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Wochenrückblick: Ein enges Rennen in der NHL

von Stefan Herget / NHL.com

Rob Blake und Dominik Hasek hatten in ihren einzigartigen Karrieren nicht viel gemeinsam, außer dass es der Job beider war, beim Eishockey Tore zu verhindern.

Blake war als Weltklasseverteidiger mit Gardemaße für die Los Angeles Kings, Colorado Avalanche und San Jose Sharks aktiv.

Hasek wiederum zeigte als Weltklassetorhüter, der bis ins Alter von 43 Jahren mit erstklassigen Leistungen für die Chicago Blackhawks, Buffalo Sabres, Detroit Red Wings und Ottawa Senators überzeugte, sein Können.

In der vergangenen Woche wurde beiden eine besondere Ehre zuteil. Die Sabres zogen Haseks Nummer 39 unter das Hallendach des First Niagara Centers vor ihrem Spiel gegen die Red Wings, mit denen der Tscheche zwei Mal den Stanley Cup (2002, 2008) gewonnen hatte.

"Sabres Fans sind etwas einzigartiges und ihre Unterstützung bekommen zu haben, bedeutet für mich genauso viel wie jede gewonnene Trophäe", sagte Hasek vor ausverkauftem Haus.

Der ehemalige Kings Kapitän Blake, der heute im Management des Klubs arbeitet, war nicht weniger gerührt, als seine Nummer 4 im Staples Center fest installiert wurde.

Er wurde der sechste ehemalige Kings-Spieler, der so für seine außergewöhnliche Karriere geehrt wurde.

Blake ist der beste Verteidiger der Franchise aller Zeiten im Bereich absolvierte Spiele, erzielte Tore und Vorlagen, sowie Scorerpunkte.

Im laufenden Spielbetrieb zeichnet sich zusehends ein enges Tabellenbild ab, doch sehr konträr im Osten und im Westen.

Während in der Eastern Conference schon ein kleiner Abstand von vier Punkten gewachsen ist zwischen dem achten (Boston Bruins) und neunten Platz (Florida Panthers), aber die ersten Acht nur acht Punkte voneinander getrennt sind, liegen in der Western Conference 15 Punkte zwischen dem Ersten (Anaheim Ducks) und dem Achten (Calgary Flames).

Das führt dazu, dass im Westen einige Mannschaften dahinter auf Tuchfühlung zum rettenden Ufer für die Playoffs sind.

Ganz vorne mischen weiterhin etwas überraschend die New York Islanders und die Nashville Predators mit.

Die Islanders setzten mit 30 Siegen in den ersten 44 Spielen ebenso eine neue Franchiserekordmarke wie die Predators mit 30 Siegen in ihren 43 Partien.

Zu den besten Acht im Osten gehören die New York Rangers, die durch 15 Siege in den letzten 18 Spielen sich nach oben gearbeitet haben.

Besonders stark sind sie gegen direkte Konkurrenten aus der Metropolitan Division gegen die sie 13 Siege in den letzten 15 Partien und damit wertvolle Punkte eingefahren haben.

Bitter, dass es am vergangenen Dienstag ausgerechnet zu Hause gegen den Stadtrivalen Islanders eine 0-3 Niederlage gab und damit die große Ausnahme bildete.

Die letzten Erfolge sind vor allem Verdienste von Stürmer Rick Nash und Torhüter Henrik Lundqvist. Nash baute sein Torekonto auf 28 aus und führt so zusammen mit Dallas Stars Tyler Seguin die Torschützenliste an. Er hat schon fünf Siegtreffer erzielt und zehn Multi-Punkte-Spiele verzeichnet.

Der Schwede Lundqvist feierte seinen insgesamt 331. Sieg und überholte damit Harry Lumley auf der 21.

Position der ewigen Bestenliste der NHL. 22 davon kamen diese Saison schon dazu und er untermauert dies mit einer starken Fangquote von 92 Prozent und einem Gegentorschnitt von 2,26.

Grund zur Freude hatten die Rangers ebenso über die Vertragsverlängerung von Marc Staal. Der Blueliner soll nach Informationen von ESPN.com für sechs weitere Jahre mit einem jährlichen Verdienst von 5,7 Millionen US-Dollar unterschrieben haben.

