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Western Conference 1/2 Finale

von Bernd Roesch / NHL.com

Anaheim Ducks (1. Pacific, 109 Pkt.) – Calgary Flames (3. Pacific, 97 Pkt.)

Von den acht Conference Halbfinalisten zogen nur die Ducks mit einem Sweep (4-0 Siege) in diese Runde ein. Gegen die Winnipeg Jets lieferten sie vier souveräne Vorstellungen ab und ließen ihrem Gegner kaum eine Chance.

Selbst von dem frenetischen Fans der Jets in Spiel 3 und 4 ließen sich die Kalifornier kaum beeindrucken. Im Saddledome von Calgary werden sie auf ähnlich euphorische Anhänger treffen wie im MTS Centre von Winnipeg. Aufgrund der Tiefe ihres Kaders müsste es für die Ducks eine klare Angelegenheit werden, doch die junge Truppe von Headcoach Bob Hartley hat schon in der ersten Runde bewiesen, über welches Kämpferherz sie verfügt.

Exemplarisch sei hier nur an Spiel 6 gegen Vancouver erinnert, in dem die Flames bereits nach zehn Minuten mit 0-3 hinten lagen, im Mitteldrittel zur Aufholjagd ansetzten und schließlich mit vier Toren im Schlussdrittel einen 7-4 Auswärtserfolg feiern konnten.

Calgarys Schweizer Schlussmann Jonas Hiller wird sich gegen seine ehemaligen Kollegen aus Anaheim nicht über mangelnde Arbeit beschweren können. Anaheim verfügt, nicht nur wegen Corey Perry und Ryan Kesler, über Stürmer die genau wissen wo das Tor steht.

Ducks finnischer Verteidiger Sami Vatanen zählte in der ersten Playoffrunde zu den besten Offensivverteidigern der Liga. Mit den Ducks und Flames treffen zwei Mannschaften aufeinander, deren Spezialität es ist im dritten Drittel noch einmal einen Zahn zulegen zu können und ein Spiel zu drehen, in dem sie zur zweiten Pause noch hinten lagen.

Mein Tipp: Ducks gewinnen die Serie mit 4-2 Siegen

Chicago Blackhawks (3. Central, 102 Pkt.) – Minnesota Wild (1. Wildcard, 100 Pkt.)

Im dritten Jahr in Folge treffen die Blackhawks und die Wild in den Playoffs aufeinander.

Sowohl 2013 in der ersten Runde (1-4), wie auch 2014 im Conference Halbfinale (2-4) zogen die Wild den Kürzeren gegen die Mannen aus der 'Windy City'. Schon allein deswegen, dürfte für ausreichend Zündstoff beim erneuten Aufeinandertreffen der Kontrahenten gesorgt sein. Die Wild haben gegen die Blues bewiesen, dass sie in den Playoffs nicht nur, wie in den vergangenen zwei Jahren, hauptsächlich vor heimischer Kulisse gewinnen können. In der ersten Runde gegen die Blues gelangen den Wild zwei Siege in St. Louis.

Die Blackhawks, die aufgrund der besseren Punktausbeute in dieser Runde Heimvorteil genießen, dürften also ausreichend gewarnt sein. Die beiden letzten Aufeinandertreffen in der regulären Saison konnte Minnesota für sich entscheiden (3-0, 2-1).

Die Blackhawks mussten damals ohne ihren verletzten Topscorer Patrick Kane auskommen, der gerade rechtzeitig zu den Playoffs wieder fit geworden ist. In der Serie gegen die Nashville Predators hat Kane mit zwei Toren und fünf Assists bewiesen, wie wichtig er für das Team von Ken Hitchcock ist. In Playoffform zeigten sich auch seine Sturmkollegen Jonathan Toews und Patrick Sharp mit jeweils drei Treffern in den sechs Partien gegen die Preds.

Das Defensivverhalten der Blackhawks ist dagegen noch verbesserungswürdig:

Corey Crawford und Scott Darling kassierten insgesamt 20 Gegentore. Eine bessere Bilanz weist Minnesotas Schlussmann Devan Dubnyuk mit 13 Gegentoren aus, wobei er sechs hiervon in einer Partie kassiert hat.

In den letzten zwei Aufeinandertreffen mit den Blues ist Dubnyuk mit 30 bzw. 36 Saves ein ganz starker Rückhalt für sein Team gewesen.

Minnesotas erfolgreichste Torschützen sind Zach Parise und Nino Niederreiter mit jeweils drei Toren.

Mein Tipp: Wild gewinnen die Serie mit 4-3 Siegen

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