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Spitzenreiter Giordano ein Mann der alten Schule

NHL.com/de hat ein Ranking der aktuell besten Verteidiger der Liga zusammengestellt

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

In der NHL trifft die Eishockey-Elite der Welt aufeinander. NHL.com/de präsentiert eine Auswahl der derzeit besten Spieler auf ihrer Position. In dieser Ausgabe gibt es die aktuelle Top 10 der Verteidiger.

10. Tyson Barrie (Colorado Avalanche, künftig Toronto Maple Leafs)
Mit 59 Punkten (14 Tore, 45 Assists) in 78 Spielen stellte Offensivverteidiger Tyson Barrie in der zurückliegenden Saison einen persönlichen Rekord auf. In den Playoffs knüpfte er nahtlos an die guten Vorstellungen der Hauptrunde an und erzielte acht Punkte (ein Tor, sieben Assists) in zwölf Spielen. Bei drei der vier Siege in der ersten Runde gegen Titelanwärter Calgary Flames erschien sein Name als Scorer auf dem Spielberichtsbogen. In der nächsten Saison läuft Barrie bei den Toronto Maple Leafs auf, die sich seine Dienste bei einem Trade sicherten. Bei den Kanadiern soll er die lang ersehnte Verstärkung an der blauen Linie werden und insbesondere das Aufbauspiel und Powerplay ankurbeln.

 

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9. Seth Jones (Columbus Blue Jackets)
Zu den positiven Überraschungen 2018/19 zählten die Columbus Blue Jackets und ihr Defensivspieler Seth Jones. Der setzte nach einer starken Hauptrunde mit 46 Punkten (9 Tore, 37 Assists) in den Playoffs noch einmal einen drauf. Mit neun Zählern (drei Tore, sechs Vorlagen) aus zehn Spielen schloss er die Postseason als punktbester Verteidiger der Blue Jackets ab. Aufs gesamte Team gesehen reichte seine Ausbeute für den dritten Rang in der Scorerwertung. Mit 28:32 Minuten pro Match hatte er die meiste Eiszeit aller Akteure von Columbus in der Endrunde. In Spiel 4 gegen die Tampa Bay Lightning sowie in den unmittelbar anschließenden Spielen 1 und 2 gegen die Boston Bruins verzeichnete er jeweils zwei Punkte.

8. Torey Krug (Boston Bruins)
Dass Torey Krug im Powerplay eine Klasse für sich ist, bekamen die Kontrahenten in der vergangenen Saison zuhauf zu spüren. Zwölf und damit exakt zwei Drittel seiner insgesamt 18 Scorerpunkte (2 Tore, 16 Assists) in den Playoffs erzielte er bei numerischer Überlegenheit der Bruins. Das war die mit Abstand größte Ausbeute in dieser Kategorie von allen an den Playoffs beteiligten Defensivspielern. Krug brillierte jedoch nicht nur bei seinen 24 Einsätzen während der Postseason als Puckverteiler und Vorlagengeber. In der Hauptrunde waren ihm bereits 47 Assists in 64 Begegnungen gelungen. Sechsmal versenkte er den Puck selbst im Netz. Mit 53 Punkten war er der erfolgreichste Verteidiger und der fünftbeste Scorer seines Teams.

Video: STL@BOS, Sp5: Krug bringt Steen hinter Tor zu Fall

7. Alex Pietrangelo (St. Louis Blues)
Zum Jahreswechsel hätte Alex Pietrangelo wohl nicht im Traum daran gedacht, dass er im Juni den Stanley Cup in die Höhe stemmen würde. Doch die St. Louis Blues rollten das Feld von hinten auf, qualifizierten sich für die Playoffs und landeten mit dem Titelgewinn einen der größten Coups in der jüngeren NHL-Geschichte. Der Kapitän der Blues hatte daran einen beträchtlichen Anteil. In den Playoffs war er mit 19 Punkten (3 Tore, 16 Vorlagen) aus 26 Spielen der erfolgreichste Scorer bei den Verteidigern. Die Produktion kam nicht von ungefähr. Schon in der regulären Saison verzeichnete er 41 Punkte (13 Tore, 28 Vorlagen) in 71 Partien und damit so viele wie kein anderer Blues-Defensivmann.

6. Roman Josi (Nashville Predators)
Der Berner Roman Josi gehörte 2018/19 zu den am meisten beanspruchten Verteidigern der Liga. Exakt 2063:34 Minuten verbrachte er in der Hauptrunde auf der Eisfläche. Kein anderer Verteidiger eines späteren Playoff-Teilnehmers brachte es auf mehr Einsatzzeit. Was die Scorerpunktzahl betrifft, war es die zweitbeste Spielzeit für den Schweizer. Er sammelte 56 Zähler (15 Tore, 41 Vorlagen) und belegte in der teaminternen Scorerwertung hinter Stürmer Ryan Johansen (64) den zweiten Platz unter allen Feldspielern. Der Kapitän der Predators gab darüber hinaus mit 274 an der Zahl die meisten Torschüsse ab. Nicht nur im Spiel nach vorne erwies sich Josi als verlässliche Größe, sondern auch in der Defensivarbeit. 144 geblockte Schüsse (Platz 2 im Team-Ranking) sind dafür ein guter Indikator. In den Playoffs war er mit vier Punkten (zwei Tore, zwei Vorlagen) der erfolgreichste Scorer der Predators.

