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Devils zählen zu den Gewinnern des Draft

Auch die Red Wings, Kings und Hurricanes dürften von der Talentauswahl wie die Maple Leafs kräftig profitiert haben

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Der 57. NHL-Draft, der am 21. und 22. Juni 2019 in der Rogers Arena von Vancouver stattgefunden hatte ist Geschichte, doch die Konsequenzen dieser zwei Tage werden noch deutlich länger das Wirken der 31 NHL-Teams beeinflussen.

Die wenigsten der 217 Auserwählten werden bereits in der kommenden Saison so weit sein, in der NHL Fuß zu fassen, doch auch manch Spät-Gezogener wird sich noch als Glücksgriff erweisen. Von den im Jahre 2016 gedrafteten Spielern, haben 47 bis zur Saison 2018/19 mindestens eine NHL-Partie bestritten. Darunter waren sieben Spieler, die erst ab Position 100 gezogen wurden und 28 kamen zu mindestens 20 Einsätzen.

Besonders geschickt beim Integrieren ihrer Nachwuchsspieler zeigten sich jüngst die New Jersey Devils, die vergangene Spielzeit sechs Spielern aus dem 2016er-Pool eine Chance gaben, sich zu bewähren. Die Devils waren es auch, die beim gerade abgehaltenen Draft für die meisten Schlagzeilen sorgten und als großer Gewinner herausgehen könnten.

 

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Am Samstagmorgen verkündete General Manager Ray Shero, dass er sich mit den Nashville Predators auf einen Deal geeinigt habe, durch den er sich die Dienste von Verteidiger P.K. Subban sicherte. Zwar mussten die Devils hierfür die Verteidiger Steven Santini und Jeremy Davies sowie zwei Draft Picks in der zweiten Runde bei den NHL-Drafts 2019 und 2020 abgeben, doch durch weitere geschickt eingehandelte Transfers von Picks mit den Washington Capitals und den San Jose Sharks gelang es den Devils sogar sich die Rechte an elf Prospects zu sichern. Ohne eigenes Zutun, sondern aufgrund ihres Fortune bei der Draft Lottery durften sie sich als Erste entscheiden und wählten mit Jack Hughes einen Center als Nummer 1 Pick aus, der ihnen, das darf man mit Fug und Recht schon jetzt behaupten, noch viel Freude bereiten wird.

Ebenfalls aus dem Vollen schöpften die Carolina Hurricanes, die zwölf Mal auswählen durften, sogar sechsmal innerhalb der ersten drei Runden. Sie entschieden sich für acht Stürmer, drei Verteidiger und einen Torwart. Bei dem mit den Toronto Maple Leafs ausgehandelten Deal von Stürmer Patrick Marleau dürften beide Organisationen profitieren. Die Maple Leafs entledigten sich ihrer Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem 39-Jährigen, dessen Gehalt im letzten Jahr seines 3-Jahres-Vertrages beim Salary Cap mit 6,25 Mio. Dollar zu Buche schlägt. Und die Hurricanes erhalten zusätzlich einen Erstrundenpick in 2020 oder 2021, den sie sich etwas kosten ließen. Ob Marleau kommende Saison für die Hurricanes tatsächlich auflaufen wird, ließ General Manager Rod Brind'Amour noch offen.

"Sollte er für uns spielen, wäre das ein Bonus. Wir wissen, was dieser Deal war. Ein Schuss ins Dunkle, was Marleau betrifft. Das war aber auch nicht unsere Hauptintention, sollte es nicht mit ihm ausgehen", erklärte Brind'Amour.

Von den Teams, die sich in der vergangenen Saison im Tabellenkeller der Liga befanden, dürften die Detroit Red Wings und Los Angeles Kings am meisten von der Talentauswahl 2019 nutznießen. Die Wahl von Detroits GM Steve Yzerman fiel in der ersten Runde (Nummer 6) auf den deutschen Verteidiger Moritz Seider. Der 18-Jährige überzeugte 2018/19 sowohl in der DEL bei den Adler Mannheim, wie auch im Dress der deutschen Nationalmannschaft bei der IIHF-Weltmeisterschaft 2019 (5 Spiele, zwei Tore). Weitere Verstärkung für ihre Defensivabteilung erhoffen sich die Red Wings von den Verteidigern Antti Tuomisto und Albert Johansson, für die sie zwei ihrer drei Draft-Picks in der zweiten Runde verwendeten. Wie die Devils kamen auch die Red Wings elfmal zum Zuge.

 

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Gleich zwei Erstrunden-Picks standen den Kings zu. Ihr Entscheidung fiel auf Center Alex Turcotte (Nr. 5) aus dem US Hockey National Team Development Program (USNTDP) und auf Verteidiger Tobias Bjornfot, dem Kapitän der schwedischen U-18 mit der er bei der Junioren-Weltmeisterschaft die Goldmedaille gewann. Bjornfot wird vermutlich noch ein, zwei Jahre in seiner Heimat bleiben, doch dann sollte einer eindrucksvollen NHL-Karriere im Süden Kaliforniens nichts mehr im Wege stehen

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