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Wer wird MVP? Kandidaten für die Auszeichnung

von Stefan Herget / NHL.com

Die Conference Finale der Stanley Cup Playoffs sind mitten in Gange. Beide Finalserien stehen 1-1 Unentschieden und man darf davon ausgehen, dass es noch eine Weile dauern wird, bis die zwei Stanley Cup Finalisten 2016 feststehen. Zusammen mit dem Stanley Cup Champion wird auch der wertvollste Spieler der Playoffs mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet.

Wer sind in diesem Jahr aus den in den Playoffs verbliebenen vier Mannschaften die Kandidaten für die begehrte Trophäe?

Wer konnte in den bisherigen Stanley Cup Playoffrunden besonders überzeugen und welche Spieler beeindruckten in den Playoffs serienübergreifend?

Pittsburgh Penguins

In den Partien gegen die New York Rangers, zum Auftakt von Pittsburghs Playoffrun, spielten sich vor allem die Topstars der Penguins in den Vordergrund.

Teamkapitän Sidney Crosby (3 Tore, 5 Assists) und der russische Center Evgeni Malkin (2T, 5A) waren von den Rangers nicht zu stoppen. Auch Rechtsaußen Phil Kessel (3T, 3A) hatte sich als gewohnt sicherer Scorer hevorgetan. In der zweiten Playoffrunde gegen die Washington Capitals, als Crosby und Malkin Ladehemmung hatten, holte Carl Hagelin die Kastanien aus dem Feuer.

Er war mit drei Toren und vier Assists an 43,8 Prozent der Tore seines Teams beteiligt. Auch Kessel konnte mit weiteren zwei Treffern und vier Vorlagen für Wirbel sorgen.

Auch wenn Crosby beim 3-2 Overtimeerfolg gegen die Tampa Bay Lightning mit dem Siegtor in der Verlängerung seine Torflaute beenden konnte, die konstantesten Leistung rief Kessel, der in zehn der 13 Playoffpartien punkten konnte, ab. Auch Pittsburghs Verteidiger Kris Letang ist ein ernstzunehmender Kandidat auf die Trophäe.

Letang öffnet das Spiel der Penguins mit seinen präzisen Pässen in die Spitze und ist in der Defensive durch sein Zweikampfverhalten unverzichtbar.

Ein Tor und acht Vorlagen hat der 29-jährige Defensivmann aus den zwölf Spielen, die er bestritten hat, bereits auf seinem Konto.

Conn Smythe Favorit: D Kris Letang

Weitere Kandidaten: RW Phil Kessel, C Sidney Crosby

San Jose Sharks

Dass die Sharks unter den besten vier Teams der Stanley Cup Playoffs zu finden sind, ist eine Riesenüberraschung.

Ihr Erfolg trägt einige Namen. Auffällig ist, dass unabhängig von den Gegnern, die sich den Sharks bisher in den Weg gestellt haben, immer wieder die gleichen drei Kandidaten unter den Besten zu finden sind.

In der ersten Playoffrunde gegen die Los Angeles Kings zeichnete sich Joe Pavelski (5 Tore, 1 Assist) als ihr bester Torschütze aus, gegen die Nashville Predators übernahm diese Position Logan Couture (6T, 5A), der es zuvor gegen die Kings auf ein Tor und fünf Vorlagen gebracht hatte.

Hinter dem 27-jährigen Center positionierten sich Joe Thornton mit zwei Treffern und sechs Assists und Pavelski (4T, 3A).

Couture und Pavelski waren in den ersten zwei Playoffrunden zwei- bzw. dreimal für den Gamewinner verantwortlich und in den ersten zwei Partien des Western Conference Finales gegen die St. Louis Blues bereiteten sie jeweils zwei Treffer vor. San Joses Anwärter Nummer 1 auf die Ehrung, als bester Spieler der Playoffs ausgezeichnet zu werden, ist mit Brent Burns jedoch ein Verteidiger.

Am Dienstag in Spiel 2 gegen die Blues gelangen dem 31-jährigen Blueliner gleich zwei Treffer. Er hat damit in jeder der drei Playoffrunden zweimal ins Schwarze getroffen. Weitere zwölf Tore konnte er mit vorbereiten. Sechs gegen L.A., fünf gegen Nashville und eines gegen St. Louis.

