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Wild wollen auch Dank Niederreiter vorne bleiben

Der Schweizer ist in Topform und soll zur Verteidigung der Spitzenposition in Westen beitragen

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Die Stimmung in der Kabine der Minnesota Wild war nach deren 2-1 Heimsieg nach Penaltyschießen gegen die Tampa Bay Lightning extrem gut und das war nachvollziehbar. Der Gegner war durchaus keine Laufkundschaft trotz der vielen Ausfälle, die das NHL Team aus Florida verkraften muss und obwohl sie derzeit im Tabellenkeller des Ostens zu finden sind.

Nicht umsonst wurden sie aufgrund der Erfolge in den Vorjahren, als sie ins Stanley Cup Finale 2015 und ins Eastern Conference Finale 2016 einzogen, als ein großer Favorit in dieser Saison angesehen. Fazit: Das Spiel im Xcel Energy Centre hätte auch gut anders herum ausgehen können.

Doch die Erkenntnis für die Wild ist einfach. Ein wahres Spitzenteam zeigt sich daran, dass die engen Spiele gewonnen werden, so wie am Freitag. Auf keinen Fall wollte Minnesota ein zweites Mal hintereinander in der Zusatzschicht verlieren, nachdem sie zwei Tage zuvor gegen ihren Verfolger Chicago Blackhawks in der Verlängerung mit 4-5 den Kürzeren zogen.

"Wir wussten, dass es ein enges Spiel werden würde und sind froh, dass wir es gewonnen haben", sagte Torhüter Devan Dubnyk, der seinen 30. Saisonsieg feiern konnte, im Anschluss. Er zeigte 26 Saves und baute seine Bilanz so auf 30-9-3 aus. Er führt außerdem die NHL bei den Siegen an und liegt gemeinsam auf dem zweiten Platz bei der Save Prozentzahl (93,4) und dem Gegentorschnitt (1,96). Dubnyk ist damit ein Garant des ersten Platzes von Minnesota in der Western Conference.

"[Die Siege], das ist die wichtigste [Statistik], definitiv", sagte Dubnyk. "Das ist die, wo du vorne dabei sein möchtest und es ist natürlich ein Rennen, dem ich mehr Aufmerksamkeit schenke als jeder anderen Statistik. Aber es macht Spaß. Es ist soweit eine großartige Saison, auf diese Art, mit dem Gefühl in der Kabine, wie sehr wir dieses [Siegen] auskosten und es nicht aufhören lassen wollen."

Einer, der immer wichtiger in der Mannschaft von Trainer Bruce Boudreau wird, ist Nino Niederreiter. Der Schweizer steht kurz davor seine Bestmarke bei den Punkten aus der Vorsaison zu übertrumpfen. Er erzielte in der 35. Minute das wichtige 1-0 in Überzahl. Es war das erste Tor im Powerplay der Wild seit der All-Star Pause.

Video: TBL@MIN: Niederreiter tunnelt zum Powerplaytor

Niederreiter konnte in den vergangenen drei Spielen drei Tore und zwei Vorlagen verbuchen. Der 24-jährige Stürmer kommt weiter auf 17 Punkte (neun Tore, acht Assists) in den vergangenen 15 Partien.
Mit jetzt 41 Punkten fehlen ihn nur noch zwei Zähler zu der Bilanz der letzten Saison. Auch seine Torbestleistung von 24 aus der Saison 2014-15 sollte mit derzeit 18 erreichbar sein.

"Ich meine, wir wollen einfach keinen Durchhänger haben", sagte Niederreiter nach dem Spiel. "Wir wollen es nicht so machen, wie so oft in der Vergangenheit. Wir wollen oben bleiben und uns in die bestmögliche Position für die Playoffs bringen."
Es scheint so, als haben sie in diesem Jahr mehr vor in Minnesota, als nur in die erste oder zweite Runde der Playoffs einzuziehen.

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