Video: NSH@DAL, Sp4: Josi trifft als Einziger für Predators

5. John Carlson (Washington Capitals)
In der zweiten Spielzeit hintereinander knackte John Carlson die Marke von 2000 Spielminuten. Damit zählte er zur Top 10 der Liga, was die Eiszeit anbelangt. Seine 70 Scorerpunkte (13 Tore, 57 Vorlagen) aus 80 Begegnungen hievten ihn auf Platz 4 in der Endabrechnung bei den Verteidigern. 30 Assists gelangen ihm bei Überzahl der Washington Capitals. In 18 Fällen handelte es sich um den entscheidenden Pass auf den Torschützen. In den Playoffs kamen fünf Vorlagen bei sieben Einsätzen hinzu. Aufgrund seiner gesamten Leistungsnachweise galt er als aussichtsreicher Kandidat für das Finale der Norris Trophy, blieb jedoch letztlich knapp außen vor.

4. Erik Karlsson (San Jose Sharks)
Wenige Tage nach dem Ende der Playoffs setzte Erik Karlsson sein Autogramm unter einen neuen Achtjahresvertrag bei den San Jose Sharks, der mit insgesamt 92 Millionen US-Dollar dotiert ist. Diese Dimensionen verdeutlichen den Stellen- und Marktwert, den er sich mit herausragenden Darbietungen in den vergangenen Jahren erarbeitet hat. Obwohl er gegen Ende der regulären Saison 2018/19 mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte und den gesamten März über ausfiel, konnte sich Karlssons Bilanz sehen lassen. Nach 53 Hauptrunden-Begegnungen standen für ihn 45 Punkte (3 Tore, 42 Vorlagen) zu Buche. In den Playoffs fügte er 16 Zähler (2 Tore, 14 Vorlagen) in 19 Spielen hinzu, trotz nach wie vor bestehender körperlicher Beschwerden.

Video: SJS@STL, Sp3: Karlsson trifft zum Sieg

3. Victor Hedman (Tampa Bay Lightning)
Wie elementar wichtig ein Akteur für die Stabilität einer Mannschaft ist, wird oft dann auf schmerzliche Weise deutlich, wenn er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist oder aber überhaupt nicht zur Verfügung steht. Victor Hedman und die Tampa Bay Lightning sind dafür ein hervorragendes Beispiel. Der Blueliner ging verletzt in die Playoffs und musste nach zwei Einsätzen vollends die Flügel streichen. Mit ihm fehlte den Lightning der Grundpfeiler ihrer Defensive. Dies zählte zweifellos zu den Hauptgründen, weshalb der souveräne Gewinner der Presidents´ Trophy in der ersten Runde sang und klanglos nach vier Spielen gegen die Blue Jackets ausschied.
Hedman bestritt 70 Partien in der Hauptrunde und war der erfolgreichste Verteidiger des Klubs bei den Toren (12), Assists (42), Punkten (54), Siegtoren (4) und Overtime-Toren (2). Vom 9. bis 21. März stellte er eine neue persönliche Bestleistung mit einer Punkteserie über sieben Spiele (2 Tore, 8 Assists) auf und markierte die sechste Saison in Serie mindestens zehn Treffer.

2. Brent Burns (San Jose Sharks)
In der Offensive top und körperlich unverwüstlich: Diese beiden Attribute besaßen für Brent Burns auch in der Saison 2018/19 ihre Gültigkeit. In der fünften Spielzeit nacheinander stand er in allen 82 Begegnungen der regulären Saison auf dem Eis. In Sachen Assists (67), Punkte (83), Siegtreffer (sechs) und Torschüsse (300) konnte ihm kein anderer NHL-Verteidiger das Wasser reichen. Zwischen 9. und 30. Oktober punktete er in neun Spielen nacheinander (drei Tore, elf Vorlagen) und setzte damit eine neue persönliche Bestmarke. Burns war ferner der erste Verteidiger in der Sharks-Geschichte, der mindestens 60 Assists in einer Saison erreichte.

Gerne hätte er mit seiner Mannschaft in diesem Jahr den Stanley Cup geholt. Doch nach 20 Auftritten in den Playoffs und 16 Punkten (fünf Tore, elf Vorlagen) folgte für ihn und sein Team im Conference-Finale gegen die St. Louis Blues das Aus.

Video: VGK@SJS, Sp1: Burns trifft gegen Fleury

1. Mark Giordano (Calgary Flames)
Der inzwischen 35-jährige Mark Giordano von den Calgary Flames hat eindrucksvoll den Beweis erbracht, dass Verteidiger der alten Schule in der NHL immer noch sehr erfolgreich sein können. Giordano stellte mit 74 Punkten (17 Tore, 57 Assists) einen persönlichen Rekord auf und war damit zugleich der zweitbeste Defensivspieler der Liga in der regulären Saison. Das Plus-Minus-Ranking entschied er mit einem Wert von +39 für sich. In 58 von 78 Partien blieb seine Plus-Minus-Bilanz ausgeglichen oder war positiv. Zudem führte er Calgary bei der durchschnittlichen Eiszeit (24:14 Minuten) an. Im Powerplay kam er auf 21 Punkte, in Unterzahl auf sechs Zähler (davon vier Tore).

Mit seinen starken Leistungen hatte der Flames-Kapitän großen Anteil daran, dass seine Mannschaft die Hauptrunde als Spitzenreiter der Western Conference und mit einer Tordifferenz von + 66 abschloss. Folgerichtig wurde Giordano zum ersten Mal in seiner Laufbahn mit der Norris Trophy ausgezeichnet.

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