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Träumen ist weiterhin erlaubt

Stürmer Anders Lee lässt die New York Islanders auch weiterhin von einer Playoffteilnahme träumen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Die New York Islanders konnten ihre vagen Hoffnungen auf eine Playoff-Teilnahme in diesem Frühjahr durch einen 4:2-Erfolg bei den Buffalo Sabres auch weiterhin aufrechterhalten. Allerdings liegt das Team nun noch immer fünf Zähler hinter den begehrten Wildcard-Plätzen zurück. Eine Hypothek, welche sich in ein paar Tagen letztendlich dann doch als zu groß erweisen könnte.

Held des Abends war für die 'Isles' dabei Anders Lee, der durch zwei Treffer im Schlussdrittel gegen die Sabres erstmals in seiner NHL-Karriere nun auch die Schallmauer von 30 Saisontreffern durchbrechen konnte.
Auch Torhüter Jaroslav Halak konnte mit stolzen 35 Rettungstaten abermals deutlich auf sich aufmerksam machen, seine ganze Klasse deutlich unter Beweis stellen. "Das hat uns heute wirklich gut getan" lobte auch Coach Doug Weight sein Team nach dem Ende des Spiels.

Die New Yorker Vorstädter, welche erstmals auf ihren Kapitän John Tavares verzichten mussten, welcher mit eine nicht näher benannten Unterleibsverletzung für die nächsten Spiele ausfallen wird, zeigten Charakter, boten eine ordentliche Vorstellung. Besonders Lee wusste dabei die Beobachter zu überzeugen.

Mit seinen Saisontreffern 30 und 31 sicherte Lee den Islanders am Abend immerhin den zweiten Sieg in Serie. Vier Spiele verbleiben dem, Team nun noch in der zu Ende gehenden Hauptrunde. Wohl zu wenig um den recht klaren Vorsprung der Ottawa Senators in dieser kurzen Spanne noch aufzuholen. Oder vielleicht doch nicht? Erst in ein paar Tagen werden wir es wissen. Derzeit darf dank Lee zumindest noch von den KO-Spielen im Barclays Center geträumt werden.

"Man versucht sich natürlich immer zu verbessern" bestätigte nun auch Lee selber. "Wenn ich nun eine neue persönliche Bestmarke in Sachen Torproduktion erreicht habe, dann zeugt das von dem guten Miteinander mit meinen Teamkameraden. Bei uns stimmt die Chemie untereinander."

Doch zeigten die New Yorker diese Chemie in letzter Zeit eben leider nicht konstant genug. Besonders in den Heimspielen ging zuletzt einiges an Boden bzw. Punkten beim Kampf um einen Endrundenplatz in der besten Eishockeyliga der Welt verloren. Auswärts zeigte das Team hingegen häufig recht ordentliche Vorstellungen. So wie nun auch in Buffalo.

Die Rekordsaison von Lee könnte demnach auch bereits in Kürze ungewollt früh enden. Der Stürmer, der übrigens seit April 2013 bei den New York Islanders unter Vertrag steht, wurde im Jahre 1990 in St. Paul geboren und wuchs in Edina, einem Vorort der Region Minneapolis-Saint Paul auf.

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Im April des Jahres 2013 unterzeichnete Lee einen Einstiegsvertrag bei den New York Islanders, die ihn ursprünglich bereits im Jahre 2009 in der sechsten Runde gedraftet hatten. Lee kam auch bereits kurz nach der Vertragsunterzeichnung zu seinem NHL-Debüt und erzielte seinerzeit bei diesem, übrigens damals ein 5:2 über die Winnipeg Jets, auch direkt einen Treffer.

Den Großteil der folgenden Saison 2013-14 verbrachte der Center dann jedoch noch beim Farmteam der Islanders, den 'Bridgeport Sound Tigers'. Auch zu Beginn der Saison 2014-15 absolvierte Lee zunächst fünf Spiele noch in der AHL, wurde in der Folge jedoch wieder in den NHL-Kader der 'Isles' berufen und konnte sich dort dann auch endgültig in der vierten Angriffsreihe etablieren.

Im Februar des Jahres gelangen ihm in 15 Spielen ebenso viele Punkte, sodass er damals offiziell als NHL-Neuling des Monats ausgezeichnet wurde.

Am Ende der Spielzeit war er mit 25 Treffern dann der viertbester Rookie-Torschütze der gesamten Liga.
Nun konnte er die 30-Tore-Marke in der besten Eishockeyliga der Welt also bereits vorzeitig durchbrechen.
Die Islanders werden mit seiner Entwicklung somit insgesamt sehr zufrieden sein. Ob sie das am Ende der Vorrunde auch mit dem gesamten Team sein können, das steht derzeit noch ein Stück weit in den Sternen. Sehr wahrscheinlich erscheint diese Aussicht aber aktuell nicht. Trotz der persönlich wirklich guten Saison von Center Anders Lee.

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