Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Vancouver Canucks und den Vegas Golden Knights

Der Fortschritt bei den Vancouver Canucks im Vergleich zur Vorsaison ist unverkennbar. Nach vier Spielen hat das letztjährige Ligaschlusslicht eine ausgeglichene Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen vorzuweisen (2-2-0). Am Sonntag machte die Mannschaft zu Hause in der Rogers Arena mit den Vegas Golden Knights einem der Top-Favoriten auf den Stanley Cup das Leben schwer. Erst in der Schlussphase landete die Vertretung aus Nevada den Siegtreffer zum 3:2.

„Für ein Team, von dem alle Welt gesagt hat, dass es den letzten Platz belegen würde, sind wir ziemlich erfolgreich. Damit bin ich natürlich zufrieden“, sagte Stürmer Paul Cotter. Der Neuzugang von den New Jersey Devils zeichnete im Powerplay für den 1:0-Führungstreffer der Canucks verantwortlich. Damit trug er sich in allen vier Partien als Scorer in den Spielberichtsbogen ein.

Für den Linksaußen ist die positive Entwicklung kein Zufall. „Wir haben eine großartige Truppe beisammen. Und ich habe es schon mindestens zehnmal erklärt: Keiner lässt sein Ego heraushängen. Der Mix zwischen jungen und alten Spielern und Leuten, die irgendwo dazwischenliegen, stimmt einfach. Darüber hinaus steckt eine Menge spielerisches Können im Kader“, verdeutlichte Cotter. Der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ist nach seiner Ansicht ein weiterer Erfolgsfaktor. „Wir sind untereinander sehr eng und wollen alle gemeinsam besser werden. Auf diese Weise kann man viel erreichen, wie man in den ersten vier Spielen gesehen hat.“

Cotter gehört zu den Überraschungen und steht stellvertretend für den Aufschwung der Canucks. Zu Beginn der Free Agency setzte er sein Autogramm unter einen Einjahresvertrag im Wert von 2,15 Millionen US-Dollar. Bei seinem vormaligen Arbeitgeber in Newark war er eher Ergänzungs- als Rollenspieler. Das hat sich in Vancouver geändert. Dort nimmt er momentan sogar einen Platz in den Top 6 der Offensive ein.

General Manager Ryan Johnson hatte mit der Verpflichtung von Cotter einen klaren Plan. „Paul ist ein vielseitiger Stürmer, der eine gute Kombination aus Größe und Schnelligkeit mitbringt. Uns gefällt sehr, wie er sich auf dem Eis präsentiert. Sein Profil ist eine Bereicherung für unser Team. Unser Trainerstab freut sich darauf, mit ihm zu arbeiten und ihn bei der Weiterentwicklung seines Spiels zu unterstützen“, ließ der Sportchef der Canucks unmittelbar nach Abschluss des Deals am 1. Juli verlauten.

Cotter zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen mit Scorerpunkten zurück. Mit vier Treffern ist er erfolgreichster Torjäger der Canucks und mit sechs Punkten gemeinsam mit Elias Pettersson der fleißigste Punktesammler. Ligaweit belegen Cotter und sein Teamkollege einen geteilten dritten Platz in der Scorerwertung.

Marco Rossi ist ebenfalls gleich zu Beginn in Schwung gekommen. Der österreichische Angreifer rangiert teamintern mit vier Punkten (drei Tore, ein Assist) an vierter Stelle bei den Scorern.

Rossi trug alle seine Zähler in den beiden vogelwilden Duellen mit den Edmonton Oilers (6:5 n.V., 7:9) zum Saisonauftakt zusammen. Beim Heimsieg gegen die Calgary Flames am Samstag (4:1) und tags darauf bei der Niederlage gegen die Golden Knights ging der gebürtige Feldkircher leer aus.
Vancouvers Coach Manny Malhotra ist es gelungen, die Defensive seines Teams nach den gegentorreichen Begegnungen mit den Oilers zu stabilisieren. Gegen Vegas deutete vieles auf eine Verlängerung und damit mindestens einen Punktgewinn für die Canucks hin. Aber am Ende reichte es doch nicht ganz, vielleicht auch weil die Kräfte schwanden. Denn für die Gastgeber war es die zweite Vorstellung binnen zwei Tagen.

Nach der Führung durch Cotter drehten die Golden Knights die Partie zunächst durch Tore von Mitch Marner und Victor Olofsson im Powerplay. Jonathan Lekkerimäki glich noch vor der zweiten Drittelpause zum 2:2 aus. Im letzten Abschnitt holte Marc Gatcomb anderthalb Minuten vor Ablauf der Uhr zum entscheidenden Schlag der Gäste aus.

Canucks-Trainer Malhotra bescheinigte seinem Team seit dem Saisonstart eine Entwicklung in die richtige Richtung und bezog sich dabei nicht nur auf das Spiel gegen Vegas. „Wir haben in den unterschiedlichsten Bereichen einen Schritt nach vorne gemacht“, sagte er im Anschluss an das Aufeinandertreffen mit den Golden Knights. Besonders hob er das Spielverständnis innerhalb der Mannschaft hervor. Das sei zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison schon recht ausgeprägt.

Für die Canucks beginnt in dieser Woche ein längerer Roadtrip. Er umfasst insgesamt sechs Partien in zehn Tagen. Erster Gegner auf der Tour sind am Donnerstag die Carolina Hurricanes.

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