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Islanders ohne Sieg gegen Hurricanes ausgeschieden

New York muss sich nach vier Niederlagen gegen Carolina in die Sommerpause verabschieden

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die Carolina Hurricanes gewinnen auch das Spiel 4 der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference gegen die New York Islanders und ziehen damit ungeschlagen in das Finale im Osten ein. 

Die Leistung der Hurricanes war beeindruckend und unterstrich deren Selbstverständnis als Vier-Linien-Team. Für die Islanders verlief die Serie genau gegensätzlich zum Erstrundenduell mit den Pittsburgh Penguins. 

New York gelang es früh durch Mathew Barzal in Führung zu gehen und sich das Momentum zu sichern. Die Freude währte jedoch nur kurz. Ebenfalls im ersten Powerplay der Partie für Carolina besorgten die Hurricanes den Ausgleich durch Sebastian Aho. Es war der Startschuss für eine Machtdemonstration Carolinas, die auch für die nächste Runde viel verspricht.

Video: NYI@CAR, Sp4: Barzal verwertet den Rebound im PP

Gelang es den Islanders gegen Pittsburgh noch, in jeder Partie Momentum zu generieren und zu konservieren, so verloren Sie es gegen die Hurricanes meist schnell. "In dieser Serie, haben sie sich das Momentum immer direkt zurückgeholt, wenn wir es hatten. Es war fast wie ein Spiegelbild von uns aus der ersten Serie. Sie haben einen wirklich guten Job abgeliefert," lobte Barry Trotz den Gegner aus Carolina.

Alle vier Linien Carolinas drehten in Spiel 4 auf und setzten New York unter Druck. Die Islanders reagierten nervös und mussten nach dem Führungstreffer fünf Gegentore am Stück schlucken. Für Carolina trafen mit Aho, Teuvo Teravainen, Greg McKegg, Justin Williams und Andrei Svechnikov fünf unterschiedliche Spieler. 

Rod Brind'Amour war beeindruckt von seinem Team, dass in der engen Serie die wichtigen Momente nutzte: "Ich bin so stolz auf das Team, das kann ich euch sagen. Wir hatten einen guten Schub und das war genug. In allen Spielen hatten wir nie das Gefühl, dass wir unsern Plan über die gesamte Zeit umsetzten konnten, aber es gab Segmente und wir konnten in diesen Zeiträumen punkten."

Der durch Carolina ständig aufrechterhaltene Druck trieb die Islanders immer wieder in Fehler. 16 Puckeroberungen konnten die aggressiven Forechecker der Hurricanes in Spiel 4 verbuchen und sicherten sich so gute Gelegenheiten. 

Video: NYI@CAR, Sp4: Teravainen, McKegg in kurzer Zeit

Die vier Reihen Carolinas hielten die Geschwindigkeit in der Partie konstant hoch und agierten aus einer strukturierten Defensive heraus. Die Islanders dürften sich ähnlich gefühlt haben, wie Pittsburgh in der ersten Runde. 

Trotz sah in Carolina viel, von der Spielweise der Islanders über die gesamte Saison: "Wenn du darüber nachdenkst, wie wir das gesamte Jahr über erfolgreich waren, dann lag es daran, dass wir die anderen Teams ausschalten konnten. Kontern, frustrieren und all das. Sie haben viel davon gegen uns genutzt. Wenn du angreifst, dann kontern wir und das haben sie gegen uns gemacht."

Die Hurricanes konnten sich, auch nach Petr Mrazeks Verletzung in Spiel 2 auf herausragende Goalie-Leistungen verlassen. Curtis McElhinney parierte in Spiel 4 26 von 28 Abschlüssen. Auf der anderen Seite vertraute Trotz erneut auf Robin Lehner, eine Entscheidung, die er nach der Niederlage erklärte: "Wir haben viel, sehr viel geredet. Wir sind es immer wieder durchgegangen. Das war der Grund, warum ich nicht wollte, dass es irgendjemand weiß. Es war eine harte Serie. In dieser Serie waren die Torhüterleistungen nicht das Problem." 

 

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In Spiel 4 musste Trotz dennoch die Reißleine ziehen und wechselte nach dem dritten Gegentreffer von Lehner auf Thomas Greiss. Lehner konnte bis zu diesem Zeitpunkt nur acht von elf Schüssen parieren. Lehner war nicht sauer auf seinen Trainer: "Es war die Entscheidung des Coaches. Er ist der beste Trainer der Liga."

Die Hurricanes lieferten eine starke Partie und waren in den entscheidenden Momenten immer da. Das zog sich durch die gesamte Serie und war am Ende der entscheidende Faktor. "Sie haben uns anständig und ehrlich geschlagen," gab Lehner zu. "Es war vermutlich enger als 4:0. Ein anders springender Puck hier und da, aber um ehrlich zu sein, waren sie das bessere Team." 

 

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Nach dem Weckruf durch den Rückstand drehten die Canes auf und verpassten keine Gelegenheit und können sich jetzt auf eine Erholungspause vor dem Finale der Eastern Conference freuen. 

Justin Williams kommt diese Pause gelegen: "Ich kann sicher ein paar Tage gebrauchen und vielen hier in der Kabine geht es genauso." Die Gedanken an die folgende Serie behält Williams lieber für sich. "Darüber möchte ich nicht sprechen. Würdet ihr mich das genießen lassen?", fragte er nach der Partie.

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