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ESDW Capitals gegen Penguins: 5 Gründe einzuschalten

Erstes Saison-Duell Ovechkin gegen Crosby vor allem im Fokus beim NHL Europa-Spiel der Woche am Sonntag

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

Ovechkin mit 1200. Punkt

WSH@PIT: Ovechkin erreicht 1200-Punkte-Meilenstein

John Carlson trifft im Powerplay, ein Tor das Alex Ovechkin vorbereitet und einen Assist zu seinem 1.200. NHL-Punkt verbucht

  • 01:04 •

NHL.com/de geht jeden Freitag in der Saison 2019/20 auf das am Samstag oder Sonntag zur Primetime in Europa stattfindende NHL Europa-Spiel der Woche besonders ein, indem fünf Gründe für das Anschauen der Partie, vorgestellt werden. In dieser Ausgabe geht es um das Spiel der Washington Capitals gegen die Pittsburgh Penguins.

Am Sonntag um 18.30 Uhr MEZ (live bei Sport1+, DAZN, Teleclub Sport, NHL.tv) treten in der Capital One Arena der US-amerikanischen Hauptstadt die gastgebenden Washington Capitals gegen die Pittsburgh Penguins an. Es ist das zweite an diesem Wochenende ausgestrahlte NHL Europa-Spiel der Woche. Bereits am Samstag um 19.00 Uhr MEZ wird in Deutschland und Österreich die Partie der Vancouver Canucks gegen die New York Islanders (live bei Sport1+, DAZN, NHL.tv) und um 20.00 Uhr MEZ in der Schweiz das Spiel der Florida Panthers und Montreal Canadiens (live bei Teleclub Sport) gezeigt.
Fünf Gründe, warum es sich lohnen wird, das Spiel live anzuschauen:

Aufwärmendes Vorspiel für den Super Bowl

Es ist natürlich das Thema in den nordamerikanischen Medien an diesem Wochenende. Der Super Bowl LIV, also das Endspiel der NFL, wird am Sonntag in Miami zwischen den Kansas City Chiefs und den San Francisco 49ers ausgetragen. Aber auch hierzulande genießt Football einen hohen Stellenwert, so dass sich viele wieder bis in die frühen Morgenstunden am Montag vor dem Fernseher einfinden werden, um diesem Schauspiel beizuwohnen. Was gibt es also Besseres sich auf die lange Nacht mit einem aufwärmenden Vorspiel aus der NHL einzustellen? Schließlich elektrisiert auch das Duell zwischen den beiden Kapitänen Alex Ovechkin von den Capitals und Sidney Crosby von den Penguins schon fast 15 Jahre lang die Massen. Zugegeben bei weitem nicht so stark wie der Super Bowl, aber schon deutlich intensiver als sonst für gewöhnlich Eishockeyspiele. Ovechkin wurde im NHL Draft 2004 und Crosby im NHL Draft 2005 jeweils an erster Stelle gezogen. Da die Saison 2004/05 aber komplett einem Lockout zum Opfer fiel, waren beide in der Saison 2005/06 Rookies und es entstand damals schon ein Zweikampf um die Calder Memorial Trophy für den besten Neuling, die schließlich Ovechkin gewann.

Video: WSH@PIT: Crosby trifft zwei Mal in 61 Sekunden

Rivalisierendes Duell Ovechkin gegen Crosby

Erstaunlich war in der besagten Saison 2005/06, dass sowohl die Penguins als Letzter der Eastern Conference mit 58 Punkten, als auch die Capitals als Vorletzter im Osten mit 70 Punkten die Stanley Cup Playoffs deutlich verpassten. Doch Ovechkin lief mit 52 Toren und 56 Assists zu 106 Punkten schon zur Hochform auf und hatte im Vergleich zu den 39 Toren und 63 Assists zu 102 Punkten von Crosby die Nase knapp vorne. Seitdem fokussiert sich das Spiel Washington gegen Pittsburgh auf dieses Duell der Superstars. Doch auch zwischen den beiden Russen Ovechkin und Penguins-Stürmer Evgeni Malkin, der im NHL Draft 2005 an zweiter Stelle hinter seinem Landsmann gedraftet wurde, gab es schon so einige Unstimmigkeiten. Ovechkin hat zwar Crosby die Calder Trophy weggeschnappt, doch mit drei Stanley Cup Siegen (2009, 2016, 2017) und zwei Mal der Conn Smythe Trophy für den wertvollsten Spieler der Playoffs (2016, 2017) hat der Kanadier die wichtigeren Erfolge in der NHL vorzuweisen. Vor allem waren die Penguins bis zum Stanley Cup Gewinn der Capitals (und der Conn Smythe Trophy durch Ovechkin) in 2018 häufig deren Endstation in den Playoffs. Diese Wunden sind seit zwei Jahren verheilt, doch trotzdem gibt es weiter Animositäten zwischen den Beteiligten, die möglicherweise am Sonntag erneut zu Tage treten.

