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Wer bekommt diesmal die begehrten NHL Awards?

von Axel Jeroma / NHL.com

Die tiefen Augenringe bei Verantwortlichen und Spielern der Pittsburgh Penguins nach den Meisterfeierlichkeiten sind kaum verschwunden, da steht womöglich bald die nächste große Party im Klub an. Denn für die NHL Awards 2016, die am Mittwoch (Ortszeit) im Hard Rock Hotel & Casino in Las Vegas verliehen werden, sind auch Akteure des frischgebackenen Stanley-Cup-Siegers nominiert. Nachfolgend präsentieren wir von NHL.com/de eine Übersicht über die wichtigsten Kategorien und geben einen Tipp, wer die Auszeichnung am Ende entgegennimmt.

Hart Trophy:

Sie wird an den Spieler verliehen, der während der gesamten Saison am wertvollsten für sein Team war. Die Finalisten in der Kategorie für den MVP sind Sidney Crosby (Pittsburgh Penguins), Jamie Benn (Dallas Stars) und Patrick Kane (Chicago Blackhawks). Penguins-Kapitän Crosby hat die Chance, die Auszeichnung ein drittes Mal zu bekommen.

Alle drei nominierten Angreifer stehen verdient im Finale. Kane setzte in der Hauptrunde mit 106 Punkten eine beeindruckende Bestmarke. Mit deutlichem Vorsprung belegte er Platz 1 in der Scorerwertung vor Benn (89 Punkte) und Crosby (85).

Tipp: Die Hart Trophy geht an Crosby, weil sich der Superstar bei den Penguins voll in den Dienst seiner Mannschaft stellte. Er hatte großen Anteil daran, dass die Pens mit einer Serie gegen Ende der Hauptrunde in die Playoffs einzogen, sich dort gegen starke Gegner behaupteten und am Ende hochverdient den Stanley Cup holten. Er sorgte außerdem dafür, dass die jungen und im Laufe der Hauptrunde neu hinzugekommenen Spieler sich schnell im Team integrierten - ein Schlüssel für den Erfolg am Saisonende.

Calder Trophy:

Diese Auszeichnung erhält traditionell der beste Liganeuling. Mögliche Preisträger in diesem Jahr sind Connor McDavid (Edmonton Oilers), Shayne Gostisbehere (Philadelphia Flyers) und Artemi Panarin (Chicago Blackhawks).

Tipp: Diesen Award holt sich Artemi Panarin. Er spielte die gesamte Saison über auf einem hohen Niveau. Der 24-Jährige Linksaußen kam auf glänzende 77 Punkte (30 Tore, 47 Vorlagen). 24 Punkte schaffte er in Überzahl. Hinzu kommen sieben spielentscheidende Treffer.

Vezina Trophy:

Ben Bishop (Tampa Bay Lightning), Braden Holtby (Washington Capitals) und Jonathan Quick (Los Angeles Kings) lauten die drei Nominierten für die Vezina Trophy, die der beste Torhüter der Saison bekommt. Alle drei machten sich Hoffnungen, in diesem Jahr den Stanley Cup zu gewinnen, gingen jedoch leer aus. Besonders schmerzhaft war das für Braden Holtby, der eine überragende Serie spielte, aber mit den Caps in Runde 2 der Playoffs am späteren Gewinner Pittsburgh scheiterte.

Tipp: Als Trostpreis erhält Holtby die Vezina Trophy. Er egalisierte in dieser Saison die NHL-Bestmarke von 48 Siegen von Martin Brodeur (New Jersey Devils) aus dem Jahr 2006-07. Holtby war stets ein sicherer Rückhalt für sein Team und belegte in den Ranglisten Gegentor-Durchschnitt, Anzahl der Saves und Savequote jeweils einen Top-10-Platz.

Norris Trophy:

Mit dieser Trophäe geht der beste Verteidiger am Mittwochabend nach Hause. Hoffnungen darauf machen dürfen sich Erik Karlsson (Ottawa Senators), Brent Burns (San Jose Sharks) und Drew Doughty (Los Angeles Kings).

