgrund einer Verletzung in der unteren Körperhälfte versäumt. 

Video: TBL@PIT: Murray wehrt Point mit Schoner ab

"Wir wussten vor diesem Spiel, dass es ein wertvoller Test für uns werden würde", gab sich ein erleichterter Murray gesprächsfreudig. "Sie sind ein sehr dynamisches Team. Es gibt ja gute Gründe dafür, dass sie die Liga so deutlich anführen. Ich denke, wir haben einen soliden Auftritt abgeliefert und alle miteinander unsere Aufgaben sehr ordentlich erledigt."

Kris Letang und Phil Kessel waren jeweils als Torschützen erfolgreich, zudem konnten beide dem Sieg eine Vorlage beisteuern. 

Vor allem der Auftakt in die Partie stand voll und ganz im Zeichen der Gastgeber. Von den ersten fünf Torschüssen der Penguins fanden gleich drei den Weg ins Tor des Gegners. Mit einer beruhigenden 3:0-Führung im Rücken, spielte es sich in der Folgezeit entsprechend leichter.

 

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Riley Sheahan hatte in Spielminute vier zum frühen 1:0 getroffen, bevor in der neunten Minute Kessel und Sidney Crosby mit zwei weiteren Toren innerhalb von 16 Sekunden die Zeichen in Richtung Heimsieg stellten.

Beim zwischenzeitlichen 2:0 durch Kessel bekam Evgeni Malkin einen Assistpunkt gutgeschrieben, der 600. in seiner NHL-Laufbahn. Der Russe ist erst der vierte Spieler in Pittsburghs Franchisegeschichte der diese Marke knackte. Bislang ereichten lediglich Größen wie Mario Lemieux, Jaromir Jagr und Crosby im Penguins-Jersey diesen Meilenstein. Malkin ist zudem erst der vierte in Russland geborene NHL-Spieler, der dieses Kunststück vollbringen konnte. Er steht in eine Reihe mit Legenden wie Sergei Fedorov, Sergei Zubov und Pavel Datsyuk.

Video: TBL@PIT: Kessel und Crosby treffen in 16 Sekunden

In der siebten Minute des Mitteldrittels erhöhte Kris Letang durch seinen zwölften Saisontreffer sogar auf 4:0. Dieses Tor ging ebenfalls in die Penguins-Historie ein: Letang hatte zum 108. Mal in 730 Spielen ins Schwarze getroffen, was ihn auf eine Stufe mit Paul Coffey hievte, dem bisher torgefährlichsten Defensivspezialist der Franchise-Historie. Coffey brachte es in seiner Zeit bei den Penguins auf ebenfalls 108 Tore (331 Spiele). 

"Es ist etwas surreal, dass ich jetzt in einem Atemzug mit ihm genannt werden kann. Ich bin mit ihm als mein großes Vorbild aufgewachsen. Ich kann nicht glauben, dass ich diese Marke jetzt ebenfalls erreicht habe", freute sich Letang im Anschluss der Partie.

Die Lightning verkürzten zwar noch durch J.T. Miller und Steven Stamkos auf 2:4, am verdienten Erfolg der Penguins änderte das jedoch nichts mehr. Lightning-Goalie Andrei Vasilevskiy musste vier Mal hinter sich greifen und stand am Ende bei vergleichsweise bescheidenen 18 Saves, 

"Ich kenne diese Mannschaft ja jetzt schon eine ganze Weile. Wir haben viele Persönlichkeiten im Team, die den Unterschied in einem Spiel ausmachen können. Das war auch heute wieder der Fall. Die Jungs haben sich zusammengerauft und das gewisse Etwas auf das Eis gebracht", freute sich ein sichtlich erleichterter Trainer Mike Sullivan über die Leistung seiner Penguins.

 

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Da spielte es für die große Mehrheit der Zuschauer im Rückblick auch keine große Rolle, dass ihre Penguins, nach Crosbys Torerfolg zum 3:0, über beachtliche 16:41 Minuten bis zum Treffer von Letang zu keinem Torschuss kamen.

Einen neuen Beweis ihrer großen Klasse können die Penguins am Freitagabend liefern, wenn die Ottawa Senators zu Besuch in Pittsburgh sein werden (7 p.m. ET; ATTSN-PT, TSN5, RDS, NHL.TV).

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