Conn Smythe Favorit: D Brent Burns

Weitere Kandidaten: C Joe Pavelski, C Logan Couture

St. Louis Blues

Zwei der vermeintlich schwersten Gegner der Western Conference warfen die Blues aus den Playoffs.

Gleich in der ersten Runde trafen sie auf den amtierenden Stanley Cup Champion aus Chicago und beendeten seine Ambitionen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung.

Linksaußen Jaden Schwartz führte am Ende der Serie gegen die Blackhawks die teaminterne Scorerwertung der Blues mit drei Treffern und vier Assists an, gefolgt von Vladimir Tarasenko, der es auf vier Tore und zwei Vorlagen gebracht hatte. Seine Punktausbeute noch einmal steigern konnte der russische Flügelflitzer in der zweiten Runde gegen die Dallas Stars. Auch in dieser Serie musste St. Louis über die volle Distanz gehen und Tarasenko gelangen dabei drei Tore und vier Assists.

Gut gelegen haben die Texaner Blues Kapitän David Backes und Troy Brouwer, die jeweils vier Treffern und vier Torvorlagen für sich verbuchen konnten. Auch Rookie Center Robby Fabbri kam mit zwei Toren und sechs Vorlagen auf acht Scorerpunkte.

Im Western Conference Finale gegen die Sharks läuft es für die Blues noch nicht so rund wie man vielleicht hätte erwarten können.

Nach zwei Partien steht die Finalserie 1-1 Unentschieden. Einen der beiden Treffer der Blues beim 2-1 Sieg in Spiel 1 schoss erneut Backes.

Tarasenko konnte in dieser Serie noch keine Offensivakzente setzen. Von den vier Torhütern, die zurzeit in den beiden Conference Finale eingesetzt werden, weist Blues Schlussmann Brian Elliott mit 92,9 Prozent die zweitbeste Fangquote aus.

Obwohl er zuletzt gegen die Sharks drei Gegentore hinnehmen musste, konnte Elliott von Serie zu Serie seinen Gegentrefferschnitt von 2,40 gegen die Kings über 2,16 gegen die Stars auf 2,07 gegen San Jose verbessern.

Conn Smythe Favorit: C David Backes

Weitere Kandidaten: RW Vladimir Tarasenko, G Brian Elliott

Tampa Bay Lightning

Scheinbar mühelos zogen die Lightning in das Eastern Conference Finale gegen die Pittsburgh Penguins ein. Sowohl in der ersten Runde gegen die Detroit Red Wings, wie auch in der zweiten gegen die New York Islanders benötigten sie nur fünf Partien um weiterzukommen.

Einer ihrer Torgaranten war mit Nikita Kucherov ein junger russischer Stürmer, der in die Fußstapfen eines Alex Ovechkin treten möchte. Gegen die Red Wings gelangen dem 22-jährigen Rechtsaußen fünf Tore sowie zwei Assists und auch die Islanders, gegen die er viermal traf, machten mit seinen Torjägerqualitäten Bekanntschaft.

Zu den besten Vorbereitern der Lightning zählten gegen Detroit neben Kucherov (3 Assists) Center Tyler Johnson (2T, 5A) und Linksaußen Jonathan Drouin (4A). Im Conference Halbfinale bestätigten die beiden Stürmer ihre Topform (Johnson 2T, 4A; Drouin 1T, 4A).

Verteidiger Victor Hedman kamen die Islanders besonders gelegen, nach nur einem Assist in Runde 1, war er gegen das Team aus Brooklyn an acht Toren beteiligt (4T, 4A) gewesen.

In den zwei Auswärtspartien gegen Pittsburgh konnte der 25-jährige Schwede jeweils ein Tor vorbereiten und liegt nun mit vier Treffern und sieben Assists in der teaminternen Scorerwertung punktgleich mit Drouin nur einen Zähler hinter Kucherov und zwei hinter Johnson.

Conn Smythe Favorit: C Tyler Johnson

Weitere Kandidaten: D Victor Hedman, RW Nikita Kucherov

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