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Boston Bruins bieten Show der Extraklasse

Top-Reihe zerlegt die Tampa Bay Lightning beim Auftakt in Runde 2 nach allen Regeln der Kunst

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Eine Show der Extraklasse boten die Boston Bruins zum Auftakt der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference. In einem von Beginn an überlegen geführten Match bezwangen sie die Tampa Bay Lightning in der Amalie Arena mit 6:2. Die Gäste aus Massachusetts spielten wie aus einem Guss, während die Einheimischen vieles schuldig blieben und im letzten Drittel regelrecht untergingen.

Herausragend war die Leistung der ersten Sturmreihe der Bruins mit Brad Marchand, Patrice Bergeron und David Pastrnak. Sie verbuchten zusammen elf Scorerpunkte. "Es hat heute wahnsinnig Spaß gemacht", sagte Bergeron, der zwei Tore erzielte und einen Treffer vorbereitete. "Wir hatten uns vorgenommen, möglichst einfach zu spielen. Wir sind dann besonders gut, wenn es uns gelingt, im Forechecking früh dran zu sein und uns die Pucks zurückzuholen. Von daher müssen wir einfach so weitermachen wie in diesem Spiel", analysierte der Center.

 

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Als exzellenter Zuarbeiter erwies sich einmal mehr Rechtsaußen Pastrnak. Er bereitete vier Treffer seiner Mannschaft vor. Damit steht er in den laufenden Playoffs bereits bei zwölf Assists und insgesamt 17 Punkten. Ebenfalls auf vier Zähler kam Linksaußen Marchand. Er lieferte drei Vorlagen und schloss einmal selbst ab. "Wir hatten heute auch ein wenig Glück, dass einige Pucks in unsere Richtung abgeprallt sind. Das ist nicht in jeder Partie der Fall", bekannte Marchand.

Von einem solchen Abpraller profitierte Rick Nash beim ersten seiner beiden Tore. Es war der Führungstreffer zum 1:0 im ersten Drittel. "Nach dem tollen Schuss von David wurde der Puck noch leicht abgefälscht, bevor er auf meinem Stock landete", erläuterte Nash.

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Eine souveräne Vorstellung bot Bostons Schlussmann Tuukka Rask. Er stoppte 34 von 36 Schüssen auf sein Tor. Beim zweiten Gegentreffer durch Tampas Verteidiger Mikhail Sergachev flippte er kurzeitig aus. Der Zorn richtete sich jedoch nicht gegen seine Mitspieler, sondern die Schiedsrichter. Rask hatte zuvor die Kufe von einem seiner Schlittschuhe verloren und war hilflos auf dem Eis herumgetaumelt. Wild gestikulierend versuchte er die Referees auf sein Problem aufmerksam zu machen und vergaß dabei aufs Spiel zu achten. Sergachev nutzte das Durcheinander und überwand den Bruins-Goalie mit einem Schlagschuss.

"Ich hatte auf einmal keine Standfestigkeit mehr und wollte die Kufe wieder andrücken. Als das nicht funktionierte, sind bei mir die Emotionen hochgekocht. Ich machte die Schiedsrichter auf die Situation aufmerksam. Aber sie reagierten nicht", schilderte Rask die kuriose Szene. Die Unparteiischen handelten jedoch regelkonform, indem sie das Spiel weiterlaufen ließen. Sie hätten es lediglich unterbrechen dürfen, wenn der Torhüter seine Maske verloren hätte oder sie beschädigt gewesen wäre.

Etwas verklausuliert äußerte sich Bostons Coach Bruce Cassidy zum Erfolg seiner Mannschaft. "Man muss seine besten Spieler zur Verfügung haben, damit sie die besten Spieler sein können. Genau das war heute Nachmittag der Fall", sagte er und spielte damit auf den zeitweisen Ausfall von Bergeron in der Erstrunden-Serie gegen die Toronto Maple Leafs an, die Boston mit 4:3 für sich entschieden hatte.

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Bei den Lightning war die Enttäuschung über die Niederlage in Spiel 1 gegen die Bruins spürbar, wenngleich sich im Nachgang die Spieler und der Trainer bemühten, die positiven Aspekte ihres Auftritts herauszustellen. "Wir hatten eine Vielzahl an Torchancen, von denen wir viele vergeben haben. Die Bruins waren im Abschluss wesentlich effektiver. Das hat heute den Unterschied ausgemacht", erklärte Lightning-Kapitän Steven Stamkos.

Tampas Coach Jon Cooper sah es ähnlich. "Ich denke für die Jungs war das Spiel heute wirklich frustrierend. Wenn wir in der Defensive ebenso um die Pucks gekämpft hätten wie in der gegnerischen Zone, hätten wir sicher weniger Gegentreffer kassiert. Wir haben uns im Gegensatz zu den Bruins einfach nicht dafür belohnt, was wir im Angriff geleistet haben", lautete sein Fazit.

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