Bei den Verteidigern dominieren ligaweit aber andere.

St. Louis Blues Kevin Shattenkirk und Flames Mark Giordano mit jeweils 39 Scorerpunkten. Eine imposante Quote bei 45 absolvierten Spielen.

Weiter nach oben in der ewigen Bestenliste arbeitete sich auch Shattenkirks Trainer Ken Hitchcock.

Er verbuchte seinen 685. Sieg hinter der Bande und überholte so Pat Quinn auf Platz 5 der historischen Tabelle.

Noch sieben weitere und er rückt eine weitere Platzierung nach vorne (derzeit Dick Irvin mit 692).

Dem in Nichts nachstehen wollte Jarome Iginla von der Colorado Avalanche. Er markierte sein 573. NHL-Tor und zog so mit dem legendären Mike Bossy auf Platz 20 der ewigen Torschützenliste gleich. Panthers Torhüter Roberto Luongo absolvierte sein 873. Karrierespiel und glich Jacques Plante auf Platz 11 unter den Torhütern aus.

Die vergangenen sieben Tage waren auch wieder Schauplatz für mehrere Aufholjagden.

So traf zum Beispiel Stürmer Nathan MacKinnon von der Avalanche 6,8 Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich. Es war schon der 16. Treffer zum Gleichstand in der letzten Minute in dieser Spielzeit, vier davon fielen sogar in den letzten zehn Sekunden.

Sean Monahan von den Flames wurde mit 20 Jahren und 89 Tagen zum jüngsten Spieler der Geschichte, der vier Tore in der Verlängerung erzielen konnte.

Der letzte Rekordhalter war Ilya Kovalchuk mit 20 Jahren und 218 Tagen.

Erfreulich aus deutscher und österreichischer Sicht war der Blick auf die Philadelphia Flyers.

Die Mannschaft hängt zwar außerhalb der Playoffplätze unter den Erwartungen fest, doch der deutsche Torhüter Rob Zepp durfte sich über weitere Einsätze freuen und kann nun drei Siege in vier Einsätzen vorweisen.

Österreicher Michael Raffl markierte bereits seinen 12. Saisontreffer und baut damit seine persönliche Bestmarke weiter aus.

Von solchen Marken, wie Steven Stamkos von den Tampa Bay Lightning darf er allerdings nur träumen. Der junge Kanadier traf fünf Partien in Serie und rückte damit Nash und Seguin mit jetzt 26 Saisontoren auf die Pelle.

Einen Wechsel gab es auch zu verzeichnen. Devan Dubnyk wurde für einen Draft Pick der dritten Runde von den Arizona Coyotes zu den Minnesota Wild transferiert. Er feierte einen Einstand nach Maß und beendete die Niederlagenserie der Wild, die sechs Spiele seit dem 2. Januar nicht mehr gewonnen hatten.

Mit 18 Saves feierte Dubnyk zusätzlich den zehnten Shutout seiner Karriere in seinem ersten Einsatz in Minnesota.

Der Österreicher Thomas Vanek traf in derselben Partie gegen seinen ehemaligen Klub Buffalo Sabres und vollendete so seine persönliche Sammlung, weil er nun gegen alle 30 NHL-Teams mindestens einmal getroffen hat.

Vancouver Canucks Torhüter Ryan Miller schaffte das seltene Kunststück zwei Shutouts an zwei aufeinander folgenden Tagen zu verbuchen.

Er zeigte 28 bzw. 30 Saves und liegt nun mit fünf Zu-Null-Spielen mit Lundqvist gleichauf auf Platz 2 hinter Pittsburgh Penguins Marc-Andre Fleury, der sechs vorzuweisen hat.

Last but not least muss Winnipeg Jets Mathieu Perreault Erwähnung finden. Nach Blues David Backes am 6. Januar lieferte er innerhalb von einer Woche am Dienstag das zweite Vier-Tore-Spiel eines Spielers ab.

Er wurde erst der dritte Akteur der Franchise nach Pascal Rheaume (19.1.2002) und Kovalchuk (11.11.2005), dem dieser vierfache Erfolg gelang.

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