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Ward liefert wieder wichtiges Tor für Sharks

von Tom Gulitti / NHL.com

SAN JOSE – Eigentlich war es kein Powerplay.

Aber es war wahrscheinlich das wichtigste Tor der San Jose Sharks in dieser Saison.

Bevor Joonas Donskoi am Samstag im SAP Center, in Spiel drei des Stanley Cup Finales in Verlängerung den Siegtreffer zum 3-2 machen konnte, mussten die Sharks ein anderes Defizit ausgleichen.

Die Situation schien entmutigend. Die Sharks lagen 2-1 zurück, in den letzten Sekunden einer Überzahl wegen hohen Stocks gegen Penguins Center Nick Bonino. Aber als Bonino gerade von der Strafbank kommen wollte, feuerte Joel Ward einen Schlagschuss aus 12 Metern an Torwart Matt Murray vorbei zum Ausgleich, 11:12 vor Spielende.

Und so hauchte er den Sharks wieder leben ein.

"Ein wichtiges Tor", bestätigte Sharks Center Joe Thornton.

Thornton spielte dabei eine wichtige Rolle, angefangen bei der Strafe. Boninos Schaufel traf ihn unter dem rechten Auge, fügte ihm eine kleine Platzwunde zu,was nach 4:48 im dritten Drittel eine 2+2 Strafe zur Folge hatte.

Zu diesem Zeitpunkt wäre es verständlich gewesen, wären die Sharks frustriert gewesen. Sie spielten ihr bestes Spiel der Saison und lagen doch wieder zurück.Nachdem Verteidiger Justin Braun nach 9:34 getroffen hatte, als Antwort auf Penguins Verteidiger Ben Lovejoys Tor nach 5:29, drängten die Sharks im zweiten Drittel auf die Führung, ihre erste Führung der Serie, wurden aber immer wieder von Murray gestoppt.

Patrick Hornqvist fälschte 52,3 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels zur erneuten Führung der Penguins ab. Die Sharks wussten, dass die vier Minuten Powerplay eine entscheidende Phase waren. Ihr Powerplay war in diesen Playoffs tödlich, bei einer Quote von 27,7%, aber sie bekamen gegen die Penguins nicht viele Chancen.

Vor Boninos Strafe hatten sie vier Powerplays in der ganzen Serie, darunter eins im zweiten Drittel am Samstag.

"Das war unsere Chance", sagte Sharks Trainer Peter DeBoer. "Das war die Gelegenheit. Wir hatten nicht viele Powerplays. Wir hatten eine. Die mussten wir nutzen."

Die Sharks machten in den ersten 1:28 vier Schüsse, darunter eine Chance von Patrick Marleau von der linken Seite nach 4:53, aber Murray hielt alles. Nach der ersten Strafe war die erste Powerplayreihe außer Atem und DeBoer nahm nach 7:32 eine Auszeit.

Aber als das Powerplay weiter ging, wurde das Unterzahlspiel der Penguins besser und sie ließen keinen weiteren Schuss zu. Zehn Sekunden vor Ende der Strafe brachte Sidney Crosby den Puck aus Pittsburghs Drittel auf den rechten Flügel und Verteidiger Kris Letang kam mit für eine potentielle zwei auf eins Situation.

Statt den Puck tief zu spielen, nachdem er über San Joses blaue Linie kam, versuchte Crosby zu Letang zu passen, aber Thornton fing den Puck ab und spielte per Rückhand zu Donskoi.

"Wichtige Aktion", nannte Sharks Torwart Martin Jones über Thorntons Backcheck. "Ich denke das haben die Jungs das ganze Spiel gut gemacht."

Donskoi spielte zu Ward, der über Pittsburghs blaue Linie kam und einen Schlagschuss an Murrays Fanghand vorbei feuerte.

"Ich wollte den Puck nur kurz halten", sagte Ward. "Ich sah den Weg, nahm den Kopf runter, machte den Schlagschuss und hatte Glück."

Ward hatte dieses Glück in den Playoffs während seiner ganzen Karriere. Es war sein siebtes Tor in diesen Playoffs und und sein 21. in 74 Playoffspielen.

"Er scheint diese Tore die ganze Zeit zu schießen und jedes Tor scheint ein wichtiges zu sein", sagte Sharks Verteidiger Brent Burns. "Sie leisteten gute Arbeit in Unterzahl. Das hätte das Momentum umkehren können, da zu treffen... Das war ein wichtiges Tor. Man liegt hinten, kriegt vier Minuten Powerplay, da will man treffen. Es war wichtig da am Ende zu treffen."

Es war um eine Sekunde kein Powerplaytor, aber eigentlich war es eins, da Bonino die Strafbank noch nicht verlassen hatte. Das bereitete die Bühne für Donskois Siegtreffer nach 12:18 in der Verlängerung und für die Rückkehr der Sharks in die Serie.

Die Penguins führen weiter 2-1 im Cup Finale, aber die Sharks haben vor Spiel vier am Montag ein deutlich besseres Gefühl, nach ihrem ersten Sieg der Serie.

"Bei dem Wissen, dass wir im Stanley Cup Finale stehen will man einfach helfen", erklärte Ward. "Hoffentlich kann ich das weiterhin tun und mich im nächsten Spiel noch steigern, also versuche ich nicht mich lange damit aufzuhalten oder zu viel darüber nachzudenken. Aber es war ein guter Sieg und das will ich im nächsten Spiel einfach wiederholen."

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