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Weekes analysiert Benns Erfolg ohne Seguin

von Kevin Weekes / NHL.com

Über die Saison hinweg schreibt der frühere NHL-Goalie und jetzige NHL-Experte Kevin Weekes über Spieler, Mannschaften, Spiele und Trends, die ihm ins Auge stechen.


Dallas Stars

Ihnen fehlt mit Tyler Seguin einer der besten NHL-Spieler, aber sie lassen sich davon nicht stoppen. Wir sprachen am Donnerstag auf NHL Network mit Jamie Benn, nachdem er sein 40. Saisontor erzielt hatte. Er ist der erste Stars-Spieler seit Mike Modano 1993-94, der diese Marke erreichte. Ich bin so beeindruckt von Benn. Für mich ist er wie Eric Lindros, nur eben als Linkshänder. Benns Spielweise ähnelt der von Lindros in vielen Aspekten. Nicht zu vergessen: Benn hat vorige Saison den Scorer-Titel gewonnen.

Die Stars haben neben Benn zwei weitere Akteure in ihren Reihen, die 30 und mehr Treffer auf dem Konto haben. Seguin erzielte bisher 37, Jason Spezza 30. Und Robin Sharp feierte sein 20. Saisontor am Donnerstag beim 4-1 gegen die Arizona Coyotes. Es fällt schwer, nicht beeindruckt zu sein von dieser starken Offensive. Die Stars sind ein dynamisches Team, und das sogar ohne Seguin. Apropos Offensive: Die Stars haben als Tabellenführer im Westen eine Tordifferenz von plus 35 vorzuweisen, die zweitbeste der gesamten Liga nach den Washington Capitals.

Pittsburgh Penguins

Es ist noch nicht lange her, da mussten die Penguins um einen Playoff-Platz bangen. Nun kämpfen sie mit den New York Rangers um den zweiten Platz in der Metropolitan Division und damit um das Heimspielrecht in der ersten Runde der Playoffs. Die Penguins haben zehn ihrer letzten elf Partien gewonnen (10-1-0), darunter das 5-2 am Donnerstag gegen die Nashville Predators. Und das alles ohne Evgeni Malkin. Doch für ihn springen andere als Torschützen in die Bresche, wie Matt Cullen, Conor Sheary und Tom Kuhnhackl, um nur einige zu nennen.

Ich fragte Cullen vor kurzem nach dem Grund für die Leistungssteigerung der Penguins. Er sagte mir, dass sie jetzt mit mehr Speed und Geschick agieren würden. Natürlich profitieren alle auch vom Lauf, den Sidney Crosby in der zweiten Saisonhälfte hat.

Hinzu kommt Kris Letang. Am Donnerstag traf er zum 16. Mal in der Hauptrunde. Nach Toren und Punkten (61) stellte er schon jetzt eine persönliche Bestleistung auf. Ich denke, dass Letang ein Spieler ist, auf den die Penguins nur sehr schwer verzichten könnten.

Phil Kessel (25 Tore, 56 Punkte) hat ebenfalls seinen Anteil am Aufschwung. Nach schleppendem Beginn kam er gerade rechtzeitig in Schwung. Ich denke, das hängt paradoxerweise auch mit dem Fehlen von Malkin zusammen. Eine Menge Leute fragten sich besorgt, mit wem Kessel denn dann zusammenspielen sollte. Doch er braucht niemanden an seiner Seite, um vorne für Gefahr zu sorgen. Er hat die Fähigkeit, ganz alleine Torchancen herauszuspielen oder seine Nebenleute aussichtsreich in Szene zu setzen.

Florida Panthers

Das 3-2 gegen die New Jersey Devils war ein wichtiger Sieg für die Panthers. Sie schoben sich dadurch an den Tampa Bay Lightning vorbei auf den ersten Platz in der Atlantic Division. Ein Wermutstropfen ist jedoch der verletzungsbedingte Ausfall von Stürmer Vincent Trocheck für den Rest der Hauptrunde. Ich unterhielt mich mit einem Spieler von der Organisation und er sagte mir, dass Trocheck der Beste in den vergangenen zehn Partien gewesen sei. Jaromir Jagr meinte ebenfalls, dass man mit ihm auf den besten Akteur verzichten müsse. Aus seinem berufenen Munde will das etwas heißen.

Trocheck und seine beiden Sturmpartner Jussi Jokinen (17 Tore, 58 Punkte) und Reilly Smith (24 Tore, 47 Punkte) standen den Top-Reihen der NHL in nichts nach. Trocheck (25 Tore und 53 Punkte in 76 Spielen) ist in der Offensive durchsetzungsfähiger geworden. Ein Grund, warum er zuletzt so erfolgreich war.

Powerspielzüge

Das Thema am Freitag waren Power-Tore und Power-Hockey in der NHL. Dabei ging es nicht nur um Schlagschüsse oder Handgelenkschüsse, sondern um Treffer, denen Powerspielzüge vorausgingen. Diese Entschlossenheit, diese kraftvolle Spielweise, braucht man in dieser Phase der Saison, um für Gefahr zu sorgen.

Die Treffer von Torey Mitchell von den Montreal Canadiens gegen die Tampa Bay Lightning, von Rick Nash von den New York Rangers gegen die Carolina Hurricanes, von New Yorks Chris Kreider im gleichen Spiel, von Zach Parise von den Minnesota Wild gegen die Ottawa Senators waren der verdiente Lohn für solch große individuelle Anstrengungen.

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