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Ladehemmung beendet die Saison der Lightning

Die stärkste Offensive der regulären Saison schaffte es in den letzten beiden Spielen nicht Capitals Torwart Braden Holtby zu überwinden

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Hängende Köpfe prägten am Mittwoch nach dem Spiel das Bild auf der Bank der Tampa Bay Lightning in der Amalie Arena in Tampa. Die Lightning verloren Spiel 7 des Eastern Conference Finales der Stanley Cup Playoffs gegen die Washington Capitals und schieden damit aus dem Rennen um den Stanley Cup aus.

Die Lightning hatten zuvor nach fünf Spielen 3:2 in der Serie geführt, verloren dann aber Spiel 6 mit 0:3 in Washington. Nun folgte ein weiterer Shutout der Capitals, die das alles entscheidende Duell mit 4:0 für sich entschieden und damit die Prince of Wales Trophy als Champion der Eastern Conference holten.

"Das Gefühl kann man nicht beschreiben, aber wir haben alles versucht, besonders in den ersten beiden Dritteln", sagte Lightning Verteidiger Victor Hedman nach dem Spiel. "Sie sind ein wirklich gutes Team. Ich bin stolz darauf, wie wir uns in die Serie zurück gekämpft haben."

 

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In diesen letzten beiden Partien erwies sich jedoch ausgerechnet die ausgewiesene Stärke der Lightning als ihre größte Schwäche. Sie erzielten keine Tore mehr. In der regulären Saison stellten die Lightning mit 290 Toren die beste Offensive der Liga, 17 Treffer vor den zweitplatzierten Winnipeg Jets. Auch in den Playoffs lagen sie mit 50 Treffern in 17 Spielen immerhin auf Rang 3. Doch ihr letztes Tor der Spielzeit fiel zu Beginn des zweiten Drittels von Spiel 5 gegen die Capitals. In den letzten beiden Begegnungen feierte Capitals Torwart Braden Holtby seine ersten beiden Shutouts der Saison.

"Wir konnten einfach keine Tore machen, ihr Torwart war wirklich gut", zollte auch Kapitän Steven Stamkos Holtby Respekt. "Was wir in der zweiten Runde mit Boston gemacht haben, wie wir keine Chancen von ihnen mehr zugelassen haben, das ist jetzt uns passiert. Sie haben ihr Spiel durchgezogen und wir haben uns zu sehr auf unser Powerplay verlassen. Wenn man in den letzten beiden Spielen nicht trifft, dann gewinnt man auch nicht."

Die Lightning nutzten ihre Chancen im Powerplay in der Serie zunächst zwar gut, doch die Capitals lernten mit der Stärke ihres Gegners umzugehen. In den gesamten sieben Spielen, waren die Lightning 18 Mal im Powerplay. Von den ersten 14 Chancen nutzten sie sechs, doch in den letzten drei Partien waren sie nur noch vier Mal in Überzahl und konnten keine dieser Gelegenheiten nutzen.

Video: WSH@TBL, Sp7: Burakovsky trifft zum zweiten Mal

Für die Torflaute waren aber nicht nur Holtby und der Mangel an Powerplays verantwortlich. Die Lightning glänzten in den ersten fünf Begegnungen zwar durch ihre Chancenverwertung, aber sicherlich nicht durch ihre drückende Übermacht im Spielverlauf.

 

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Spiel 7 war das einzige Spiel, in dem sie mehr Torschüsse hatten als die Capitals. Über die gesamte Serie gesehen, lautete das Torschussverhältnis 232:174 zugunsten der Capitals. Im Durchschnitt bedeutet das 33,1:24,9 Torschüsse pro Spiel, eine Differenz von 8,2 Schüssen pro Spiel. Zum einen hatten die Capitals teilweise einfach Pech, zum anderen waren die Lightning überragend Effizient. Doch genau dieses Pech traf die Lightning in Spiel 7.

"Respekt vor Holtby, er ist einfach ein Weltklassetorwart, der in diesen beiden Spielen einfach in Form war", lobte auch Hedman zunächst Holtby. "Wir hatten eine starke Phase, in der ich den Pfosten traf, ein Mal war der Puck auf der Linie, ein Mal hat er Gordos (Yanni Gourde) Schläger getroffen, ging aber zur Seite raus und Alex Killorn hatte einen Alleingang. Wenn davon nur ein Mal der Puck über die Linie geht, dann haben wir ein ganz anderes Spiel. Das ist einfach Pech, aber das ist Eishockey. Man muss sich das Glück erarbeiten."

Video: WSH@TBL, Sp7: Holtby rettet gegen Killorn

Doch auch wenn es am Ende nicht geklappt hat und die Offensive nicht so reibungslos funktionieren wollte, wie die restliche Saison über, muss man höchsten Respekt vor der Leistung der Lightning haben. Sie dominierten Phasenweise die gesamte Liga und haben in dieser Saison deutlich gezeigt, wo der Weg hinführen soll und dass sie das Potential haben dieses Ziel auch zu erreichen.

"Oh, unsere Zeit ist noch nicht vorbei", betonte auch Stamkos entschlossen und richtete den Blick bereits in die Zukunft der Bolts. "Unser Team ist viel zu talentiert und immer noch sehr jung. Man muss sich nur die Mannschaft anschauen, gegen die wir gerade verloren haben. Sie waren über Jahre hinweg im Aufbau. Sie haben dieses Mal Pittsburgh geschlagen und haben jetzt eine echte Chance. Aber solange du einen Torwart wie Vasy (Andrei Vasilevskiy) hast, ist deine Zeit noch nicht vorbei."

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