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Carolina auf dem Weg zur Spitzenmannschaft

Still und leise entwickeln sich die Hurricanes mit Nino Niederreiter zu einem echten Top-Team der Liga

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Knapp mit 4:3-Toren nach Verlängerung bezwangen die Carolina Hurricanes am Samstag im BB&T Center die gastgebenden Florida Panthers. Es war der fünfte Erfolg in Serie für das Team aus Raleigh, das sich durch eine Bilanz von acht Siegen aus den vergangenen neun Spielen auf Rang drei in der Metropolitan Division vorgearbeitet hat.

Nachdem das Team zum Jahreswechsel noch zehn Zähler hinter einem Wildcard-Platz in der Eastern Conference zurückgelegen hatte, bahnt sich inzwischen, etwas abseits der ganz großen medialen Aufmerksamkeit, eine der größten sportlichen Erfolgsgeschichten der Saison 2018/19 an.

Maßgeblich beteiligt an der erfolgreichen Entwicklung der Hurricanes ist der Schweizer Nino Niederreiter, der mit der Torvorlage zum alles entscheidenden Treffer, seinen 18. Punkt (9 Tore, 9 Assists) im 19. Spiel seit seinem Wechsel von den Minnesota Wild am 17. Januar beisteuerte und durch den Erfolg die Bilanz mit ihm im Team auf 14-4-1 ausbaute.

Video: CAR@FLA: Niederreiter schießt den Rebound rein

Sebastian Aho vollendete nach 1:46 Minuten in der erforderlichen Extraschicht einen herrlichen Konter der Gäste zum Siegtreffer. Carolinas Torhüter Petr Mrazek hatte gerade erst Sekunden vorher einen sehr erfolgversprechenden Schuss von Jonathan Huberdeau entschärft und direkt den alles entscheidenden Gegenschlag seiner Mannschaft eingeleitet. Niederreiter und Aho glänzten hierbei durch eine schöne Kombination in einer 2:1-Überzahl-Situation.

"Das war eine herrliche Aktion", schwärmte Aho im Nachgang des Spiels. "Ich sah Niederreiter freistehend und habe einen Sprint hingelegt. Am Ende war es dann ganz einfach, die Scheibe über die Linie zu bugsieren."

 Video: CAR@FLA: Mrazek, Aho sorgen für den Sieg in Overtime

In der regulären Spielzeit hatten Brock McGinn, Greg McKegg und Brett Pesce für Carolina getroffen. Torhüter Mrazek zeigte mit insgesamt 31 Rettungstaten einmal mehr eine grundsolide Leistung und einen erfolgversprechenden Alleingang von Mike Matheson in der Verlängerung unter Aufbietung all seines Könnens in letzter Sekunde entschärfen konnte.

"Matheson hat mich nicht angeschaut. Er hatte seine Augen auf dem Puck", erklärte Mrazek. "Ich habe versucht sehr geduldig zu bleiben und die Scheibe mit dem Schläger zu erwischen, möglichst einen Konter für uns auf den Weg zu bringen."

Lob gab es dafür von Trainer Rod Brind'Amour: "Eine solche Rettungstat habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Das ist ganz alte Schule. Ein tolles Gefühl für das Spiel, das er da gezeigt hat. Großes Kompliment!"

 

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In spielerischer Hinsicht gab sich Brind'Amour weit weniger angetan von der Darbietung seiner Schützlinge: "Das war heute eine ganz schwere Aufgabe für uns. Uns wurde nichts geschenkt. Wir gerieten in Rückstand, haben einen Weg aus der bedrohlichen Situation gefunden. Auch in der Verlängerung war es kritisch. Einige Aktionen haben mir gar nicht gefallen. Am Ende hat unser Torhüter den Unterschied ausgemacht. Er war schlicht phänomenal!"

So verständlich die Emotionen und kritischen Worte des Trainers im Hinblick auf seine Spieler nach dem Spiel in Florida waren, zeigten die Hurricanes am Samstag durchaus Eigenschaften, die ein echtes Spitzenteam auszeichnen. Nicht nur, dass mit Niederreiter und Aho, dem in den jüngsten fünf Spielen stolze sechs Zähler (3 Tore, 3 Assists) gelangen, ein Top-Stürmer-Paar zur Verfügung steht.

 

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Echte Spitzenmannschaften gewinnen insbesondere die Spiele, in denen sie einmal nicht wirklich gut drauf sind. Das hat Carolina bei den Panthers in beeindruckender Manier geschafft. Die Auswärtsbilanz beläuft sich auf überzeugende 9-1-1 aus den vergangenen elf Begegnungen.

Die nächste Gelegenheit diese stolze Ausbeute zu verbessern bietet sich am Dienstag, wenn ein schwerer Auftritt bei den heimstarken Boston Bruins (7 p.m. ET; TVAS, NESN, FS-CR, NHL.TV) ansteht.

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