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WCoH 2016: Team Europa Kader auf Prüfstand

von Stefan Herget / NHL.com

Am 27. Mai haben alle acht Mannschaften die restlichen sieben Spieler für ihre 23 Spieler umfassenden Kader beim World Cup of Hockey Turnier vom 17. September bis 1. Oktober 2016 in Toronto veröffentlicht.

Darunter Team Europa, das sich aus Spielern der europäischen Länder zusammensetzt, die nicht explizit teilnehmen, also außer Tschechien, Finnland, Schweden und Russland. General Manager des Teams ist Miroslav Satan und Trainer Ralph Krueger.

Was kann der endgültig zusammengestellte Kader von 23 Spielern aus acht Nationen (4x Dänemark, 6x Slowakei, 5x Deutschland, 1x Österreich, 4x Schweiz, 1x Slowenien, 1x Norwegen, 1x Frankreich) wirklich erreichen?

In der Gruppe A sind die Gegner USA (17.9.), Tschechien (19.9.) und Kanada (21.9.). Mindestens der 2. Platz wäre für den Einzug in das Halbfinale notwendig.

Der Kader ist sicher durchweg hochrangig besetzt, aber das trifft für alle acht Nationen zu. Die meisten der teilnehmenden Spieler von Europa liefen bei der IIHF Weltmeisterschaft auf, doch eben häufig gegeneinander für unterschiedliche Nationen.

Das Hauptaugenmerk der Teamleitung muss also darin liegen innerhalb kürzester Zeit aus Spielern, die zumeist noch nie zusammengespielt haben, eine Mannschaft zu formen. Hierzu bleiben aber nur wenige Tage und nicht einmal eine handvoll Vorbereitungsspiele.

Allein diese Tatsache lässt die Chancen von Team Europa deutlich schrumpfen und eine Qualifikation für das Halbfinale wäre eine große Überraschung.

Doch viel wird wie meist im Eishockey von den Torhütern abhängen und hier ist die Mannschaft mit Frederik Andersen, Jaroslav Halak und Thomas Greiss erstklassig besetzt. Wird der letztendlich spielende Schlussmann in Topform sein, dann sind Siege möglich, zu mal die Offensive durchaus Schlagkraft hat.

Alle vier Reihen sind mit Spielern besetzt, die zuletzt mindestens 30 Scorerpunkte in der Saison 2015-16 erzielt haben, außer sie waren verletzt und haben weniger Spiele absolvieren können. Fazit der Sturm ist also immer für das ein oder andere Tor gut.

Die Paradesturmreihe werden wohl Linksaußen Marian Gaborik, Center Anze Kopitar, die sich bereits von den Los Angeles Kings kennen, sowie Gaboriks Landsmann Marian Hossa bilden.

Gut möglich, dass in der jungen zweiten Reihe die Deutschen Leon Draisaitl als Center und Tobias Rieder als Rechtsaußen nebeneinander agieren dürfen. Dazu könnte sich Tomas Tatar, der mit seinen 25 Jahren ebenfalls jugendliche Frische hereinbringt, gesellen.

Dahinter eine national gemischte Reihe mit Thomas Vanek, Frans Nielsen und Mats Zuccarello, von denen ebenfalls Torgefahr ausgehen sollte. Geschwindigkeit bringt auch Nino Niederreiter an der Seite des dänischen Duos Jannik Hansen und Mikkel Boedker mit.

In der Verteidigung wird mit dem Slowaken Zdeno Chara (39 Jahre), dem Schweizer Mark Streit (38), dem Deutschen Dennis Seidenberg (34) und dem Slowaken Andrej Sekera (30) auf viel Erfahrung gesetzt. Anderseits verfügen die anderen beiden Schweizer Roman Josi und Luca Sbisa über die notwendige jugendliche Frische.

Josi von den Nashville Predators gehört indes mittlerweilen zu den offensivstärksten und besten Verteidigern der gesamten NHL. Auf ihn wird besonders viel Eiszeit zukommen, womöglich mit seinem Freund und Trainingspartner Streit an seiner Seite.

So könnte die mögliche Aufstellung von Team Europa aussehen:

Sturmreihen

Marian Gaborik - Anze Kopitar - Marian Hossa

Tomas Tatar - Leon Draisaitl - Tobias Rieder

Thomas Vanek - Frans Nielsen - Mats Zuccarello

Nino Niederreiter - Jannik HansenMikkel Boedker

Pierre-Edouard Bellemare

Verteidiger

Zdeno Chara - Dennis Seidenberg

Mark Streit - Roman Josi

Andrej Sekera - Luca Sbisa

Christian Ehrhoff

Torhüter

Frederik Andersen

Thomas Greiss

Jaroslav Halak

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