Ovechkin im Torrausch auf dem Weg zu 700

Ovechkin hat elf Tore in den jüngsten fünf Spielen, inklusive zwei Hattricks in Folge, erzielt. Es scheint so, als dass ihn die Tatsache, kurz hintereinander mit Teemu Selanne, Mario Lemieux, Steve Yzerman und Mark Messier viel NHL-Legenden in der ewigen Torschützenliste hinter sich lassen und auf den achten Platz vorrücken zu können, zunehmend beflügelt hatte. Durch zwei Treffer am Freitag gegen die Ottawa Senators (5:3) hat er dieses Ziel mit 695 Toren erst einmal erreicht. Er ist jetzt Achter dieser exquisiten Auflistung. Doch das nächste Ziel wartet mit dem Anvisieren der 700er-Marke schon. Am Sonntag wird Ovechkin kaum fünf Tore schießen, aber es wird interessant sein zu sehen, wie er weiter daran arbeiten wird. Gegen Ottawa hatte der 34-jährige Russe mit elf Torschüssen so viele in einem Spiel wie noch nie in dieser Saison. Außerdem zog er durch seinen 37. Saisontreffer mit dem lange führenden David Pastrnak von den Boston Bruins gleich und meldet sich im Rennen um "seine" Maurice "Rocket" Richard Trophy, die der beste Torschütze der regulären Saison bekommt und die er in seiner Laufbahn schon acht Mal gewinnen konnte, eindrucksvoll zurück.  

Video: WSH@OTT: Ovechkin trifft doppelt und überholt Messier

Spitzenposition in der Metropolitan kann spannend werden

Penguins (32-14-5; 69 Punkte) gegen Capitals (35-12-5; 75 Punkte) ist ein Spitzenspiel, in dem der Erste der Metropolitan Division den Zweiten empfängt. Zwar ist der Punktabstand mit sechs Zählern zu groß, als dass Pittsburgh den Gastgeber durch einen Sieg direkt ablösen könnte, aber zumindest würde der Rückstand verkleinert werden und die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd befeuern. Pittsburgh hat noch ein Spiel mehr in der Hinterhand und die Kontrahenten treffen sich direkt noch vier Mal in der laufenden Saison. Insofern hat es Pittsburgh in eigener Hand, den Führungswechsel zu erreichen. Sonntag ist das erste direkte Duell und es folgen weitere: am 23. Februar erneut in Washington sowie am 7. März und 22. März in Pittsburgh. Das schöne für die Fans in Europa ist, dass alle Partien nach der Ortszeit nachmittags angesetzt sind, so dass sie hier abends zur besten Sendezeit laufen werden.

 

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Erstaunlich ausgeglichene Werte

Schaut man die Statistik beider Mannschaften an, so stellt man erstaunlich ähnliche Werte fest. Zwar unterscheiden sich die Capitals und Penguins bei den erzielten und kassierten Toren dahingehend, dass Washington im Schnitt mit 3,60 Toren und 2,92 Gegentoren pro Spiel im Vergleich zu 3,31 Toren und 2,73 Gegentoren von Pittsburgh mehr schießt und auch mehr reinkriegt, doch in anderen Kategorien ist eine frappierende Ähnlichkeit festzustellen. So produzieren die Capitals im Schnitt 32,3 Torschüsse pro Spiel und lassen 29,7 zu. Pittsburgh liegt hier bei 32,1 produzierten Torschüssen und 29,8 auf sie abgegebene im gleichen Bereich. Die Powerplayquote ist mit 20,5 Prozent verwerteter Möglichkeiten von Washington nur geringfügig schlechter als die von Pittsburgh mit 20,7 Prozent. Etwas unterschiedlich stellt sich das Unterzahlspiel dar, indem die Capitals 84,0 Prozent ihrer Situationen ohne Gegentor lösten und die Penguins nur 81,8 Prozent. Dabei ist auffällig, dass Washington mit 521 Strafminuten deutlich häufiger in Unterzahl war, als Pittsburgh mit 376. Die Capitals konnten fünf Unterzahltore erzielen, mussten aber schon neun bei eigener Überzahl hinnehmen. Die Penguins schossen sechs mit einem Mann weniger auf dem Eis und kassierten erst drei, wenn sie im Powerplay waren.

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