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Vergebene Chancen kosten Bolts das Spiel 2

von Brian Compton / NHL.com

PITTSBURGH -- Sie konnten nicht annähernd ihr Spiel aufziehen und sie wissen das.

Man spürte es auch am Montag in der Kabine der Tampa Bay Lightning nach der 2-3 Overtime-Niederlage gegen die Pittsburgh Penguins in Spiel 2 des Eastern Conference Finales im Consol Energy Center.

Ja, die Lightning hatten es geschafft einen 2-Tore Rückstand im ersten Drittel zu egalisieren, aber nach einem torlosen zweiten Spielabschnitt, lautete das Torschussverhältnis 16-6 zu ihren Ungunsten. Ohne ihren Torhüter Andrei Vasilevskiy wäre das Erreichen der Verlängerung nichts anderes als ein Wunschtraum gewesen.

"In diesem dritten Drittel haben wir uns nicht genug herausgearbeitet", sagte Lightning Coach Jon Cooper.

"Besonders heute Abend waren wir etwas zu sehr opportunistisch. Wir hatten einige gute Chancen, vor allem bei den letzten Shifts im dritten Drittel, doch wir spielten nicht auf die Art und Weise mit der wir gut sind. Wir wollten es mit Sprints erzwingen, doch haben wir es gegen diese Kerle sechs Drittel lang nicht geschafft.

"Letztendlich haben wir einen Sieg. Man möchte nicht hier sitzen und sagen 'Wir haben unser Ding gemacht. Wir haben einen.' Wir sind hier angereist um zwei einzufahren. Wir waren vielleicht nicht das bessere Team heute Abend, aber wir waren einen Schuss davon entfernt. Dementsprechend ist der Ausgang unglücklich. Wir werden uns steigern und nach vorne schauen."

Vielleicht ist das die beste Nachricht für die Lightning, nach jener, dass ihr Top-Verteidiger Anton Stralman sein Debüt in den Stanley Cup Playoffs 2016 geben konnte, nachdem er fast zwei Monate lang aufgrund eines gebrochenen Wadenbeins ausgefallen war.

Trotz der vielen Probleme, die die Lightning im Schlussabschnitt hatten, ihnen fehlte, wie Cooper gesagt hat, nur ein Schuss, um in der Best-of-7 Serie mit einer 2-0 in Führung nach Tampa zu gehen.

Spiel 3 findet am Mittwoch in der Amalie Arena statt (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports).

"Ich glaube das haben wir uns selbst eingebrockt ... mehrere Puckverluste in der neutralen Zone", sagte Lightning Stürmer Jonathan Drouin, dem in der Schlussminute des Eröffnungsdrittels mit einem Handgelenkschuss vom rechten Kreis ein Treffer gelungen war.

"Ihre Mannschaft ist zu geschickt, da darfst du keine Pucks verlieren. Sie sind so schnell, [Sidney Crosby], [Phil Kessel] und die anderen Jungs. Verlierst du den Puck an der blauen Linie, dann lassen sie dich dafür bezahlen."

Stralman, der bei seiner Rückkehr ein Tor schoss, stimmte dem zu. Die Lightning wissen, dass sie gegen eine solche begnadete Mannschaft, wie die Penguins angeführt von Crosby, eine sind, verantwortungsvoll mit dem Puck umgehen müssen. Crosby traf nach 40 Sekunden in der Overtime und glich die Serie zum 1-1 aus.

"Eine Sache, die uns heute Abend das Spiel gekostet hat, waren unsere Turnover", sagte Stralman. "Es gab zu viele davon. Im Umkehrschluss konnten wir dadurch unser Offensivspiel nicht aufziehen und waren seltener im Angriffsdrittel, als wir es uns gewünscht hatten. Wir hingen in unserem Drittel fest und sie kamen zu diesen ganzen Torchancen."

"Sie sind eine gute Mannschaft. [Vasilevskiy] hielt uns lange, sehr lange im Spiel und irgendwann mussten sie einen reinbringen. Ich bin der Meinung der Hauptgrund waren die Turnover."

Doch die Lightning, die ohne Rechtsaußen Ryan Callahan wegen einer Grippe auskommen mussten, können sich durch die Vorstellung von Vasilevskiy ermutigen. Er hat gezeigt, dass er Ben Bishop, der sich im ersten Drittel von Spiel 1 verletzt hatte, als Nummer 1 ersetzen kann. Vasilevskiy, 21, hatte einige Highlight-Paraden in petto. Seine größte Rettungstat vollbrachte er bei Crosby's Rückhandschuss zur Mitte des zweiten Drittels. Vasilevskiy beendete die Partie mit 38 Saves.

"Es spielt keine Rolle wer im Tor steht -- Ben oder [Vasilevskiy]", sagte Stralman. "Sie sind beide großartige Torhüter und wir haben das größte Vertrauen in beide. Du hast heute Abend gesehen wie gut [Vasilevskiy] war und wie gut er auch spielt. Das ist kein Thema für uns, sondern ein gutes Gefühl."

Noch besser würden sich die Lightning fühlen, hätten sie Spiel 2 gewonnen und die Penguins in den Seilen hängend nach Tampa gebracht. Sie können sich damit trösten, dass sie es, obwohl sie am Montag so schluderig waren, fast geschafft hätten.

"Das Herunterschlucken fällt uns schwer, wenn du mit einer 2-0 Führung nach Hause hättest kommen können", sagte Drouin.

"Doch wir müssen weitermachen und darauf achten, dass wir bereit sind."

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