Tipp: Hoher Favorit ist zweifellos Brent Burns von Western-Conference-Gewinner und Stanley-Cup-Finalisten aus Kalifornien. Der Mann mit dem markanten Zottelbart war der Verteidiger im Sharks-Trikot der die meisten Tore erzielte (27), die meisten Vorlagen lieferte (48) und auch die meisten Punkte verbuchte (75). Burns stand in allen 82 Hauptrundenbegegnungen auf dem Eis und kam dabei auf eine durchschnittliche Einsatzzeit von 25:51 Minuten.

Selke Trophy:

Stürmer sind in der NHL nicht nur dafür da, Tore zu erzielen. Sie sollen auch gut nach hinten arbeiten. Mit der Selke Trophy ist für die besten dieser wichtigen Spezies ein eigener Preis ausgelobt. Patrice Bergeron (Boston Bruins), Anze Kopitar (Los Angeles Kings) und Ryan Kesler (Anaheim Ducks) sind die Finalisten.

Tipp: Bei den Buchmachern gilt es als ausgemacht, dass Patrice Bergeron seine Sammlung vergrößert und die vierte Selke Trophy in fünf Jahren mit nach Hause nimmt. Verdient wäre es allemal, denn Bergeron gilt in der Branche eindeutig als der defensivstärkste Angreifer. Er war in dieser Saison der beste Penalty-Killer der Bruins und gewann zudem 57,1 Prozent seiner Bullys.

Jack Adams Trophy:

Dieser Pokal ist für den Coach des Jahres reserviert. In Frage kommen dafür in diesem Jahr Lindy Ruff (Dallas Stars), Barry Trotz (Washington Capitals) und Gerard Gallant (Florida Panthers).

Tipp: Wenn die Team-Statistiken den Ausschlag für die Entscheidung der Jury geben, kann es eigentlich nur einen Gewinner geben – Barry Trotz. Unter seiner Leitung spielten die Caps eine überragende Saison, gewannen 56 Partien und holten 120 Punkte. Damit waren sie das mit Abstand beste Team nach Abschluss der Hauptrunde. Einziger Wermutstropfen ist, dass die Capitals in den Playoffs einmal mehr früh ausschieden.

GM of the Year Award:

Dieser Award wird dem erfolgreichsten General Manager überreicht. Die Drei, die für Mittwoch nach Las Vegas zum Finale geladen wurden, sind Brian McLellan (Washinton Capitals), Jim Nill (Dallas Stars) und Jim Rutherford (Pittsburgh Penguins).

Tipp: Eindeutig Jim Rutherford. Er bewies mit der Beförderung von Mike Sullivan vom Coach des Farmteams zum sportlich Verantwortlichen der NHL-Mannschaft ein glückliches Händchen. Hinzu kam, dass sich die von Rutherford während der Saison geholten Spieler durchweg als Verstärkungen erwiesen. Für seine mutigen Entscheidungen wurden die Pens mit dem Stanley Cup belohnt.

Lady Byng Trophy:

Hoher sportlicher Standard kombiniert mit vorbildlichem Benehmen lauten die Kriterien für die Spieler, die für diese Trophäe in Betracht kommen. Zur Auswahl im Finale stehen Loui Eriksson (Boston Bruins), Aleksander Barkov (Florida Panthers) und Anze Kopitar.

Tipp: Alle drei Akteure sind ohne Frage richtige Gentlemen. Kopitar war jedoch derjenige mit den meisten Punkten (74). Daher sollte er das Rennen machen.

Masterton Trophy:

Wer in der Saison in Sachen Ausdauer, Hingabe und Fairness bestach, darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Gewinn der Masterton Trophy machen. Jaromir Jagr (Florida Panthers), Mats Zuccarello (New York Rangers) und Pascal Dupuis (Pittsburgh Penguins) lauten die Finalisten.

Tipp: Jaromir Jagr – weil der 44-jährige NHL-Methusalem für seine grandiosen Auftritte einfach einen Preis verdient hat. Mit 27 Toren und 39 Vorlagen in 79 Begegnungen war er in hohem Maße mitverantwortlich für den Einzug der Panthers in die Playoffs.

Messier Award:

Alex Ovechkin (Washington Capitals), John Tavares (New York Islanders) und Shea Weber (Nashville Predators) stellten in der abgelaufenen Saison herausragende Führungsqualitäten unter Beweis und sicherten sich damit die Final-Nominierung für den Messier Award.

Tipp: Ovechkin bekommt den Award. Er war der starke Mann bei den Caps in der Hauptrunde. Bester Beleg sind seine 50 Tore.

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